Alle Artikel mit dem Schlagwort: Familienplanung

Persönliches und Versöhnliches

Ich bin gerade in so einer Stimmung….deshalb schreibe ich das jetzt mal auf. Nehmt mich aber bitte nicht allzu ernst, denn meine Gereiztheit ist sicher bald wieder verflogen. Für den Moment aber dies: Auf manche Dinge ist man auch beim dritten Kind nicht besser vorbereitet und manches kann man inzwischen nicht mehr hören. Ich selbst kann zB die Frage nicht mehr hören, ob das Kind beim Stillen auch genug bekommt. Oder ob es nicht besser wäre, schon immer mal Eis, Kuchen, Sahne oder wahlweise Kekse zuzufüttern (kein Scherz, wurde alles schon angeboten). Auch erkenne ich beim dritten Kind immer noch keine Fortschritte meines unmittelbaren Umfelds bei der Frage nach dem Tragen. Zum einen wird vermutet, dass das Kind nur deshalb gerade fremdelt, weil es von mir ausschließlich getragen wird (ich finde das einfach praktisch und laut Entwicklungskalender fremdelt in diesem Alter nahezu jedes Kind) und zum anderen isst es immer noch nicht ausreichende Breimengen, weil ich das mental gar nicht wirklich wollen würde. Nunja, bei letzterem bin ich tatsächlich entspannt, aber es wird mehr und immerhin …

Beste Freundin gesucht

Meine beste Freundin ist mir verloren gegangen. Es ist so schleichend passiert. Wir haben uns weder gestritten noch sind wir uns irgendwie böse. Wir sehen uns einfach nur noch sehr selten und finden gerade keine gemeinsamen Themen. Sie ist seit längerem auch die Patentante des Mäuserichs, aber das weiß er gar nicht. Die Minimaus hat sie noch nie gesehen. Zu ihrer Tauffeier kann sie nicht kommen. Sie hatte immer viel Verständnis für meine Elternthemen, dennoch schlich sich diese Distanz ein. Irgendwo zwischen dem zweiten und dritten Kind haben wir uns verloren und kaum noch Zeit miteinander verbracht. Wir trafen uns manchmal ohne Kinder und gleichzeitig habe ich versucht, sie in mein Familienleben einzubeziehen. Kaffee auf dem Spielplatz, Pizza bei mir auf dem Sofa oder auch Spaziergänge mit Coffee to go und Buggy. Das war jedoch alles nicht so das Wahre für uns, denn Spielplätze sind für Nichteltern irgendwie befremdlich, der Beginn des gemeinsamen Pizzaabends ließ sich nicht auf die Minute planen (erst mussten die Mäuse einschlafen) und lange Spaziergänge auf Büropumps tun weh. Unsere Treffen …

Stilllesung

Dieses Buch ist schon etwas länger auf meiner Leseliste. Bislang bin ich drumherum geschlichen und habe das Lesen immer aufgeschoben. „Lean in“ von Sheryl Sandberg ist sehr umstritten. Vielleicht habe ich es deshalb so gemieden. Ich wollte nicht lesen, dass ich meine Familienplanung als Grund nehme, keine Karriere zu machen. Man kann mich sehr treffen mit solch einem Vorwurf, denn ich möchte Karriere machen, aber nicht um jeden Preis und ich habe nur begrenzte Energieressourcen. Die kann ich nicht nur im Büro verbrauchen. Ich wollte nicht, dass mir diese schöne, kluge und so wahnsinnig erfolgreiche Frau den Spiegel vorhält. Dem Klappentext nach zu urteilen, würde sie jedoch genau das tun. Also stand das Buch lange ungelesen hier herum und das war unbegründet, wie ich jetzt weiß. Nachdem ich einen Teil mit der Minimaus auf der Krabbeldecke und den anderen Teil beim Spaziergang auf der Parkbank gelesen habe, weiß ich noch nicht einmal, warum das Buch so heiß diskutiert wurde. Es ist wie so viele andere in dieser Kategorie gut geschrieben, durch die autobiographischen Teile auch recht spannend und …

