Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schwangerschaft

Schwangerschaft Nr. 3 – kleine Grübelei

Ich war gestern wieder bei meiner Hebamme und allmählich wird mir bewusst, dass der Wusel bald da sein wird. Der Geburtstermin rückt näher und ich habe auch schon alles vorbereitet. Mir fehlt nur noch ein Paket der Windelgröße 1, wie mir heute beim Windelkauf für den Mäuserich plötzlich einfiel. Es ist zwar einiges anders in der dritten Schwangerschaft, aber manches bleibt eben doch aufregend. Ich bin einerseits in vielem tiefenentspannt und habe nicht mehr so viele Sorgen wie noch in der ersten oder auch zweiten Schwangerschaft. So habe ich beispielsweise fast den Anmeldetermin in der Klinik „verschlafen“, wenn mich mein Arzt nicht danach gefragt hätte. Ich konnte auf Nachfragen auch selten sofort die aktuelle Schwangerschaftswoche angeben. In den ersten beiden Schwangerschaften waren solche Termine noch die Eckpfeiler meiner Gedanken und Planungen. In der ersten Schwangerschaft hatte ich zudem noch riesigen Respekt vor der Entbindung und habe ungelogen sehr viele Bücher über die natürliche, schmerzfreie, spirituelle etc. Geburt gelesen; sogar einen Edelstein besorgt, der die Geburt erleichtern soll und gelernt wie man die Wehen als Wellen …

Dreimal Namenssuche

Die Namenssuche wird auch beim dritten Mal nicht einfacher. Wen überrascht das? Mich etwa? Ich bin nach wie vor von der Namensflut in Büchern und im Internet überfordert und mein Mann ist auch der Gleiche geblieben. Er vertritt die Ansicht, man müsse das Kind erst sehen, um sich festlegen zu können. Immerhin konnte ich ihm die letzten beiden Male abringen, dass wir uns im Vorfeld auf maximal zwei Namen einigen. Wir haben uns dann jeweils im Kreissaal erst für einen der Namen entschieden, was meine Hebamme jedes Mal zum Lachen brachte, denn Sie ist der Meinung, man habe für diese Überlegungen immerhin 9 Monate Zeit gehabt. Da hat sie nicht ganz Unrecht, aber wenn mein Mann das Kind doch erst sehen will? Ich bin mir ganz sicher, er würde am liebsten sogar die gesetzlich zulässige Monatsfrist für die Namensvergabe ausschöpfen, um das Kind vor der Entscheidung noch ein wenig kennen zu lernen. Damit könnte ich keinesfalls leben. Aber auch die Festlegung auf zwei Namen ist bei uns ein lang andauernder und manchmal nerviger Prozess. Ich weiß nicht, ob …

Work-Life-Balance und das deutsche Mutterbild

Ich war heute bei einer Fortbildung. Das Thema: „Work-Life-Balance“. Mir erschien es jetzt in der dritten Schwangerschaft durchaus richtig, einmal zu reflektieren, wie ich mir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch mit einem dritten Kind und auf meinem weiteren beruflichen Weg nach der Elternzeit so vorstellen könnte. Ist Euch eigentlich schon aufgefallen, dass dieses Thema vorrangig immer noch ein Frauenthema ist? Ich werde mal meinen Mann dazu interviewen und ihn fragen, wie er das Thema Vereinbarkeit für sich bewertet und löst. Das wird ganz sicher einer der nächsten Posts hier werden. Jetzt aber erst einmal zurück zur heutigen Fortbildung: Ich fürchte, der Kurs bringt mir keine neuen Erkenntnisse. Mit mir waren noch 9 weitere Frauen und ein Mann dabei. Bis auf zwei Frauen, die wie ich vollzeitnah arbeiten, waren alle Frauen mit weitaus weniger als 30 Wochenstunden beschäftigt. Ich fühlte mich zunächst mit meiner Biographie (zwei Kinder, nebenberufliche Promotion, auch mit zwei Kindern einige Zeit Vollzeit gearbeitet) etwas deplaziert, denn es ging vorrangig um solche Themen wie z.B. wie lege ich meinen mütterlichen Perfektionismus ab …

Das dritte Mal schwanger und alles bleibt anders…

Ein paar Gedanken zum Schwangersein Ich bin mit dem dritten Kind schwanger und daher momentan in einer gefühlsduseligen Stimmung. Deshalb muss das hier jetzt mal ausgesprochen oder besser aufgeschrieben werden: Auch die dritte Schwangerschaft nehme ich nicht selbstverständlicher als meine ersten beiden. Okay, ich bin nicht mehr ganz so unerfahren und auch nicht mehr ganz so nervös vor dem, was da auf uns zukommt. Ich habe keine Angst mehr vor der Entbindung und habe meine Beleghebamme dieses Mal rechtzeitig kontaktiert. Meine Mutter wird nach ihrer Pensionierung im Herbst aus der Ferne zu uns in die Nähe ziehen und wir haben auch ansonsten ein funktionierendes Netzwerk aus Kita, Eltern und Babysitter. Ich bin inzwischen auch viel gelassener im Umgang mit den Fragen, die ich mir jetzt noch nicht beantworten kann (Wie wird es mit drei Kindern sein? Werden wir genug Platz, Energie und Zeit haben? Werde ich allen Kindern gerecht werden können?…) Ich weiß, dass sich die Antworten zu gegebener Zeit einstellen werden und sich vieles lösen lässt, wenn es soweit ist. Aber manche Gedanken und Sorgen …

