Alle Artikel mit dem Schlagwort: Familie

Zukunftspläne und Bundestagswahl 2017

Vorgestern saßen wir zusammen in „unserem“ Balutschistan bei Kerzenschein und Stimmengewirr. Meine Freundin Anne und ich. Wenn wir zusammen ausgehen, dann gehen wir am allerallerliebsten dorthin. Wir sitzen dann auf rotem Samt, trinken Tee und Mangolassi und warten aufs Essen, das so unglaublich lecker ist, dass wir uns schon Tage vorher darauf freuen. Wir wählen aus der Karte jedes Mal das selbe. Sie die Nummer 89, ich die Nummer 133. Während wir warten sehen wir den Menschen vor dem Fenster dabei zu wie sie den Alma-Wartenberg-Platz überqueren und fragen uns gegenseitig, wie es uns geht. Gestern sprachen wir über die zurückliegenden Ferien und das Ende des Sommers. Und dann hat sie mir erzählt, dass ihr Krebs weg ist. Sie hat gelächelt, ich habe zurück gelächelt. Ganz weg? Ja. Nichts mehr zu sehen? Nein. Es war als würde für einen Moment alles um uns herum leiser werden.

Müttercoaching

Coach, Beraterin, Mutter, Frau: Stephanie Hamann im Gespräch

Wenn ich eine Verschnaufpause brauche, dann bringt der Mäusepapa auch mal alle drei Mäuse alleine ins Bett. Wann es mal wieder soweit ist, kann der Mäusepapa inzwischen schon aus meinem Gesicht ablesen. Nachmittags holt meine Mama den Mäuserich und die Minimaus gerne aus der KiTa ab und liefert sie nach einem Abstecher zum Spielplatz wohlbehalten direkt zu uns nach Hause. Die Maus schafft den Heimweg aus der Schule schon allein. Das alles bringt mir eine halbe Stunde mehr für mein Lieblingsbuch und einen Kaffee in der Sonne auf dem Balkon. Alleine. Yeah…

Die beste Mama, sie ich sein kann

Die beste Mama, die ich sein kann

Das Thema Vollzeitmutter/Teilzeitmutter kursiert gerade wieder auf den Familienblogs. Auch ich habe schon sooooooo viele Gedanken dazu gehabt (und in meinem Blog darüber geschrieben, immer mal wieder). Der Mäusepapa hat nur einen Bruchteil solcher Gedanken. Seine Rolle als Vater ist ihm irgendwie klar. Jedenfalls klarer als mir das Muttersein. Na gut, ich bin immerhin seit 9 Jahren Mutter. Das müsste im Grunde ausreichen, um sich ein Bild davon zu machen. Von mir als Mutter. Tatsächlich war es genügend Zeit, um einige Entwicklungssprünge durch zu machen. Damit meine ich meine eigenen. Von OMG, ich gehöre zu meinen Kindern nach Hause! bis hin zu Ich halte das nicht aus, ich will arbeiten! ist schon alles dabei gewesen. Denn mit einem habe ich nicht gerechnet als ich Mutter wurde. Das mich das so überwältigt und gleichzeitig verunsichert.

März 2017 (und was ihn zum glitzern brachte)

Familienleben:  Diese Müdigkeit im Urlaub, die auch danach nicht verschwunden ist. Sie steckt gerade in meinem Kopf und auch in meinem Herzen. Ich bin etwas zerschrabbelt vom blöde Mama sein, die liebste Mama sein, von diesem nie etwas ganz zu Ende machen können, vom Anstubsen mit dem Zeigefinger Du Mama, weißt Du?, vom Durchdenken, Ausdenken, zu Ende denken, vom ängstlich sein, vom wunschvoll sein, von meinem Schokolade- und Sinnmach-Hunger, von dem Gefühl, immer zu viel zu tun. Und zu wenig. Beides gleichzeitig. Von den vielen winzig kleinen Pinselstrichen, aus denen sich der Familienalltag zusammensetzt und die man nur sieht, wenn man ganz dicht dran steht. So dicht, dass einem die Augen flirren.

Kaffeebecher

Promovieren mit Kind? Das Fazit zu einem Herzensprojekt!

