Das Vereinbaren vereinfachen Mehr sein

Die 4 Phasen des inneren Aufräumens – Teil 1: Reset

4 Phasen des inneren Aufräumens

(Dies ist Teil einer 4teiligen Serie zum inneren Aufräumen im Familienalltag.

Alles, was du in die Welt setzt – sei es ein Kind, ein Buch, ein Projekt, eine Idee oder ein gesundes Mittagsessen – braucht deine Aufmerksamkeit, deine Kreativität, deine Energie, deine Leidenschaft und deine Zeit. Aber manchmal finden wir diese Zeit nicht, uns fehlt die Kreativität, wir wissen nicht, woher wir unsere Energie nehmen sollen, wir fühlen uns ausgelaugt und leer und wir denken, wir hätten nichts mehr zu geben.

Finde heraus, in welcher Phase du dich gerade befindest. Ich nenne die 4 Aufräum-Phasen „Reset, Refresh, Recharge, Repeat“. Und meine damit das Innehalten und Zurücktreten (Reset), die Erholung und Selbstwahrnehmung (Refresh), das Auffüllen deines Leben mit Herzensprojekten (Recharge) und die stetige Erinnerung an deine Prioritäten (Repeat).

Konzentriere dich auf das, was in der jeweiligen Phase umsetzbar ist. Schaue nicht auf das, was andere gerade tun oder haben. Bleibe bei dir und dem, was du jetzt brauchst. 

Und dann nutze die 4 Phasen des inneren Aufräumens ganz bewusst, um dich wieder dorthin zu holen, wo du sein willst. In einem erfüllten, stimmigen Familienalltag.

Trage dich als Martamam-Insider ein und verpasse nicht Teil 2, 3 und 4 der Beitragsreihe.) 

 


 

Wir kennen das alle

Der Tag neigt sich dem Ende und du hast nicht die Dinge getan, die du eigentlich tun wolltest. Stattdessen hast du hier geräumt, da die Wäsche zusammen gelegt, einen Termin nach dem anderen abgearbeitet, Emails beantwortet, Telefonate geführt, irgendwas für irgendjemanden getan, dich beeilt, kaum eine Pause gehabt, den Kaffee im Stehen getrunken und dann war es auch schon Zeit, die Kinder aus der KiTa abzuholen.

Du bist müde. Du hast den ganzen Tag so viel getan. Aber du fühlst dich nicht danach. Du hast vielmehr das Gefühl, es war nichts richtig oder gut genug.

Lass es uns also leichter machen. Lass uns aufräumen. In uns und unserem Familienalltag! Lass uns gemeinsam schauen, was für dich wichtig ist, was dir gut tut und wofür du mehr Freiraum in deinem Alltag haben willst.

Ich nenne diese Aufräum-Methode „Reset, Refresh, Recharge, Repeat“.

Und meine damit das Innehalten und Zurücktreten (Reset), die Erholung und Selbstwahrnehmung (Refresh), das Aufüllen deines Leben mit Herzensprojekten (Recharge) und die stetige Erinnerung an deine Prioritäten (Repeat).


Mit Selbstfürsorge fängt es an

Aber ganz egal, wie es genannt wird, für mich ist das Wichtigste überhaupt, mit Selbstfürsorge zu beginnen. Leider ist es ganz oft nur ein kleines Kapitel im Alltag. Zwar eines, das uns jedes Mal mit einem guten Gefühl entlässt, wenn wir deren Notwendigkeit dann doch einmal beachten, das aber nur wenig Raum in unserem Leben als Mutter einnimmt.

Und weil ich schon mal dabei bin, möchte ich auch gleich mit einem Missverständnis aufräumen:

Selbstfürsorge ist nicht egoistisch!

Es ist auch nicht zwangsläufig ein Schaumbad, eine Massage, ein Wellnesswochenende, ein langatmiges Morgenritual, ja noch nicht einmal Paarzeit. Es muss genauso wenig jede Menge Geld kosten und irre viel Zeit in Anspruch nehmen. Das darf es alles, aber das muss es nicht. Denn Selbstfürsorge meint nicht Selbstpflege.

