Alle Artikel mit dem Schlagwort: Veränderungen

„Ich bin ja so stolz auf mich“ oder Innere Regeln

„Mama, ich bin ja so stolz auf mich.“ klang es vor zwei Tagen glücklich von der Rückbank. Wir fuhren gerade mit dem Auto vom Parkplatz der Rindermarkthalle in Hamburg und kamen vom angrenzenden Sommerdom: Riesenrad fahren, Schmalzkuchen essen, ein paar Runden Autoscooter für den Mäuserich und danach sogar einmal nass werden auf der Wildwasserbahn, anschließend ein paar harmlose Runden im Rennauto auf dem Kinderkarussel, noch mehr harmlose Runden in der Eisenbahn für die Minimaus und dann zum Abschluss noch zwei Runden mit der „Wilden Maus“. Nur der Papa und geradeso (weil erst ab 6 Jahre und einer Körpergröße von 1,10 m) auch der Mäuserich. Aber was ihn so stolz machte, war nicht etwa die „Wilde Maus“-Fahrt (die übrigens nur von außen harmlos aussieht, bei der man aber in jeder Kurve das Gefühl hat, hinaus zu segeln). Er hatte also in meinen Augen allen Grund, das als Abenteuer zu sehen. Aber nein, das war es nicht.

Monatsrückblick April 2017

April 2017 (und was ihn winterlich gemacht hat)

Was wir gemacht haben: Viel zu viel. Finde ich. Kranksein, Müdesein. Immer noch. Ich versuche langsam zu sein. Das fällt mir auch gar nicht schwer, denn ich bin gerade langsam. Mein Energiehaushalt lässt nicht viel zu. Ich lebe im Schildkrötentempo. Das ist Mist, aber gleichzeitig auch eine gute Zeit. Irgendwie. Weil ich darüber nachdenken kann/muss, wie ich unseren Alltag ändern will, was mich fremd bestimmt, was mich Kraft kostet und wie ich mich selbst besser umsorgen kann. Das hat also alles auch etwas mit Vereinbarkeit und mit Happiness zu tun. Vielleicht mache ich daraus jetzt meine Blue-Turtle-Challenge.

Kaffeebecher

Promovieren mit Kind? Das Fazit zu einem Herzensprojekt!

Mehr als 2 Jahre sind seit dem Abschluss meiner Promotion nun schon vergangen. Das besondere daran? Ich habe erst Jahre nach dem Studium und mitten in der Familienplanung nebenberuflich promoviert. Inzwischen hat sich unser Alltag irgendwo zwischen Beruf, Familie und dem Und sonst so? eingependelt. Es ist Zeit ein Fazit zu ziehen. Würde ich es nochmal so machen? Passte das alles unter einen Hut ?

Happy New Year und Schildkröten mit Suppe

Das neue Jahr hat sich mir nun also doch noch aufgedrängt. Es ist da. Ich bin innerlich noch gar nicht so weit und ohnehin der Meinung, dass es noch eine Weile hätte weg bleiben können. Kann nicht einmal alles so blieben wie es ist? Muss es da immer dieses Vorwärtstreiben geben? Jemand hat mal so treffend formuliert, er warte darauf, anzukommen. In seinem Leben, in sich, in der Ruhe. Dieses Gefühl hätte ich auch gerne einmal. Ankommen, bleiben, da sein, nichts müssen. Aber leider ist ja immer was.

Kleine Schritte, große Wirkung oder Eltern sind Schildkröten…

Ich lese manchmal die Klappentexte von Lebenshilfebüchern und oft erzählt mir meine „kleine“ Schwester von Ratgebern, die mein Leben verändern sollen. Ab und zu landet eines dieser Bücher dann auch bei mir zu Hause. Und bleibt ungelesen. Was sicher oft bedauerlich ist. Im Moment höre und lese ich viel von kleinen Schritten, von Mikroschritten, von ganz kleinen Dingen, die grundlegende Veränderungen auslösen können. Schließlich ist bald Neujahr. Der beste Zeitpunkt, um sich darüber Gedanken zu machen, ob und was ich in meinem Leben verändern will. Das habe ich kürzlich ja auch schon getan.

