Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leben mit drei Kindern

Kinderschuhe

Schneegeläut und Sonnensprenkel

  Ich schaffe es nicht wirklich, mein Wochenende regelmäßig in Bildern festzuhalten. Aber ich kann gerne einmal ein aktuelles Stimmungsbild vermitteln, denn uns geht es seit dem Wochenende endlich mal wieder richtig gut. Und nachdem meine Nachrichten in letzter Zeit eher durchwachsen waren, hier nun also mal etwas Positives von mir und meinem Familienleben: Mein dienstlicher Termin, auf den ich mich lange vorbereitet hatte, ist sehr gut verlaufen, ich schwelge jetzt ungebrochen in Vorfreude auf ein paar freie Tage in den Frühjahrsferien und im Büro ist es wieder entspannt geworden. Der Mäusepapa hatte Geburtstag und deshalb hatten wir am Samstag ein paar liebe Gäste zu Besuch. Der Mäuseopa hat den Mäuserich bespaßt. Die Mäuseoma hat für uns den leckersten Geburtstagsapfelkuchen gebacken und Gulasch zum Abendessen gekocht. Heute betüddelt sie unsere Minimaus noch ein bisschen zu Hause, aber morgen kann sie wieder in die Kita – die Minimaus, nicht die Oma. Aber das beste ist … …das Wetter war gestern ganz wunderbar und wir haben uns aufgerafft und sind nach 2 Stunden tatsächlich vor die Tür gekommen. Was man als fünfköpfige Familie in den …

Mit drei Kindern ist man kinderreich…

…na gut, das stimmt nicht ganz. Erst ab vier Kindern wird der Begriff kinderreich (nicht einheitlich definiert laut Wikipedia) verwendet. Mit drei Kindern sind wir eine sogenannte Mehrkindfamilie im Unterschied zu einer Kleinfamilie…Nach dem Verband kinderreicher Familien e.V. in Deutschland gelten wir aber auch mit drei Kindern schon als kinderreich. Ich habe in unserer Entscheidungsphase für oder gegen ein drittes Kind viel, sehr viel zum Thema gelesen. Mich hat dabei auch besonders interessiert, wie diese Entscheidung in anderen Familien getroffen wurde. Besonders in einer Studie des Österreichischen Instituts für Familienforschung fand ich heraus, dass die Gründe für ein drittes Kind oft rein emotional seien, wohingegen die Gründe dagegen eher rationaler Art seien. Die Entscheidungen für erste und zweite Kinder werde wiederum eher planvoll, ganz bewusst getroffen, wobei beim ersten Kind natürlich die Weichenstellung erfolge, ob man überhaupt Kinder wolle. Bei der Entscheidung für dritte Kinder spielten hingegen viel mehr der Zufall (keine bewusste Planung durch die Paare) sowie die persönlichen und materiallen Lebensumstände eine wesentliche Rolle und wie die Geschwisterkonstellationen in den Herkunftsfamilien sind. Zudem …

Eine ganze Welt dazu

Der Beitrag von Mäusemama in Mamas Mäuse hat mich auf die Idee gebracht, auch etwas zum Thema zu schreiben. Und da ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass wir beide im Blog Mäuseeltern sind. Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel… das war unbeabsichtigt. Ehrenwort… Also zum Thema Vorteile von Geschwistern weiß ich etwas. Ich habe schließlich schon Maus und Mäuserich und dadurch die Geschwistersituation inzwischen mehr als drei Jahre lang hautnah miterlebt. Minimaus zählt da noch nicht, sie ist momentan „außer Konkurrenz“ und wird von Maus und Mäuserich noch heiß geliebt. Vielleicht ändert sich das, sobald Minimaus den Legoturm zerlegen kann. Obwohl, die Maus hat das beim Mäuserich meistens ganz tapfer ertragen. Er war ja noch klein und die Maus da sehr fürsorglich und verständnisvoll. Im Gegenzug haben wir Schlösser, Burgen und andere zerbrechliche Dinge außer Reichweite gestellt. Nun bin ich also schon mitten im Thema. Lasst mich mal überlegen….Okay, zunächst dachte ich immer, zwei Kinder = zweimal so viel Arbeit, Energie und Zeitaufwand. Das ist definitiv nicht so. Es gibt ganz fantastische …

Warum ein drittes Kind?

