Alle Artikel mit dem Schlagwort: Partnerschaft

Wir haben es getan…

… und sind ein Wochenende lang ohne Kinder verreist. Wir waren in Kopenhagen, bei allerbestem Regenwetter und mit einer ungemütlichen Erkältung im Gepäck. Aber das war uns egal, denn wir haben es geschafft. Wir haben ein verlängertes Wochenende ohne Kinder erlebt. An unserem 10. Hochzeitstag. Juchhu!!! Und dabei kein bisschen, nur ein wenig, na gut – nur ab und zu über die Kinder geredet. Was soll ich sagen? Es war schön. Das Hotel war „very nice“. Das Frühstück war ein Traum und das Wetter hielt sich hartnäckig mit Dauerregen und dichter Wolkendecke. Was soll´s? Endlich mal allein. Wir sind mit unseren Regenschirmen durch die Stadt gebummelt, haben die hübschen „Designbutikker“ durchstöbert und einmal den Tivoli umrundet. Wir  waren Kaffee trinken, mehr als einmal in Ruhe essen und ganz viel spazieren. Sogar die kleine Meerjungfrau habe ich mir zusammen mit 20 anderen Touristen bei einsetzendem Sprühregen mit schnellem Übergang zum kräftigen Schauer angesehen und wurde durch Zufall auch noch Zeugin einer Wachablösung vor Amalienborg. Ansonsten haben wir uns ausgeschlafen, spät gefrühstückt, uns mit einem Buch am späten Nachmittag ins Bett gekuschelt und uns über die Stille gefreut. Bei …

Kuchenteller nostalgisch

J´adore cette baguette

  Nach der Lektüre des wundervollen Buches von Pamela Druckerman „Warum französische Kinder keine Nervensägen sind“  kann ich thematisch aus dem Vollen schöpfen. Es gibt eine Menge Denkanstöße darin. In einem der Kapitel berichtet die Autorin, dass sie an einem gemeinsamen Wochenende bei einer Freundin beobachtet habe, wie diese sich bei ihrem Mann für das Einkaufen des Frühstücksbaguettes mit den Worten bedankt:  „J´adore cette Baguette“ (Ich liebe dieses Baguette).

Persönliches und Versöhnliches

Ich bin gerade in so einer Stimmung….deshalb schreibe ich das jetzt mal auf. Nehmt mich aber bitte nicht allzu ernst, denn meine Gereiztheit ist sicher bald wieder verflogen. Für den Moment aber dies: Auf manche Dinge ist man auch beim dritten Kind nicht besser vorbereitet und manches kann man inzwischen nicht mehr hören. Ich selbst kann zB die Frage nicht mehr hören, ob das Kind beim Stillen auch genug bekommt. Oder ob es nicht besser wäre, schon immer mal Eis, Kuchen, Sahne oder wahlweise Kekse zuzufüttern (kein Scherz, wurde alles schon angeboten). Auch erkenne ich beim dritten Kind immer noch keine Fortschritte meines unmittelbaren Umfelds bei der Frage nach dem Tragen. Zum einen wird vermutet, dass das Kind nur deshalb gerade fremdelt, weil es von mir ausschließlich getragen wird (ich finde das einfach praktisch und laut Entwicklungskalender fremdelt in diesem Alter nahezu jedes Kind) und zum anderen isst es immer noch nicht ausreichende Breimengen, weil ich das mental gar nicht wirklich wollen würde. Nunja, bei letzterem bin ich tatsächlich entspannt, aber es wird mehr und immerhin …

Jetzt mag ich keinen Kaffee mehr…oder „Lost in Space“

Unser Gespräch ging ziemlich schief und wir haben uns dann nur noch genervt voneinander verabschiedet. Dabei fing der Tag so gut an und wir wollten nach dem Wegbringen der Mäuse zusammen einen Kaffee trinken gehen bevor der Mäusepapa ins Büro musste. Statt dessen stand ich frustriert auf dem Gehweg und starrte ihm nach bis er nicht mehr zu sehen war. Wie konnte ein so harmlos begonnenes Gespräch so daneben gehen? Wir hatten gerade noch über einen Freund gesprochen, der am Telefon scherzhaft zum Mäusepapa meinte, er habe eine anspruchsvolle Frau und müsse daher so viel arbeiten. Ich habe nicht gelacht und nur festgestellt, dass sie sich das ja beide irgendwie so ausgesucht hätten. Er arbeitet Vollzeit, sie arbeitet Teilzeit und betreut die Kinder. Aufgrund des gehobenen Lebensstandards zwar mit Hilfe einer Haushälterin und eines Au-Pairs, aber für mich dennoch in der klassischen Rollenverteilung. Ich habe dann noch die Anmerkung hinterher geschoben, dass ich so nicht leben wollen würde und wohl auch keine drei Kinder hätte, wenn das bei uns so klassisch abliefe. Ich wollte damit sagen, dass …

Noch ein paar Gedanken zum 50/50 Prinzip

Ich habe es gefunden, das Buch zu meinen Vorstellungen von einer gleichberechtigten Partnerschaft. Es heißt “Papa kann auch stillen” und wurde geschrieben von Stefanie Lohaus und Tobias Scholz. Die beiden leben ihr Familien-und Berufsleben nach dem 50/50 Prinzip, wie es im Buch genannt wird. Das 50/50 Prinzip bedeutet, alles gleichberechtigt zu teilen – Haushalt, Kinderbetreuung und Beruf. Ich habe innerlich einen Freudensprung gemacht als ich das las, denn mein Mann und ich leben genau so und sind offensichtlich nicht die einzigen. In unserem Umfeld gibt es allerdings wenige Paare mit dieser konsequenten Einstellung und deshalb freut es mich sehr -und ich meine wirklich sehr- so viele kluge Gedanken darüber zu lesen. Unser Weg ist seit der Geburt unseres ersten Kindes auch ein 50/50 Weg, damit wir beide gleichermaßen arbeiten, Zeit mit den Kindern verbringen, den Haushalt erledigen und uns selbst nicht allzu sehr in allem verlieren können. Wir haben genauso wie Stefanie Lohaus und Tobias Scholz vieles ausprobiert, alles mögliche miteinander ausgehandelt, wieder verworfen und geredet, geredet und nochmal geredet. Eines haben wir jedoch nicht …