Familienleben, Monatsrückblick
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September 2017 (und was ihn konfettibunt gemacht hat)

Familienleben

Anstrengend, glücksmomentevoll, innig und vermisslich. Der Mäusepapa war eine Woche in Göteborg und wie das so ist, wenn man auf einmal nicht mehr im Alltäglichen zusammen sitzt, sieht man wieder mehr voneinander. Als er wieder da war, haben die drei Mäuse ihn mit Freudenjubel begrüßt. Ich war schon halb aus der Tür, auf dem Weg zum Abendessen mit meiner Schwester, aber eine innige Umarmung hat er trotzdem noch bekommen. Und ich bekam eine Mumintasse über die ich mich richtig, richtig gefreut habe. Mir selbst habe ich das Versprechen gegeben, dass wir uns ab sofort viel mehr sehen werden. So im Alltag.
Die Minimaus ist in den letzten Wochen riesengroß geworden, in der KiTa ist sie jetzt in die Teddygruppe gewechselt, sie redet viel, wickelt ihre Puppen, schleppt sie vom Schlafzimmer in die Küche, ins Bad und wieder zurück ins Bett, sitzt beim Essen immer! auf meinem Schoß, schläft tagsüber weniger, entdeckt mehr, lacht sich über die Grimassen ihrer Bruders schlapp, versucht alles so, wie die großen Geschwister das machen und entdeckt die Bedeutung des Wortes meins. Und das Wort „haie“. Was alleine heißt: Alleine laufen, alleine Schuhe anziehen, alleine Jacken anziehen, alleine bis zum Auto gehen, sich allein die Mütze aufsetzen, sogar alleine baden. Überhaupt badet sie neuerdings gerne und hat auch dabei ein neues Wort gelernt: Schoua (Schaum).
Dann waren da auch ein paar spätsommerliche Ausflüge: in den Jenischpark, an die Elbe, ins Schwimmbad, auf die Spielplätze. Den Rest des Monats haben wir fließen lassen, irgendwohin. Dahin wo es noch sonnig und warm ist, wo wir barfuß laufen, Zuckerwatte und Eis essen, erste Kastanien sammeln und auf Schatzsuche gehen können.
Letzteres war auf dem Geburtstag des Mäuserichs. Der in diesem Monat 6 Jahre und gleichzeitig ein Vorschulkind geworden ist, aber anders als die Minimaus nur ungern etwas alleine macht. Warum immer ich? ist die große Frage gerade.

Der schönste Moment

Es gab so viele. Hätte ich gar nicht gedacht, aber wenn ich die Fotos so durchscrolle, dann waren da doch viele. Dieses Sommerfest im Jenischpark, das wir mit Anstehen verbracht haben – bei der Zuckerwatte, beim Kinderschminken, bei der Tanzaufführung. Beim Anstehen konnten wir aber gut reden und der Mimimaus dabei zusehen, wie sie sich ihren Weg zwischen den Wartenden hindurch bis zum Papa sucht und später dann ihre Kreise um uns herum dreht, immer größer und größer und dann lacht sie. Das Leben ist manchmal rund. Und als wir dieses Wartefest dann an der Elbe ganz sommerlich und ohne Eile ausklingen ließen.
Der Nachmittag mit uns allen in der Hafencity, hauptsächlich im Maritimen Museum bei der Schatzsuche und im Anschluss mit Oma und Opa auf dem Spielplatz im Grasbrookpark. Und der Tag nach dem Geburtstag des Mäuserichs, der bei Regenwetter und Resttorte ganz ruhig verlief. Der Tag, den ich alleine auf dem Bloggertreffen in Münster war, am Anfang noch total unsicher, dann nicht mehr. Und dieser Abend, als ich mit meiner Schwester im Seven Seas auf dem Süllberg 8 Gänge lang essen war. Die Gerichte waren die Wucht. Gutes Essen und Reden. Wie glücklich das macht. Und die Umarmung des Mäusepapas, nachdem er wieder bei uns zu Hause war und wir uns noch ein bisschen fremd fühlten miteinander.

Was ich für mich entdeckt habe

Außer Zartbitterschokolade (mind. 70%) für mein Müsli: Mandelmilch. Die schmeckt super lecker in meinem Müsli und auch in meinem Kaffee. Und nach der Arbeit alleine im Café sitzen, ein Stück Kuchen essen, Milchkaffee trinken, lesen, gucken, denken, wieder gucken. Das macht mich gerade in mehrere Hinsicht so richtig satt: zeitsatt, nachdenksatt, ruhesatt, süßessatt, kaffeesatt, alleineseinsatt.