Mehr als 2 Jahre sind seit dem Abschluss meiner Promotion nun schon vergangen. Das besondere daran? Ich habe erst Jahre nach dem Studium und mitten in der Familienplanung nebenberuflich promoviert. Inzwischen hat sich unser Alltag irgendwo zwischen Beruf, Familie und dem Und sonst so? eingependelt. Es ist Zeit ein Fazit zu ziehen. Würde ich es nochmal so machen? Passte das alles unter einen Hut ?

Januar und Februar 2017 (und was mich glücklich gemacht hat)

Familienleben Die ersten beiden Monate des Jahres waren richtig gut. Sie waren voll und bunt. Deshalb sind sie an mir geradezu vorbei geflogen und ich hatte kaum Zeit, mich über die Dunkelheit der Jahreszeit zu beklagen. Ich habe sogar einiges geschafft. Meinen Schreibtisch aufgeräumt, mit einer Schreibwerkstatt begonnen, mich für einen besonderen Abend schön gemacht und frische Blumen in der Wohnung verteilt. Mit den Mäusen habe ich Urzeitwölfe und Dinos ausgegraben, Papierflieger gebastelt, Kunstwerke bestaunt, Malefiz gespielt.

im Schnee

Alles darf, nichts muss…

Ich habe gerade erst einen Artikel über Ziele und Pläne für das Jahr 2017 gelesen. Und mir wurde schlagartig klar: Es ist mal wieder soweit. Das alte Jahr nähert sich seinem Ende. Das neue Jahr kommt mit großen Schritten auf mich zu. Wie jedes andere der zurückliegenden Jahre wird es mich teilweise überrennen, umwerfen, auch mal übersehen oder mich ungefragt mit sich schleifen. Ich werde gefühlt die halbe Zeit des Jahres versuchen, den Überblick zu behalten und die meiste Zeit doch nicht so genau wissen, was da gerade alles passiert. Diese verflixte Zeit dehnt sich manchmal so unendlich aus und dann zieht sie sich wieder blitzschnell zusammen. 

Meermaid Copenhagen

Weil der November so gefühlig macht…

Ich kann nichts dafür. Wenn es draußen die meiste Zeit dunkel ist, sich die ersten Schneeflocken mit dem einst so farbenfrohen und inzwischen braun-matschigen Herbstlaub vermischen und es für mich viel zu kalt da draußen wird, dann zieht bei uns mein Seelenkater ein. Der sitzt dann in unserer Küche und lässt sich von schlechten Nachrichten schnell beunruhigen, zweifelt an der Sinnhaftigkeit des Daseins und kocht literweise Tee. Manchmal zerrt er auch die alte Wärmflasche aus dem Küchenschrank und scheucht die Kinder eine Stunde früher als sonst ins Bett (die auch tatsächlich eine Stunde früher als sonst einschlafen, vermutlich weil es draußen schon so dunkel ist). 

Mütter sind vieles und auch mal Coachee

Wir haben schwierige Monate hinter uns. Es lief vieles nicht so ganz rund. Alles kostete Zeit, Kraft und Geld. Vor allem Kraft. Mir ist manchmal nicht mehr ganz klar, wer ich bin und was ich sein will. Ich weiß gerade noch, was ich sein muss. Da wäre zunächst einmal meine Rolle als Mutter, als Juristin und als Ehefrau. Seit ungefähr 10 Jahren bin ich das. Nun gut, Juristin war ich schon vor dem Ehefrau sein und Mama bin ich „erst“ seit 8 Jahren. Doch nach diesen großen Drei kommt eine Weile nichts mehr, irgendwann ein kleines Gastspiel als Freundin, Beraterin, Tochter, Enkelin und manchmal auch als Yoga-Anfängerin. Einiges davon bin ich ganz automatisch, ich muss mich dabei gar nicht besonders anstrengen und freue mich, wenn es mir gut gelingt. Anderes wiederum kostet mich Überwindung und Energie. Und die ist arg begrenzt. Er hat sich in den letzten Monaten so eingeschlichen, dieser Energieverlust. Diffus spüre ich, dass es viel geworden ist, zu viel manches Mal. Was ist zu viel, will der Mäusepapa dann wissen. Und ich kann …