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Strategien für einen entspannten Advent – über das Loslassen, Zulassen und Weglassen

Was wünschen sich die Kinder zu Weihnachten? Was soll meine Mutter schenken? Wann war noch gleich die Adventsfeier in der Schule? Wie, die Maus hat auch noch ein Weihnachtsfamiliensingen? Weißt du, ob wir am 2. Advent schon etwas geplant haben? Wann werden die Päckchen für den Adventskalender in der Schule gebraucht? Hast du die Zugtickets für den 22. gebucht? Wolltest du nicht vor den Ferien mit der Maus für das Schwimmabzeichen üben? Wusste ich etwas von der Adventsfeier bei deiner Mutter? Wie, es gibt auch noch eine Klassen-Weihnachtsfeier? Hast du den Termin für das Kindertheater im Kopf? Schaffst du das mit dem Fotojahrbuch bis Weihnachten? Denkst du an den Termin in der KiTa? Denkst du an die Konzertprobe der Maus? Denkst du an… Ich habe das unbestimmte Gefühl, diese vorweihnachtlichen Fragen habe ich alle im letzten Jahr schon gehört. Und das Jahr davor auch. Und das Jahr davor…Und es ist  noch nicht einmal Advent! Und schon ist sie unter meiner ToDo-Liste begraben. Meine Weihnachtsvorfreude. Auf einmal verstehe ich auch, dass die Brigitte-MOM sarkastisch verlautbart, wir Mütter könnten heutzutage alles haben: Job, Kinder, …

Mythen erschweren das Balancieren

Vor einem Jahr genau fing es bei mir an mit dem Unglaublichmüdesein. Ich fühlte mich ganz schön abgeschrabbelt vom Mamasein. Wahrscheinlich auch vom alles andere sein, aber am meisten vom Mamasein. Es ist fast immer das Mamasein, denn meinen Beruf, den habe ich mir lange vor den Kindern ausgesucht, und alles andere war ich vorher auch schon.  Aber das Mamasein in Kombination mit dem Juristinsein, Frausein, Freundinsein, Immerdasein, Niealleinesein, Verlässlichsein, Verantwortlichsein, Ichsein, Wirsein hat so manches Energieleck in mir hinterlassen. Und ich habe nicht früh genug damit begonnen, es wieder zu schließen. Plötzlich war der Akku leer. Ganz leer.

Mütter sind vieles und auch mal Coachee

Wir haben schwierige Monate hinter uns. Es lief vieles nicht so ganz rund. Alles kostete Zeit, Kraft und Geld. Vor allem Kraft. Mir ist manchmal nicht mehr ganz klar, wer ich bin und was ich sein will. Ich weiß gerade noch, was ich sein muss. Da wäre zunächst einmal meine Rolle als Mutter, als Juristin und als Ehefrau. Seit ungefähr 10 Jahren bin ich das. Nun gut, Juristin war ich schon vor dem Ehefrau sein und Mama bin ich „erst“ seit 8 Jahren. Doch nach diesen großen Drei kommt eine Weile nichts mehr, irgendwann ein kleines Gastspiel als Freundin, Beraterin, Tochter, Enkelin und manchmal auch als Yoga-Anfängerin. Einiges davon bin ich ganz automatisch, ich muss mich dabei gar nicht besonders anstrengen und freue mich, wenn es mir gut gelingt. Anderes wiederum kostet mich Überwindung und Energie. Und die ist arg begrenzt. Er hat sich in den letzten Monaten so eingeschlichen, dieser Energieverlust. Diffus spüre ich, dass es viel geworden ist, zu viel manches Mal. Was ist zu viel, will der Mäusepapa dann wissen. Und ich kann …

Notizbuch

schlecht Vereinbartes

  Ich habe bald einen wichtigen Termin, einen beruflichen Termin. Seit einiger Zeit bereite ich ihn nun schon vor. Aber ich bin müde, unausgeschlafen und möchte eigentlich viel lieber zu Hause sein, ganz viel Zeit alleine haben, viel Zeit mit meinen Kindern verbringen und auch Zeit für meinen Mann erübrigen können. Jetzt gerade, in diesem Augenblick habe ich das Gefühl, Vereinbarkeit geht nicht. Ich fühle mich weder beruflich gut noch fühle ich mich mit meinen Kindern gut und schon gar nicht geht es mir gut. Da kann es zeitlich noch so flexibel zugehen und immerhin habe ich auch meinen Homeofficetag jede Woche einmal, aber ich fühle mich zerrissen und unkonzentriert. Nichts mache ich gerade gut, weder meine Arbeit, noch das Zuhören und Kuscheln mit meinen Kindern und auch alles andere nicht… Kaum habe ich abends meinen Kopf ins Kissen gekuschelt, klingelt auch schon der Wecker und der neue Tag kündigt sich an. Damit beginnt alles von Vorne: Aufstehen, Frühstück machen, Schulmitteilungen abarbeiten, Termine besprechen, zur S-Bahn laufen, Arbeiten, nach Hause hetzen und unterwegs noch Milch kaufen, …

