Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mamasein

Mythen erschweren das Balancieren

Vor einem Jahr genau fing es bei mir an mit dem Unglaublichmüdesein. Ich fühlte mich ganz schön abgeschrabbelt vom Mamasein. Wahrscheinlich auch vom alles andere sein, aber am meisten vom Mamasein. Es ist fast immer das Mamasein, denn meinen Beruf, den habe ich mir lange vor den Kindern ausgesucht, und alles andere war ich vorher auch schon.  Aber das Mamasein in Kombination mit dem Juristinsein, Frausein, Freundinsein, Immerdasein, Niealleinesein, Verlässlichsein, Verantwortlichsein, Ichsein, Wirsein hat so manches Energieleck in mir hinterlassen. Und ich habe nicht früh genug damit begonnen, es wieder zu schließen. Plötzlich war der Akku leer. Ganz leer.

Die beste Mama, sie ich sein kann

Die beste Mama, die ich sein kann

Das Thema Vollzeitmutter/Teilzeitmutter kursiert gerade wieder auf den Familienblogs. Auch ich habe schon sooooooo viele Gedanken dazu gehabt (und in meinem Blog darüber geschrieben, immer mal wieder). Der Mäusepapa hat nur einen Bruchteil solcher Gedanken. Seine Rolle als Vater ist ihm irgendwie klar. Jedenfalls klarer als mir das Muttersein. Na gut, ich bin immerhin seit 9 Jahren Mutter. Das müsste im Grunde ausreichen, um sich ein Bild davon zu machen. Von mir als Mutter. Tatsächlich war es genügend Zeit, um einige Entwicklungssprünge durch zu machen. Damit meine ich meine eigenen. Von OMG, ich gehöre zu meinen Kindern nach Hause! bis hin zu Ich halte das nicht aus, ich will arbeiten! ist schon alles dabei gewesen. Denn mit einem habe ich nicht gerechnet als ich Mutter wurde. Das mich das so überwältigt und gleichzeitig verunsichert.

Martamam mit Minimaus

Mit Mama allein zu Hause

  Ich war mit der Minimaus für drei Tage alleine zu Hause. Das heißt, sie war in der Kita und ich im Büro, aber vorher und nachher waren wir zu zweit. Bei uns sind gerade Frühjahrsferien und  der Mäusepapa ist mit Maus und Mäuserich für ein paar Tage zur Uroma aufs Land gefahren. Schneeglöckchen und Krokusse im Garten bewundern, viel zu viele Süßigkeiten essen und Spaziergänge auf Feld und Wiesen unternehmen. Ich glaube, die Minimaus fand es okay, Mama für sich zu haben, auch wenn sie das allabendliche Spaßprogramm von Maus und Mäuserich und das  in der ganzen Wohnung verteilte Spielzeug vermisst haben wird (gesagt hat sie nichts -kleiner Scherz). Ich habe das ganz gewiss nicht vermisst, jedenfalls noch nicht. Im Gegenteil, ich bin so erholt wie schon lange nicht mehr. Minimaus und ich sind ganz prima zurecht gekommen und die Wohnung blieb tagelang überraschend aufgeräumt. Ich kann gar nicht mehr verstehen, warum ich mit einem Kind damals so gestresst war. (Oh, wie gemein von mir. Ich meine das auch nicht wirklich ernst. Natürlich weiß ich noch ganz genau, wie sich die Zeit nach der Geburt der Maus für mich anfühlte und …

Notizbuch

schlecht Vereinbartes

  Ich habe bald einen wichtigen Termin, einen beruflichen Termin. Seit einiger Zeit bereite ich ihn nun schon vor. Aber ich bin müde, unausgeschlafen und möchte eigentlich viel lieber zu Hause sein, ganz viel Zeit alleine haben, viel Zeit mit meinen Kindern verbringen und auch Zeit für meinen Mann erübrigen können. Jetzt gerade, in diesem Augenblick habe ich das Gefühl, Vereinbarkeit geht nicht. Ich fühle mich weder beruflich gut noch fühle ich mich mit meinen Kindern gut und schon gar nicht geht es mir gut. Da kann es zeitlich noch so flexibel zugehen und immerhin habe ich auch meinen Homeofficetag jede Woche einmal, aber ich fühle mich zerrissen und unkonzentriert. Nichts mache ich gerade gut, weder meine Arbeit, noch das Zuhören und Kuscheln mit meinen Kindern und auch alles andere nicht… Kaum habe ich abends meinen Kopf ins Kissen gekuschelt, klingelt auch schon der Wecker und der neue Tag kündigt sich an. Damit beginnt alles von Vorne: Aufstehen, Frühstück machen, Schulmitteilungen abarbeiten, Termine besprechen, zur S-Bahn laufen, Arbeiten, nach Hause hetzen und unterwegs noch Milch kaufen, …