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Von langen Autofahrten, Wünschen und Snöfriden

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Es gibt etwas, das ich und meine Kinder in den Ferien jedes Jahr aufs Neue blöd finden: Lange Autofahrten.
Und es gibt etwas, das wir daran jedes Jahr aufs Neue lieben: Lange Autofahrten.

Dieses Gefühl auf Reisen zu sein. Überhaupt gemeinsam zu verreisen. Weil wir dabei zusammen sind, weil wir uns auf diesen langen Autofahrten Dinge erzählen, für die wir sonst keine Zeit haben, oder kein Ohr oder keine Worte, weil sie uns zu Hause manchmal nicht einfallen, weil es da so viele Unterbrechungen gibt und zu schnell wieder andere Dinge wichtiger sind.

Im Auto hingegen haben wir nicht viel zu tun. Wir schlafen, blättern in einem Buch, essen etwas, gucken aus dem Fenster und reden.

Es ist leicht, ein Thema zu finden, denn es geht immer etwas in einem der 5 Köpfe herum, die zu dieser Familie gehören. Wir reden über alles. Über Tiere und Schulfreunde, über Gespenster, fremde Länder und bekannte Städte, über Autos, Sterne, Bäume und Käfer, über die Zahnfee und Mathehausaufgaben, über das schönste im Leben und über das Blödeste, über das was lustig ist und das, was uns wütend macht. Und manchmal reden wir auch über das, was wir uns wünschen. Meistens geht es dabei um mehr Zeit (er), mehr Bücher (ich), mehr Kuscheltiere (die Maus), mehr Fußbälle (der Mäuserich), mehr „ich auch“ (die Minimaus), mehr Kaffee (er und ich), mehr Zeit zu zweit (ich), mehr Gelassenheit (auch ich) und mehr Schokolade (alle). Und um den Wunsch, nicht zu viel aneinander vorbeizuhoffen (irgendwie wir beide).

Auf so einer langen Autofahrt fallen uns viele unerfüllte Wünsche ein. Aber auch viel Gutes, das schon da ist und das uns ganz schön glücklich macht: Bauchgefühle, Kuschelarme, die vielen neuen Worte der Minimaus, das Meer, handtellergroße Muscheln, Lieblingsserien, Wein, Himbeeren, heiße Waffeln und Schokoladeneis mit zweierlei Streusel, diese Tanzbewegung, die die Maus Zahnseide nennt, ein paar Pläne, meine neue Bodylotion, Freunde, die man auch nachts anrufen kann, Zahnlücken, mit denen man endlich groß aussieht, Samstagnachmittage, der frische Stapel ungelesener Bücher, Wasserrutschen, Berpfirsiche, Konzerte, Strandkörbe … und na eben wir fünf so.

 

 

Wir lassen die Welt an uns vorbeifahren und können drinnen so richtig „herumhöhlen“. In unserer kleinen Autohöhle, die aus viel zu viel Gepäck und irgendwie immer zu wenig Proviant besteht. In der Plüschtiere, Brotkrümel und unsere Vorfreude auf den Urlaub die Ritzen füllen, in der wir in Bewegung sind und doch zur Ruhe kommen. Und wenn uns der Gesprächsstoff ausgeht, dann ist der passende Moment für ein Hörbuch. Zum Beispiel die Geschichte von Snöfrid. Der ja auch auf Reisen ist – wie wir – und der dabei ganz viele Abenteuer bestehen muss. Auch wie wir – jedenfalls gefühlt.

 

Snöfrid aus dem Wiesental / HörbuchVor ein paar Jahren schon hatte ich einmal audible für mich entdeckt. Jetzt entdecke ich es gerade wieder, denn dort gibt es für einen monatlichen Fixbeitrag eine irre große Auswahl an relativ günstigen Hörbüchern – vom Klassiker bis zu moderner Literatur. (Ein Hörbuch monatlich ist kostenlos.) Bei der Suche im Portal kann ich mich inspirieren lassen und verschiedene Titel downloaden, so dass uns unterwegs nicht der Hörstoff ausgeht.

So ein Hörbuch gehört für uns zum Reisen dazu, zum einen weil mir im Auto beim Zuhören nicht schlecht wird (im Gegensatz zum Vorlesen) und zum anderen weil die Mäuse ohnehin noch viel lieber Geschichten hören als sie selbst zu lesen. Wir lassen uns also gemeinsam vorlesen, gucken dabei aus dem Fenster und sind in Gedanken ein ganzes Stück weiter.

Dieses Mal im Wiesental, wo Snöfrid seinen geliebten Haferbrei nicht essen kann, weil das Apfelmus fehlt. Das Apfelmus fehlt deshalb, weil im gesamten Wiesental kein einziger Apfel mehr zu finden ist. „Hm“, sagt Snöfrid – und das ist beinahe alles, was er überhaupt so sagt – doch dieses Mal meint er damit: „Da wartet wohl wieder einmal ein Abenteuer auf mich.“ Und dann begleiten wir ihn zu einer mächtigen Biberburg, in die legendäre Hafenstadt Appelhavn und schließlich in den letzten Winkel des Wiesentals: an den geheimnisvollen Ort Appelgarden. Und dort macht er eine riesenhafte Entdeckung! Aber welche, das darf ich hier noch nicht verraten.

Ein schönes, wildes, schlaues Buch über Fernweh, Freundschaft und Mut. Ich liebe die gewundene Sprache von Andreas H. Schmachtl, auch das Verspielte und Langsame darin. Und die Stimme des Sprechers Bernd Stephan, die so gut zum Snöfrid passt, den ich für das Gemütliche und Grummelige übrigens auch sehr liebe. Und zwar schon seit seinem allerersten Abenteuer. Vor allem deshalb, weil er so gar nicht in das Bild eines typischen Helden passt, denn dafür liebt er seine Routinen viel zu sehr. In das allererste Abenteuer wurde er daher mehr geschubst als dass er es sich selbst ausgesucht hätte. Aber auch in einem Snöfrid steckt ein Hauch von Abenteuerlust und so schafft er es immer wieder ans Ziel – auf seine ganz eigene, besonnene, herzmutige Art.

 

 

 

Und wenn am Ende von Snöfrids Abenteuer noch zu viel Autofahrt übrig ist? Egal, dann essen wir erst einmal was oder wir schlafen ein wenig oder wir reden wieder oder wir halten für eine Pause kurz an und danach suchen wir uns ein neues Hörbuch aus.

Wir haben ja Zeit. Wir sind auf Reisen!


 

Wohin verreist du in diesem Sommer? Egal ob Du ihn zuhause verbringst oder unterwegs bist, ich wünsche dir eine wundervolle Zeit!

Genieße den Tag / Martamam-Blog

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit Audible entstanden. Die Meinung über Snöfride und Hörbücher ist ganz und gar meine.

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