Persönliches zur Vereinbarkeit

  Ich komme gerne dem Angebot von Juristin nach und schreibe etwas zu ihrer Kategorie „Eltern im Job – Persönliches zur Vereinbarkeit“. Das passt gerade ganz ausgezeichnet zu meiner Situation in diesen ersten Wochen des Jahres: Ich gehöre generell eher zu den berufstätigen Müttern, die der Meinung sind, Vereinbarkeit geht. Jedenfalls für mich, denn ich selbst finde ideale Rahmenbedingungen dafür vor und muss mich auch nicht jedes Mal rechtfertigen, wenn eines meiner Kinder krank ist. Ich arbeite 34 Wochenstunden im öffentlichen Dienst mit individuellem Arbeitsbeginn um 9.30 Uhr (spätestens), habe einen Homeoffice-Tag, verständnisvolle Kollegen, einen netten Chef und kaum kranke Kinder. Es läuft alles sehr gut und ich habe das Gefühl, alles im Griff zu haben oder jedenfalls mit Überraschungen organisatorisch im erträglichen Maße umgehen zu müssen. Bis jetzt. Seit meinem Wiedereinstieg nach der Elternzeit mit meinem dritten Kind stoße ich trotz des familienfreundlichen Arbeitsumfeldes an meine Grenzen. Ich arbeite seit Ende Oktober wieder und Minimaus ist zum wiederholten Male krank. Sie bedarf aktuell nach einer Woche in der KiTa nun wieder häuslicher Pflege. Ich war gerade erst 6 Tage mit …

Kind krank (schon wieder)

  Da ist es also wieder – das Vereinbarkeitsproblem. Gerade läuft es einigermaßen – denke ich – und dann ist eins der Kinder krank. So geht es mir wohl zukünftig öfter mal als dreifache Mama. Da bin ich –schwupps- schon wieder mal eine Woche nicht im Büro, muss einer Kollegin meinen Lieblingstermin überlassen und glänze auch ansonsten mit Abwesenheit. Und wenn ich mir meinen Kalender so ansehe, dann ist meine „Verfügbarkeit“ im Büro seit meinem Wiedereinstieg Ende Oktober erheblich gesunken. Da musste ich dann doch schlucken, bevor ich gerade mal 5 Tage nach dem Ende meines Weihnachtsurlaubs die Krankmeldung einreichte und mich zur Pflege meiner kranken Minimaus schon wieder ins häusliche Umfeld abmeldete. Zum Glück ist mein Chef ein sehr seltenes, gutmütiges Exemplar und ohnehin der Ansicht, man könne mit drei Kindern eigentlich nicht mehr arbeiten. Im Moment entlastet mich diese Einstellung eher als dass ich um meine wohlverdiente Professionalität trauere. Führt das doch dazu, dass er es entspannt sieht und mir keine Dinge aufbürdet, die eine gewisse Dringlichkeit haben. Andererseits geht das zu Lasten der …

Vollzeit oder Teilzeit, das ist hier die Frage

Jetzt in der Schwangerschaft mit dem dritten Kind werde ich doch so manches Mal gefragt, ob  ich nach der Elternzeit wieder arbeiten möchte. Ein Jahr Elternzeit wird noch verständnisvoll abgenickt, aber dass ich danach beinahe in Vollzeit wieder einsteigen möchte, wird eher reserviert kommentiert. Ich habe sogar angesichts meiner beruflichen Pläne von einem Kollegen (in leitender Position) halb im Scherz halb im Ernst zu hören bekommen: „Bei Dir möchte ich nicht Kind sein.“ Andere stellten mir ungläubig die Frage, wo denn dann die Kinder seien, während ich arbeite: „Ähm, in der Kita und in der Schule!“. Versteht mich nicht falsch, ich lebe in einem Umfeld, wo die meisten meiner Freundinnen (und auch Freunde) mit  einem Beruf neben der Familie leben und das miteinander zu kombinieren auch selbstverständlich finden. Es gibt da die verschiedensten Lebensumstände und Arbeitszeitmodelle. Daher passiert es mir eher selten, dass meine Pläne in Frage gestellt werden. Es erwischt mich dann aber doch kalt, wenn ich ausgerechnet in meinem Arbeitsumfeld große Skepsis verspüre. Mir stellt sich letztlich aber eher die Frage, wieviel Arbeit vertragen ich, meine Familie und meine berufliche Laufbahn. Von Karriere rede ich gar nicht, denn …