im Schnee

Alles darf, nichts muss…

Ich habe gerade erst einen Artikel über Ziele und Pläne für das Jahr 2017 gelesen. Und mir wurde schlagartig klar: Es ist mal wieder soweit. Das alte Jahr nähert sich seinem Ende. Das neue Jahr kommt mit großen Schritten auf mich zu. Wie jedes andere der zurückliegenden Jahre wird es mich teilweise überrennen, umwerfen, auch mal übersehen oder mich ungefragt mit sich schleifen. Ich werde gefühlt die halbe Zeit des Jahres versuchen, den Überblick zu behalten und die meiste Zeit doch nicht so genau wissen, was da gerade alles passiert. Diese verflixte Zeit dehnt sich manchmal so unendlich aus und dann zieht sie sich wieder blitzschnell zusammen. 

Mütter sind vieles und auch mal Coachee

Wir haben schwierige Monate hinter uns. Es lief vieles nicht so ganz rund. Alles kostete Zeit, Kraft und Geld. Vor allem Kraft. Mir ist manchmal nicht mehr ganz klar, wer ich bin und was ich sein will. Ich weiß gerade noch, was ich sein muss. Da wäre zunächst einmal meine Rolle als Mutter, als Juristin und als Ehefrau. Seit ungefähr 10 Jahren bin ich das. Nun gut, Juristin war ich schon vor dem Ehefrau sein und Mama bin ich „erst“ seit 8 Jahren. Doch nach diesen großen Drei kommt eine Weile nichts mehr, irgendwann ein kleines Gastspiel als Freundin, Beraterin, Tochter, Enkelin und manchmal auch als Yoga-Anfängerin. Einiges davon bin ich ganz automatisch, ich muss mich dabei gar nicht besonders anstrengen und freue mich, wenn es mir gut gelingt. Anderes wiederum kostet mich Überwindung und Energie. Und die ist arg begrenzt. Er hat sich in den letzten Monaten so eingeschlichen, dieser Energieverlust. Diffus spüre ich, dass es viel geworden ist, zu viel manches Mal. Was ist zu viel, will der Mäusepapa dann wissen. Und ich kann …

Meine Jugendliebe ist gestorben…

Ich habe gestern die Nachricht erhalten, dass sich jemand das Leben genommen hat. Und als wäre das an sich nicht schon traurig genug, war dieser jemand meine Jugendliebe. Wir waren nie ein Paar, bis auf ein paar Küsse hat es da nichts gegeben und ich glaube, er war auch nicht in mich verliebt. Dennoch trauere ich, denn ich habe ihn damals sehr geliebt.

Armes Geschwisterkind

Meiner Omi tun meine Kinder leid. Warum? Weil sie keine Einzelkinder sind. Sie selbst hat zwar eine Schwester, der sie sehr nahe steht. Das nehme ich jedenfalls an. Aber ihre Tochter, meine Mama, ist ein Einzelkind. Ich dachte immer, dies sei der Zeit geschuldet, zu der meine Mutter auf die Welt kam. Die Kriegsgeneration hatte einiges erlebt, was wir uns kaum vorstellen können. Viele Kinder zu haben, war damals sicher nicht einfach. Deshalb war es für mich einerseits verständlich, dass ein Kind als Ideal galt. Andererseits ist meine Schwiegermutter in derselben Generation (ja, meine Familie war da etwas früher dran mit der Familiengründung) und hat drei Kinder. Hier spielte wohl eine Rolle wie der finanzielle Hintergrund der Familie damals war. Vielleicht geht es meiner Omi ums Teilenmüssen. Ist es das? Ich habe das schon verstanden, dass der Mäuserich arm dran gewesen sein soll, als die Maus Geburtstag hatte. Allerdings gibt es bei uns seit jeher Geschwistergeschenke und der Tag des Mäuserichs kommt auch noch. Dann ist die Maus arm dran…Wohin soll uns das bloß führen? Ich war jedenfalls …