Und sie meint auch nicht noch mehr Verpflichtungen wie die Mitgliedschaft im Fitnessclub, ein ausgeklügeltes Kulturprogramm oder das Lernen von Optimierungs- und Zeitmanagementmethoden. Auch dein Kleidungsstil, deine Frisur und deine Bodymaße stehen dabei nicht im Fokus.

Es sei denn, du möchtest das. Dann los! Tu es! Vereinbare einen Termin, setze es auf deine Prioritätenliste, erlaube es dir.

Aber fühl dich nicht dazu verpflichtet, denn bei der Selbstfürsorge geht es nicht darum, etwas zu erfüllen, etwas Bestimmtes zu sein oder zu haben. Es zählt einzig und allein der Gedanke

Alles darf sein!“.

Zunächst einmal sind die Dinge also nun mal wie sie sind und du brauchst, was du brauchst.

Selbstfürsorge meint, dich und deine Bedürfnisse wahrzunehmen, sie ernst zu nehmen und mit Rücksicht darauf zu handeln.  Es geht nur um das, was für dich funktioniert, ohne dass du funktionierst. Kümmere dich also um dich selbst. Werde gewahr, was du brauchst. Höre auf deinen Körper, seine Signale und deine innere Stimme.

Und jetzt lass uns mit dem ersten Schritt beginnen, mit dem du deinen Familienalltag aufräumen kannst:


Teil 1: Reset

Manchmal ist Selbstfürsorge nur das Eingeständnis, dass du genau jetzt eine kleine Pause brauchst, oder den Gedanken zuzulassen, dass dir gerade alles zu viel ist. Das allein kann schon Entlastung mit sich bringen. Einatmen, ausatmen. Alles schwer finden. Dich fragen, was du brauchst. Auch wenn du es nicht unmittelbar umsetzen und dir deine Wünsche nach Ruhe, Auszeit oder nach einem heißen statt dem lauen Kaffee nicht sofort erfüllen kannst.

Dich selbst zu fragen, was du brauchst, ist schon ein elementarer Bestandteil der Selbstfürsorge.

Klingt das gut?

Es ist ein kleines, große Geheimnis, dass wir als Mütter nie weniger Kontrolle über unseren Tag hatten als mit diesen kleinen Wesen um uns herum. Es gibt Tage, an denen wir nicht weiter kommen mit unseren Planungen, Vorhaben und dem, was wir eigentlich tun wollen. Es gibt Tage, an denen wir soweit entfernt sind von uns und dem, was wir vor unseren Kindern waren, dass wir uns selbst vermissen. Und es gibt Tage, an denen wir uns nach nichts mehr sehnen als danach, alleine zu sein.

In solchen Augenblicken kann uns eine kleine, vorübergehende Kapitulation helfen.

Wenn alles um uns herum schreit, Tränen vergisst, uns aus den Gedanken reißt, keine Stille zulässt und uns noch weniger eine Kaffee- und Kekspause erlaubt, dann können wir uns auf den Boden setzen (manchmal auch ein wenig weinen), atmen und zugeben, dass gerade nichts so ist, wie wir es wollten. Wir können uns selbst daraus entlassen, unsere Erwartungen an diesen Tag, diesen Nachmittag, diese Stunde, diese Unternehmung zu erfüllen. Wir können für diesen Moment aufgeben und uns dem fügen, was ist (und was eben nicht ist).

Wir können mitten im gefühlten Chaos sitzen und die Tatsache annehmen,  dass gerade alles anders ist als wir es gewollt haben. Wir müssen nichts  ändern, wir müssen keine besondere Taktik anwenden, wir müssen uns noch nicht einmal gut fühlen damit.

Das bedeutet für hier und jetzt nur, wir verbinden uns mit uns selbst und dem Leben um uns herum.

Wenn wir das tun, wird es leichter. Es ist immer noch nicht das, was wir uns vorgestellt haben und was wir brauchen.

Aber es ist einfacher.

