Mehr lieben Monatsrückblick

September 2018 (und was ihn schön gemacht hat)

Monatsrückblick Martamam-Blog Septemder 2018

Wie der September bei mir so war:

Müde, nachdenklich, die Vorbereitung auf einen Abschied (der dann Anfang Oktober folgte, aber darüber schreibe ich das nächste Mal), immer noch ganz schön sonnig. Letzteres war gut. In der Sonne sein, auch noch einen Tag am Meer. Und an der Elbe. Einen ganzen Geburtstag am Strand verbringen. Ich mag das kuschelige und schon so farbige und trotzdem noch Freie des Septembers. Dieses Noch-ganz-viel-draußen-sein-können. Das habe ich so richtig genossen. Mit Café und Kuchen oder auch Wein und Bratwurst. Alles mit den Füßen im Sand und mit dem Gesicht in der Sonne. Irgendwie war ich diesen Monat einfach nur so da. Mal entspannt, mal traurig, mal gelassen, mal genervt. Ich habe auch mal geheult. Danach war wieder mehr Platz in mir.

Dann gab es da noch das Wochenende in Leipzig mit meiner Schwester und meiner engsten, liebsten, wir-kennen-uns-seit-dem-Kindergarten-Freundin. Ich war vorher noch nie in Leipzig. Aber wie schön es da war…Goethe, Bach, Schumann…So viel Musik und Literatur in dieser Stadt. Und dann wir mit unserer Freude, uns endlich wieder zu sehen. Wir sind ein bisschen aufgekratzt durch die Altstadt spaziert und dann eher zufällig in der Thomaskirche und im Bachmuseum gelandet. Ich kam ganz ohne Vorstellungen dahin – worüber ich mich jetzt selbst wundere – und bin quasi in all die Kulturgeschichte hineingestolpert. Was für ein Glück. Den Kindern habe ich aus dem Museumsshop die CD Abenteuer Klassik Bach von Cosima Breidenstein mitgebracht und nun hört der Mäuserich sie ganz, ganz oft.

Und es gab auch schon die verregneten Tage, an denen ich möglichst nichts gemacht habe. Nur so vor mich hin gewurschtelt und mit den Kindern geredet, gelesen, gespielt. Der Mäusepapa war in diesem Monat ganz oft weg. Und ich habe trotzdem immer wieder versucht, Luft zu holen. Eine Atempause, bevor das eintritt, was uns inzwischen doch eingeholt hat. Und dann ist mir manchmal auch einfach nur alles weggerutscht. Weil ich das Gefühl hatte, alles falsch zu machen. Ich war dünnhäutig, auch ein bisschen traurig über die Missverständnisse zwischen mir und der Maus. Über die fehlende Zeit zu zweit und über Worte und Umarmungen, die nicht kamen. Aber diese Momente fand ich dann auch wieder okay, weil sich die Dinge immer wieder sortieren, weil ich lerne, mich irgendwie auch darin zu sehen, und weil ich immer schneller verstehe, was für Bilder und Fragen in mir so sind. Jetzt geht es wieder. Ich denke, die kommenden Wochen werden ruhiger und wieder sonnig.

Was mir gut getan hat:

Das Lesen. Ich habe seit dem Urlaub immer noch nicht wieder Filme oder Serien geguckt. Bis auf den zweiten Harry Potter Teil, den ich zusammen mit dem Mäuserich und der Maus an einem der Ferientage gesehen habe. Aber ansonsten liegen da gerade viele, viele Bücher neben meinem Bett. Nach Neunauge von Till Raether habe ich jetzt Lust auf mehr Krimis. Sein neuer Roman Unter Wasser kommt Mitte Oktober heraus. Bis dahin habe ich die Zeit mit Das Haus der Mädchen von Andreas Winkelmann überbrückt. Darauf hatte mich mein Lieblingsbuchhändler Florian Valerius auf seinem Instagram-Profil (@literarischernerd) aufmerksam gemacht. Ich fand es nicht ganz so schön wie die Bücher von Till Raether aber trotzdem irre spannend. Und deshalb habe ich mir gleich noch Housesitter gekauft.

Richtig gut gefallen hat mir: Keine Ahnung, ob das Liebe ist von Julia Engelmann. Ich finde das Hörbuch sogar noch besser, weil sie ihre Gedichte darin selbst vorträgt. Und irgendwie braucht es diesen ganz eigenen Stil und Rhythmus für ihre Poesie.

Auf meiner Leseliste für die nächste Zeit stehen noch: Glücklich leben von Anna Quindlen, Denken wie ein Buddha von Rick Hanson und Die Gewitterschwimmerin von Franziska Hauser (von der Longlist für den Buchpreis 2018). Ich bin gespannt. Hast du schon eins davon gelesen?

Auch sehr schön finde ich meine Pläne, mehr alleine zu unternehmen. Nicht nur mit einem Glas Wein in meinem Lieblingsrestaurant – das ist auch toll – sondern mal wieder ins Kino oder in ein Konzert. Morgen gehe ich zu Julia Engelmann und freue mich riesig darauf.

