Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mamasein

Strategien für einen entspannten Advent – über das Loslassen, Zulassen und Weglassen

Was wünschen sich die Kinder zu Weihnachten? Was soll meine Mutter schenken? Wann war noch gleich die Adventsfeier in der Schule? Wie, die Maus hat auch noch ein Weihnachtsfamiliensingen? Weißt du, ob wir am 2. Advent schon etwas geplant haben? Wann werden die Päckchen für den Adventskalender in der Schule gebraucht? Hast du die Zugtickets für den 22. gebucht? Wolltest du nicht vor den Ferien mit der Maus für das Schwimmabzeichen üben? Wusste ich etwas von der Adventsfeier bei deiner Mutter? Wie, es gibt auch noch eine Klassen-Weihnachtsfeier? Hast du den Termin für das Kindertheater im Kopf? Schaffst du das mit dem Fotojahrbuch bis Weihnachten? Denkst du an den Termin in der KiTa? Denkst du an die Konzertprobe der Maus? Denkst du an… Ich habe das unbestimmte Gefühl, diese vorweihnachtlichen Fragen habe ich alle im letzten Jahr schon gehört. Und das Jahr davor auch. Und das Jahr davor…Und es ist  noch nicht einmal Advent! Und schon ist sie unter meiner ToDo-Liste begraben. Meine Weihnachtsvorfreude. Auf einmal verstehe ich auch, dass die Brigitte-MOM sarkastisch verlautbart, wir Mütter könnten heutzutage alles haben: Job, Kinder, …

Konfettitage, Strickjackentage und das Grundrauschen in deinem Leben

Heute ist ein Konfettitag, denn ich sitze am Schreibtisch im Büro meines Mannes. Ganz allein. Ich liebe das. Ich darf jetzt vier Stunden lang das tun, was ich auch noch gerne mache. Ich arbeite an meinem Blog. Das heute ist mein persönliches Konfetti im Alltag. Mein Mann ist mit den Kindern zu Hause, wahrscheinlich stellen sie gerade gemeinsam das Spielzimmer auf den Kopf. Ich habe mir auf dem Weg hierher einen Kaffee geholt, den trinke ich jetzt und sehe dabei aus dem Fenster. Drei Atemzüge lang. Nursodasein. Vor dem Fenster parkt ein Auto aus und drei wollen einparken. Ein Zug ist gerade angekommen. Mehrere Rollkoffer klackern über das Pflaster und irgendwo hinter den Altbauten am Ende der Straße erahne ich den Hafen und die Elbe. Das macht mich total glücklich. „DIE LEBENSZUFRIEDENHEIT LÄSST SICH AM LEICHTESTEN DADURCH STEIGERN, DASS MAN SEINE VERFÜGBARE ZEIT BESSER NUTZT. KÖNNEN SIE MEHR ZEIT FÜR DINGE ERÜBRIGEN, DIE IHNEN SPASS MACHEN?“ – Daniel Kahnemann Bei Daniel Kahnemann habe ich neulich gelesen, warum es mir so gut damit geht. Es hat …

Mythen erschweren das Balancieren

Vor einem Jahr genau fing es bei mir an mit dem Unglaublichmüdesein. Ich fühlte mich ganz schön abgeschrabbelt vom Mamasein. Wahrscheinlich auch vom alles andere sein, aber am meisten vom Mamasein. Es ist fast immer das Mamasein, denn meinen Beruf, den habe ich mir lange vor den Kindern ausgesucht, und alles andere war ich vorher auch schon.  Aber das Mamasein in Kombination mit dem Juristinsein, Frausein, Freundinsein, Immerdasein, Niealleinesein, Verlässlichsein, Verantwortlichsein, Ichsein, Wirsein hat so manches Energieleck in mir hinterlassen. Und ich habe nicht früh genug damit begonnen, es wieder zu schließen. Plötzlich war der Akku leer. Ganz leer.

Die beste Mama, sie ich sein kann

Die beste Mama, die ich sein kann

Das Thema Vollzeitmutter/Teilzeitmutter kursiert gerade wieder auf den Familienblogs. Auch ich habe schon sooooooo viele Gedanken dazu gehabt (und in meinem Blog darüber geschrieben, immer mal wieder). Der Mäusepapa hat nur einen Bruchteil solcher Gedanken. Seine Rolle als Vater ist ihm irgendwie klar. Jedenfalls klarer als mir das Muttersein. Na gut, ich bin immerhin seit 9 Jahren Mutter. Das müsste im Grunde ausreichen, um sich ein Bild davon zu machen. Von mir als Mutter. Tatsächlich war es genügend Zeit, um einige Entwicklungssprünge durch zu machen. Damit meine ich meine eigenen. Von OMG, ich gehöre zu meinen Kindern nach Hause! bis hin zu Ich halte das nicht aus, ich will arbeiten! ist schon alles dabei gewesen. Denn mit einem habe ich nicht gerechnet als ich Mutter wurde. Das mich das so überwältigt und gleichzeitig verunsichert.