  „Das muss man sich doch nicht antun.“ Meine Mama hatte Recht. Muss man nicht. Kann man aber, wenn man will. Und wir wollten das. Ein drittes Kind. Mein Mann wollte das als erster. Er ist mit zwei Brüdern aufgewachsen. Ich wollte das in einer Ecke meines Herzens auch. Wir beide wollten es erleben, eine Familie mit mehr Kindern als Erwachsenen im Haus zu sein. Wir wollten noch ein Kindermenschlein mehr um uns haben; dieses KinderstauneneugierliebeLeben mal 3; das Gefühl, eine kleine Horde zu sein. Nicht gleich, nicht von Anfang an. Nachdem Maus auf der Welt war, konnte ich mir nicht einmal ein zweites Kind vorstellen. Das hat mehr als zwei Jahre angedauert. Als Mäuserich dann bei uns war, konnte ich mir eine Weile noch ein weiteres Kind vorstellen, dann wieder eine Zeit lang nicht mehr. Zwei sind gut. Zwei passen in die vier Zimmer, die wir haben. Zwei Kinder passen zu zwei Elternteilen und zwei Kinder sind auch genug, jetzt kommen doch gerade die kleinen Freiheiten zurück. Zwei Kinder neben unserem Beruf und unseren …

Du bist da!

Ich liege im schummrig beleuchteten Schlafzimmer und über mir leuchten grüne Sterne. Die Stimmen meiner drei liebsten Menschen dringen über den Flur: „Ich will die Zahnpasta mit dem Monster drauf.“, „Wo ist die Glitzerzahnpasta?“, “ Nein, das ist meine Zahnbürste, Papa, Maus hat meine Zahnbürste genommen.“, „Habe ich gar nicht, das ist doch meine…..“, „Nein, ich will doch die scharfe Zahnpasta….“. Meine Mann bringt die Kinder ins Bett. Meine Kinder, das sind meine große Maus und der kleine Mäuserich. Meine drei liebsten Menschen, sie klingen nach zu Hause und Glück. Mein vierter liebster Mensch liegt mit mir Bauch an Bauch im Bett und saugt genüsslich an meiner Brust. Minimaus ist am 23.10. geboren und gerade 7 Wochen alt. Mit einem lauten Schmatzen löst sie sich von mir und dreht den Kopf mit einem tiefen Seufzer auf die andere Seite. Sie ist satt und eingeschlafen. Ich höre ihren schnaufenden Atem und das manchmal lautere Ächzen im Schlaf. Sie weiß noch nicht viel von dieser Welt und ich weiß noch nicht viel von Minimaus. Sie war bei der Geburt …

Schwangerschaft Nr. 3 – kleine Grübelei

Ich war gestern wieder bei meiner Hebamme und allmählich wird mir bewusst, dass der Wusel bald da sein wird. Der Geburtstermin rückt näher und ich habe auch schon alles vorbereitet. Mir fehlt nur noch ein Paket der Windelgröße 1, wie mir heute beim Windelkauf für den Mäuserich plötzlich einfiel. Es ist zwar einiges anders in der dritten Schwangerschaft, aber manches bleibt eben doch aufregend. Ich bin einerseits in vielem tiefenentspannt und habe nicht mehr so viele Sorgen wie noch in der ersten oder auch zweiten Schwangerschaft. So habe ich beispielsweise fast den Anmeldetermin in der Klinik „verschlafen“, wenn mich mein Arzt nicht danach gefragt hätte. Ich konnte auf Nachfragen auch selten sofort die aktuelle Schwangerschaftswoche angeben. In den ersten beiden Schwangerschaften waren solche Termine noch die Eckpfeiler meiner Gedanken und Planungen. In der ersten Schwangerschaft hatte ich zudem noch riesigen Respekt vor der Entbindung und habe ungelogen sehr viele Bücher über die natürliche, schmerzfreie, spirituelle etc. Geburt gelesen; sogar einen Edelstein besorgt, der die Geburt erleichtern soll und gelernt wie man die Wehen als Wellen …