Auch sehr gut: die aufkommende Gemütlichkeit. Meine „alte“ Strickjacke und die neu ausgebrochene Liebe zu heißem Tee. Angezündete Kerzen. Ein Buch auf dem Schoß, die Füße in dicken Socken, Schokoladenkekse. Und Rotwein. Und mit Freundinnen reden. Das brauche ich gerade mehr denn je. Telefonieren oder Herumzusitzen und Tee trinken und sich von den blöden Tagen erzählen, und von den bedrückenden Gefühlen und den lustigen Momenten und auch davon, dass einem einfach mal alles zu viel ist. Auch das sich selber gut tun. Weil man manchmal eben in den Arm genommen werden will, ohne was zu sagen. Freundinnen wissen so etwas…

Was mich richtig fröhlich gemacht hat:

Wie die Minimaus „Sonnenschein“ sagt. Mit diesem Stolz im Blick: „Ich kann das sagen, Sonnenschein.“

Und der Spruch des Mäuserichs: „Guck mal Mama, wie ich mich verknoten kann. Boah, bin ich gelenkig.“

Und als die Maus auf eine Freundin wütend war (das war weniger lustig) und dazu dann meinte: „Jetzt hat sie ein Handy, jetzt braucht sie keine Freundin mehr.“ (Darüber mussten wir dann beide lachen.) Und wie sie im Tonstudio ihr Lied gesungen hat. Nicht perfekt, aber genau richtig.

Was ich mir vorgenommen habe:

Liebevoller zu mir zu sein. Obwohl ich mich kenne und auch dann, wenn sich meine Gefühle noch mehr verknotet haben als die Beine des Mäuserichs. Gerade dann…. Und öfter mal früh ins Bett gehen. Und das mit dem Meditieren ernster nehmen. Was jetzt esoterischer klingt als es ist. Ich hatte damit im Urlaub begonnen und mir einfach aus einem Buch ein paar Meditationen aufs Handy gespielt, die Kopfhörer auf die Ohren und Augen zu. Das hat mich ruhiger gemacht und seitdem mag ich damit nicht mehr aufhören. Zwei Bücher helfen mir besonders dabei: Meditation für Anfänger von Jack Kornfield, der ja überhaupt ganz viele Bücher über das Meditieren und über Achtsamkeit geschrieben hat. Aber dieses Buch von ihm mit CD gefällt mir gerade für das Anfangen am besten. Und dann habe ich mich in das hier verliebt: Buddhas Herzmeditation von Marie Mannschatz und Angelika Baur (auch mit CD). Die „Metta-Meditationen“ gefallen mir. Sie machen mich irgendwie weicher und verständnisvoller, auch mir selbst gegenüber. Und vielleicht suche ich mir noch eine Gruppe, mit der ich zusammen meditieren kann.

Was mich noch happy gemacht hat:

Der Satz: „Alles darf sein.“ während der Übungen in meinem Achtsamkeitskurs. Jedes Mal spüre ich dann, dass ich oft versuche, alles irgendwie wegzuarbeiten. Das auf den To-Do-Listen genauso wie das Unangenehme in mir selbst. Ich kämpfe mich dann innerlich daran ab. Sobald aber meine Achtsamkeitstrainerin den Satz sagt: „Alles darf sein.“, ist das vorbei. In dem Moment wird mir klar, dass ich loslassen kann. Endlich. Das macht was mit mir. Manchmal fließen dabei Tränen, aber mehr so aus Erleichterung, und danach fühle ich mich sortierter und freier.

Was ich mir gegönnt habe:      

Eine laaaaaange heiße Dusche mit Peeling und Eincremen und allem Drum und Dran. Das ist zu meinem neuen abendlichen Ritual geworden. Am liebsten benutze ich die Magic Touch Body Creme von Rituals (Organic rice milk & cherry blossom). Die habe ich einmal geschenkt bekommen und seitdem schwärme ich für sie. Weil sie gut aber dezent duftet und weil sie meine Haut so weich macht. Und weil – was ja eigentlich nicht wichtig ist – die Dose so schön aussieht. Irgendwie stimmt damit alles für mein kleines Ritual.

Rumstöbernachmittage im Buchladen oder in der Bücherhalle. Ich setze mich dann mit einem großen Stapel in eine Ecke und lese in jedes Buch hinein. Ein oder zwei nehme ich mir dann auch mit.

Und danach warmer Apfelstrudel mit Vanilleeis.

Was ich im Netz gefunden habe:

*Glück im Alltag. Eine Liste mit kleinen Freuden. 

*Geburtstagskuchen: Da möchte ich gleich selbst für meine Kinder eine backen. Weil ich das aber nicht so gut kann, überlasse ich das meiner Mama und freue mich an diesen Bildern.

*Den Mitschnitt von einem Auftritt, bei dem Julia Engelmann ihr Gedicht Ich kann alleine sein rezitiert. Berührend!

 


Und was machst du so gerade?

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P.S.

Disclaimer: Aufgrund der Nennung von Produkten und Marken kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt auch hier, wenn ich Produkte, Marken, Menschen oder Orte auf meinem Martamam-Blog nenne, empfehle oder gar beschwärme, mache ich das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl auf dem Martamam-Blog. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Jede bezahlte Kooperation werde ich immer ganz eindeutig als solche kennzeichnen.

 

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