Martamam mit Minimaus

Mit Mama allein zu Hause

  Ich war mit der Minimaus für drei Tage alleine zu Hause. Das heißt, sie war in der Kita und ich im Büro, aber vorher und nachher waren wir zu zweit. Bei uns sind gerade Frühjahrsferien und  der Mäusepapa ist mit Maus und Mäuserich für ein paar Tage zur Uroma aufs Land gefahren. Schneeglöckchen und Krokusse im Garten bewundern, viel zu viele Süßigkeiten essen und Spaziergänge auf Feld und Wiesen unternehmen. Ich glaube, die Minimaus fand es okay, Mama für sich zu haben, auch wenn sie das allabendliche Spaßprogramm von Maus und Mäuserich und das  in der ganzen Wohnung verteilte Spielzeug vermisst haben wird (gesagt hat sie nichts -kleiner Scherz). Ich habe das ganz gewiss nicht vermisst, jedenfalls noch nicht. Im Gegenteil, ich bin so erholt wie schon lange nicht mehr. Minimaus und ich sind ganz prima zurecht gekommen und die Wohnung blieb tagelang überraschend aufgeräumt. Ich kann gar nicht mehr verstehen, warum ich mit einem Kind damals so gestresst war. (Oh, wie gemein von mir. Ich meine das auch nicht wirklich ernst. Natürlich weiß ich noch ganz genau, wie sich die Zeit nach der Geburt der Maus für mich anfühlte und …

Notizbuch

schlecht Vereinbartes

  Ich habe bald einen wichtigen Termin, einen beruflichen Termin. Seit einiger Zeit bereite ich ihn nun schon vor. Aber ich bin müde, unausgeschlafen und möchte eigentlich viel lieber zu Hause sein, ganz viel Zeit alleine haben, viel Zeit mit meinen Kindern verbringen und auch Zeit für meinen Mann erübrigen können. Jetzt gerade, in diesem Augenblick habe ich das Gefühl, Vereinbarkeit geht nicht. Ich fühle mich weder beruflich gut noch fühle ich mich mit meinen Kindern gut und schon gar nicht geht es mir gut. Da kann es zeitlich noch so flexibel zugehen und immerhin habe ich auch meinen Homeofficetag jede Woche einmal, aber ich fühle mich zerrissen und unkonzentriert. Nichts mache ich gerade gut, weder meine Arbeit, noch das Zuhören und Kuscheln mit meinen Kindern und auch alles andere nicht… Kaum habe ich abends meinen Kopf ins Kissen gekuschelt, klingelt auch schon der Wecker und der neue Tag kündigt sich an. Damit beginnt alles von Vorne: Aufstehen, Frühstück machen, Schulmitteilungen abarbeiten, Termine besprechen, zur S-Bahn laufen, Arbeiten, nach Hause hetzen und unterwegs noch Milch kaufen, …

Mamasein ist eine Lebensweise…

Ich gebe es zu, ich wollte nicht so früh Mutter und schon gar nicht mehrfache Mutter sein. Oh ja, 33 fand ich vor 7 Jahren noch früh und 3 Kinder wahnsinnig viel. Ich wollte warten und sehen, ob ich irgendwann meine biologische Uhr ticken höre und dieser unbändige, absolute Kinderwunsch noch kommt. Er kam nicht. Aber der Mäusepapa sah seine Zeit ablaufen, denn er ist 8 Jahre älter als ich und wollte kein später Vater sein. Ich musste ihn tatsächlich erst darauf hinweisen, dass er das mit 41 schon damals längst war. Heute bin ich doch ganz froh über die daraufhin getroffene Entscheidung, nicht länger zu warten. Ich bin nämlich – für mich selbst sehr überraschend – gerne Mama. Okay, nicht von Anfang an, nicht immer und nicht ausnahmslos. Aber dazu weiter unten, denn erst einmal zu den positiven Seiten, die ich daran mag: 1. Ich mag dieses kuschelige Halten, Tragen und Wiegen. Ich mag diese kleinen patschigen Kinderhände und die Nähe, die gerade ganz kleine Kinder noch einfordern. Ich halte gerne Händchen beim Einschlafen. 2. …