Checklisten zur Schwangerschaft

Ich habe im Laufe meiner Schwangerschaften einige Empfehlungen zu Schwangerschaftskursen, Umstandsmode, Babyausstattung und Babykursen gelesen. Manche fand ich gut und manche weniger. In der dritten Schwangerschaft stellen sich viele Fragen jetzt einfach nicht mehr und vielleicht kann jemand von meinen Erkenntnissen profitieren? Ich werde deshalb mal versuchen aufzuschreiben, was sich für mich letztlich als nützlich und was als weniger sinnvoll herausgestellt hat. Ich beginne mit der Liste zur Schwangerschaft: (hier geht es um Umstandsmode und jede Menge Schwangerschaftskurse) In meiner ersten Schwangerschaft habe ich einen Babypflegekurs, einen Geburtsvorbereitungskurs mit Partner und einen Schwangerenyogakurs ohne Partner besucht. In der dritten Schwangerschaft blieb davon jetzt der Yoga-Kurs übrig. Rückblickend betrachtet, fand ich den Geburtsvorbereitungskurs für die erste Schwangerschaft sehr beruhigend, weil ich zu dem Zeitpunkt außer umfangreicher Fachliteratur zu Schwangerschaft und Geburt keine Freundinnen mit Kindern um mich hatte, die mir meine Fragen hätten beantworten können. Mein Mann fand den Kurs allerdings schrecklich und so habe ich ihn auch nicht weiter gequält und nach zwei Terminen zu Hause gelassen. Wer jedoch einige Freundinnen mit Kindern, seine Mutter und vielleicht auch noch Omas um sich hat, wird genügend Informationen und Unterstützung bekommen, um …

Vollzeit oder Teilzeit, das ist hier die Frage

Jetzt in der Schwangerschaft mit dem dritten Kind werde ich doch so manches Mal gefragt, ob  ich nach der Elternzeit wieder arbeiten möchte. Ein Jahr Elternzeit wird noch verständnisvoll abgenickt, aber dass ich danach beinahe in Vollzeit wieder einsteigen möchte, wird eher reserviert kommentiert. Ich habe sogar angesichts meiner beruflichen Pläne von einem Kollegen (in leitender Position) halb im Scherz halb im Ernst zu hören bekommen: „Bei Dir möchte ich nicht Kind sein.“ Andere stellten mir ungläubig die Frage, wo denn dann die Kinder seien, während ich arbeite: „Ähm, in der Kita und in der Schule!“. Versteht mich nicht falsch, ich lebe in einem Umfeld, wo die meisten meiner Freundinnen (und auch Freunde) mit  einem Beruf neben der Familie leben und das miteinander zu kombinieren auch selbstverständlich finden. Es gibt da die verschiedensten Lebensumstände und Arbeitszeitmodelle. Daher passiert es mir eher selten, dass meine Pläne in Frage gestellt werden. Es erwischt mich dann aber doch kalt, wenn ich ausgerechnet in meinem Arbeitsumfeld große Skepsis verspüre. Mir stellt sich letztlich aber eher die Frage, wieviel Arbeit vertragen ich, meine Familie und meine berufliche Laufbahn. Von Karriere rede ich gar nicht, denn …

Lieblingsbuch

Mein absolutes Lieblingsbuch – weil schwanger und mit unausgelebtem Redebedarf zu diesen Themen- ist derzeit „Die Wahrheit übers Kinderkriegen. Eine Hebamme klärt auf“ von Livia Görner. Wer wie ich nicht zum ersten Mal Mutter wird und auch noch recht pragmatisch veranlagt ist, wird dieses Buch sehr mögen. Mir beschert es gerade ganz viele Aha-Erlebnisse, Spaß und einiges Aufatmen. Viel Spaß beim Lesen

Das dritte Kind

Als ich damit begann, unsere Bekannten, Freunde und Kollegen über meine dritte Schwangerschaft zu informieren, bin ich oft mit der spontanen Frage konfrontiert worden: „War das geplant?“. Um die Antwort vorweg zu nehmen, ja, das war es. Ein Wunschkind, gewollt und ganz bewusst geplant.  Und daran schloss sich dann oft auch schon die nächste Frage an: „Warum? Ihr habt doch schon zwei und dazu auch noch ein Mädchen und einen Jungen!“. Ja, warum? Vielleicht interessiert das noch andere und ich will mal versuchen unseren Entscheidungsprozess nachzuzeichnen. Das war natürlich keine Entscheidung von heute auf morgen. Dazu sind mein Mann und ich schon von Berufs wegen zu sehr Kopfmenschen und eher rational veranlagt. Und es stellen sich bei der Frage dann auch sofort vernunftorientierte Fragen ein wie z.B.: “ Wollen wir noch einmal von vorne anfangen?“ und „Können und wollen wir uns ein weiteres Kind leisten?“. „Aber“, werden jetzt einige sagen: „Das kann man doch letztlich nur emotional beantworten, denn Gründe dagegen gibt es doch heutzutage viel mehr als dafür.“. Dagegen kann ich auch nichts einwenden. Als wir das erste Mal …