Dreimal Namenssuche

Die Namenssuche wird auch beim dritten Mal nicht einfacher. Wen überrascht das? Mich etwa? Ich bin nach wie vor von der Namensflut in Büchern und im Internet überfordert und mein Mann ist auch der Gleiche geblieben. Er vertritt die Ansicht, man müsse das Kind erst sehen, um sich festlegen zu können. Immerhin konnte ich ihm die letzten beiden Male abringen, dass wir uns im Vorfeld auf maximal zwei Namen einigen. Wir haben uns dann jeweils im Kreissaal erst für einen der Namen entschieden, was meine Hebamme jedes Mal zum Lachen brachte, denn Sie ist der Meinung, man habe für diese Überlegungen immerhin 9 Monate Zeit gehabt. Da hat sie nicht ganz Unrecht, aber wenn mein Mann das Kind doch erst sehen will? Ich bin mir ganz sicher, er würde am liebsten sogar die gesetzlich zulässige Monatsfrist für die Namensvergabe ausschöpfen, um das Kind vor der Entscheidung noch ein wenig kennen zu lernen. Damit könnte ich keinesfalls leben. Aber auch die Festlegung auf zwei Namen ist bei uns ein lang andauernder und manchmal nerviger Prozess. Ich weiß nicht, ob …

Work-Life-Balance und das deutsche Mutterbild

Ich war heute bei einer Fortbildung. Das Thema: „Work-Life-Balance“. Mir erschien es jetzt in der dritten Schwangerschaft durchaus richtig, einmal zu reflektieren, wie ich mir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch mit einem dritten Kind und auf meinem weiteren beruflichen Weg nach der Elternzeit so vorstellen könnte. Ist Euch eigentlich schon aufgefallen, dass dieses Thema vorrangig immer noch ein Frauenthema ist? Ich werde mal meinen Mann dazu interviewen und ihn fragen, wie er das Thema Vereinbarkeit für sich bewertet und löst. Das wird ganz sicher einer der nächsten Posts hier werden. Jetzt aber erst einmal zurück zur heutigen Fortbildung: Ich fürchte, der Kurs bringt mir keine neuen Erkenntnisse. Mit mir waren noch 9 weitere Frauen und ein Mann dabei. Bis auf zwei Frauen, die wie ich vollzeitnah arbeiten, waren alle Frauen mit weitaus weniger als 30 Wochenstunden beschäftigt. Ich fühlte mich zunächst mit meiner Biographie (zwei Kinder, nebenberufliche Promotion, auch mit zwei Kindern einige Zeit Vollzeit gearbeitet) etwas deplaziert, denn es ging vorrangig um solche Themen wie z.B. wie lege ich meinen mütterlichen Perfektionismus ab …

Vollzeit oder Teilzeit, das ist hier die Frage

Jetzt in der Schwangerschaft mit dem dritten Kind werde ich doch so manches Mal gefragt, ob  ich nach der Elternzeit wieder arbeiten möchte. Ein Jahr Elternzeit wird noch verständnisvoll abgenickt, aber dass ich danach beinahe in Vollzeit wieder einsteigen möchte, wird eher reserviert kommentiert. Ich habe sogar angesichts meiner beruflichen Pläne von einem Kollegen (in leitender Position) halb im Scherz halb im Ernst zu hören bekommen: „Bei Dir möchte ich nicht Kind sein.“ Andere stellten mir ungläubig die Frage, wo denn dann die Kinder seien, während ich arbeite: „Ähm, in der Kita und in der Schule!“. Versteht mich nicht falsch, ich lebe in einem Umfeld, wo die meisten meiner Freundinnen (und auch Freunde) mit  einem Beruf neben der Familie leben und das miteinander zu kombinieren auch selbstverständlich finden. Es gibt da die verschiedensten Lebensumstände und Arbeitszeitmodelle. Daher passiert es mir eher selten, dass meine Pläne in Frage gestellt werden. Es erwischt mich dann aber doch kalt, wenn ich ausgerechnet in meinem Arbeitsumfeld große Skepsis verspüre. Mir stellt sich letztlich aber eher die Frage, wieviel Arbeit vertragen ich, meine Familie und meine berufliche Laufbahn. Von Karriere rede ich gar nicht, denn …