Was ich momentan super gerne anziehe

Große Streifenshirtliebe hier gerade. Ich habe damit begonnen, überwiegend Bretonshirts und Sneaker zu tragen. Zusammen mit meinem Armreif (dieser hier sieht so ähnlich aus), den ich schon vor einiger Zeit geschenkt bekommen aber erst jetzt wiedergefunden habe und über den ich mich jeden Tag freue. Und solch einen dunkelblauen Blazer, der gar nicht so besonders aussieht, der aber einfach ganz genau richtig ist und zu allem passt. Darüber gezogen und schon sehe ich bürotauglich, kindertheatertauglich, abendessenausgehtauglich, alleinimcafésitzentauglich aus. Kennst du den Onlineshop https://www.stadt-teile.de von Aneta Marek? Ich habe mir auf dem Designmarkt von ihr ein taubenblaues Sweatshirt mit der Aufschrift Ich bin aus Hamburg, nicht aus Zucker gekauft. Ich muss bei jedem Tragen über den Spruch grinsen. Außerdem trage ich meine neue Kette von Klimbim Barcelona gerade supadupa gern.

Immer wieder vorgelesen

Das Buch Räuber Hotzenplotz von Ottfried Preußler und gleich hinterher den zweiten Teil Neues von Räuber Hotzenplotz. Der dritte Band liegt auch schon bereit. In meiner Kindheit habe ich es merkwürdigerweise nie gelesen. Der Mäuserich liebt die Kasperlgeschichten und ich liebe diese altmodische, wohlgesetzte Sprache. Wirklich klasse.

Gerne gesehen

Ich habe eine Liste mit Filmen und Serien, die ich gerne sehen würde und die ich jetzt beinahe abgearbeitet habe. Außer Tschick (den ich immer noch nicht gesehen habe) sind da noch: Red Oaks (eine Serie, die in den 80er Jahren in einem Tennisclub spielt und von einem Jungen handelt, der nach dem College seinen eigenen Weg finden muss, großartiges Thema, großartige Umsetzung), Madame Marguerite oder Die Kunst der schiefen Töne (den ich schwer ausgehalten habe, weil ich Marguerite so mochte und weil ich mir bis zum Schluss gewünscht habe, dass sie die Wahrheit nicht erfährt), ein Geschenk der Götter (der Film über eine arbeitslose Schauspielerin, die 8 Langzeitarbeitslosen Schauspielunterricht geben soll, hat mir Spaß gemacht) und Embrace, der mich total umgehauen hat. Wirklich: zu Tränen gerührt.

Und dann war da noch dies

* Herdwärme, das neue Buch von Okka Rohd, das ich unglaublich toll finde und schon zweimal verschenkt habe. Ich werde es demnächst hier noch näher vorstellen.

*Mein neues Blogbuch von Rena von Rundfux, die auch ansonsten ganz wunderbare Bücher, Poster und Bilder entwirft und illustriert.

*Immer noch gern bekomme ich „My Little Box“. Ich freue mich jeden Monat auf diese wunderschön und liebevoll verpackten Proben und Produkte.

*Eine Entdeckung: bonpon511, Partnerlook mal in stylish und umwerfend interpretiert. Ich liebe diesen Instagram-Account, auch wenn ich die Posts nicht lesen kann, weil sie in Japanisch sind.

*Diese Rezepte für Suppen im Glas von Hemsley & Hemsley. Meine Schwester hat mich darauf gebracht und ich finde die Idee für den Herbst und Winter im Büro fantastisch. Kennst du noch mehr von diesen Rezepte?

*Dieses Haus und sein Einrichtungsstil, weil Bücher dort so unglaublich viel Platz bekommen. Ich mag es sehr.

*Diese Outfits für den Herbst.

*Die Story über den Archivar in der New York Public Library.

*Wie Familien rund um den Globus ihre Ferien verbringen aus dem New York Times Magazin.

*Oh und dieses hier. Schön, oder?

 

Wie war denn dein September? Ich hoffe, er hat dich glücklich gemacht.

Schönes Wochenende!

 

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