Stilllesung

Gerade habe ich ein Buch im „Nachtmodus“ nahezu verschlungen. Und das eigentlich nur, weil wir hier im Urlaub kein WLAN im Appartement haben, weil Maus und Mäuserich nach den Tagen am Meer binnen Sekunden erschöpft in die Kissen sinken, weil die Minimaus von der frischen Meeresluft genauso gut einschläft, weil ich also früh im Bett liege und nichts anderes zu tun ist. Und weil ich diesen Artikel über das Buch in der Eltern-Zeitschrift gelesen habe. Darum war es überhaupt in meinem Reisegepäck und nun habe ich es schon zu Ende gelesen. Schade eigentlich, denn ich finde das Buch „Vive la famille“ von Annika Joeres ganz wunderbar. Deshalb werde ich es allen Müttern schenken, die das Pech oder doch eher das Glück haben, bald Geburtstag zu feiern. „Vive la famille“ war stellenweise so interessant, dass ich auch dem Mäusepapa auszugsweise daraus vorgelesen habe und das mache ich sonst nie. Er liest keine Erziehungs-, Vereinbarkeits-, Elternliteratur. Niemals. Dieses Buch fand er „okay“ und das will schon etwas heißen. Das Buch von Annika Joeres ist deshalb gleichermaßen kurzweilig, …

Mit drei Kindern ist man kinderreich…

…na gut, das stimmt nicht ganz. Erst ab vier Kindern wird der Begriff kinderreich (nicht einheitlich definiert laut Wikipedia) verwendet. Mit drei Kindern sind wir eine sogenannte Mehrkindfamilie im Unterschied zu einer Kleinfamilie…Nach dem Verband kinderreicher Familien e.V. in Deutschland gelten wir aber auch mit drei Kindern schon als kinderreich. Ich habe in unserer Entscheidungsphase für oder gegen ein drittes Kind viel, sehr viel zum Thema gelesen. Mich hat dabei auch besonders interessiert, wie diese Entscheidung in anderen Familien getroffen wurde. Besonders in einer Studie des Österreichischen Instituts für Familienforschung fand ich heraus, dass die Gründe für ein drittes Kind oft rein emotional seien, wohingegen die Gründe dagegen eher rationaler Art seien. Die Entscheidungen für erste und zweite Kinder werde wiederum eher planvoll, ganz bewusst getroffen, wobei beim ersten Kind natürlich die Weichenstellung erfolge, ob man überhaupt Kinder wolle. Bei der Entscheidung für dritte Kinder spielten hingegen viel mehr der Zufall (keine bewusste Planung durch die Paare) sowie die persönlichen und materiallen Lebensumstände eine wesentliche Rolle und wie die Geschwisterkonstellationen in den Herkunftsfamilien sind. Zudem …

Du bist da!

Ich liege im schummrig beleuchteten Schlafzimmer und über mir leuchten grüne Sterne. Die Stimmen meiner drei liebsten Menschen dringen über den Flur: „Ich will die Zahnpasta mit dem Monster drauf.“, „Wo ist die Glitzerzahnpasta?“, “ Nein, das ist meine Zahnbürste, Papa, Maus hat meine Zahnbürste genommen.“, „Habe ich gar nicht, das ist doch meine…..“, „Nein, ich will doch die scharfe Zahnpasta….“. Meine Mann bringt die Kinder ins Bett. Meine Kinder, das sind meine große Maus und der kleine Mäuserich. Meine drei liebsten Menschen, sie klingen nach zu Hause und Glück. Mein vierter liebster Mensch liegt mit mir Bauch an Bauch im Bett und saugt genüsslich an meiner Brust. Minimaus ist am 23.10. geboren und gerade 7 Wochen alt. Mit einem lauten Schmatzen löst sie sich von mir und dreht den Kopf mit einem tiefen Seufzer auf die andere Seite. Sie ist satt und eingeschlafen. Ich höre ihren schnaufenden Atem und das manchmal lautere Ächzen im Schlaf. Sie weiß noch nicht viel von dieser Welt und ich weiß noch nicht viel von Minimaus. Sie war bei der Geburt …

Lieblingsbuch

Mein absolutes Lieblingsbuch – weil schwanger und mit unausgelebtem Redebedarf zu diesen Themen- ist derzeit „Die Wahrheit übers Kinderkriegen. Eine Hebamme klärt auf“ von Livia Görner. Wer wie ich nicht zum ersten Mal Mutter wird und auch noch recht pragmatisch veranlagt ist, wird dieses Buch sehr mögen. Mir beschert es gerade ganz viele Aha-Erlebnisse, Spaß und einiges Aufatmen. Viel Spaß beim Lesen