Wir können diesen Moment annehmen.

Alles andere ist später wieder dran.

Wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, alles läuft quer, dann drücke einmal kräftig auf RESET, halte inne und frage dich, was du gerade brauchst. Denke daran, du musst nichts sofort veranlassen oder umsetzen. Du musst nur bei dir selbst sein, deinen Bedürfnissen nachspüren. Was brauche ich? Diese Frage allein bedeutet schon, dich um dich selbst zu kümmern.

 


 

Was sagst du zu dir selbst, wenn du dich überfordert oder erschöpft fühlst? Welche Strategien hast du für dich gefunden? Teile sie mit mir, ich freue mich, von dir zu lesen.

Genieße den Tag / Martamam-Blog

P.S. Dieser Artikel und die 3 weiteren Teile der Beitragsreihe erscheinen im Rahmen der Blogparade von der lieben Sabine von Ordnungsliebe, der lieben Sunday von the organizedcardigan und von der lieben Anita von rosanisiert unter dem Thema “Alles neu macht der Frühling: Mein Tipp für ein ordentliches 2018″.

P.P.S. Ich laden dich ein zu meinem 14tägigen WENIGER VEREINBAREN. MEHR LEBEN – Experiment.

Wir beginnen am 12. März und enden damit am 25. März. Unser 14-Tage Abenteuer wird den Fokus im Alltag verändern und wir werden mehr von dem in unser Leben holen, was uns wirklich wichtig ist und was uns gut tut. Lies mehr zum „WENIGER VEREINBAREN. MEHR LEBEN – Experiment.“ oder melde dich direkt hier an.

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12 Comments

  • Reply
    Die 4 Phasen des inneren Aufräumens - Teil 2: Refresh - Martamam
    23. Februar 2018 at 8:01

    […] dich als Martamam-Insider ein und verpasse nicht Teil 3 und 4 der Beitragsreihe. Teil 1 findest du hier. […]

  • Reply
    Die 4 Phasen des inneren Aufräumens - Teil 3: Recharge - Martamam
    2. März 2018 at 8:01

    […] dich als Martamam-Insider ein und verpasse nicht Teil 4 der Beitragsreihe. Teil 1 findest du hier und Teil 2 hier. […]

  • Reply
    Sunrayray | The organized Cardigan
    3. März 2018 at 12:57

    Liebe Michaela,

    ich bin echt schwer beeindfruckt von deiner Serie! So viel Arbeit – hab ganz vielen lieben Dank dafür!
    Schön, dass du unsere Blogparade damit so bereicherst!

    Ganz herzliche Grüße
    Sunray

  • Reply
    Sunrayray | The organized Cardigan
    3. März 2018 at 12:59

    Neiiin, Manuaela, blöde Rechtschreibkorrektur! Entschuldige! <3 Aber mein Name bleibt davon ja auch nie verschont 😀

    • Reply
      Manuela
      3. März 2018 at 14:48

      Ich danke Dir für dein Kompliment. Das freut mich. 🤗🌷💕

  • Reply
    Ordnung auf Reisen mit Capsule Wardrobe
    3. März 2018 at 14:14

    […] Manuela von Martamam räumt den Alltag auf […]

  • Reply
    Unsere Blogparade: Mein Tipp für ein ordentlicheres 2018 | The organized Cardigan
    6. März 2018 at 14:31

    […] zum inneren Aufräumen im Familienalltag. Los gehts bei ihr mit einem – klar – Reset: Die 4 Phasen des inneren Aufräumens – Teil 1: Reset. Und hier findest du weiteren Teile: Teil 2: Refresh, Teil 3: Recharge und Teil 4: Repeat kommt […]

  • Reply
    gailtalontour
    6. März 2018 at 20:17

    Hallo Manuela,
    deine Serie ist ja wirklich großartig, gratuliere dir dazu! Ich habe auch an der Blogparade teilgenommen und über Ordnung auf Reisen mit minimalistischem Gepäck geschrieben. Gerne habe ich dich auch in meinem Beitrag verlinkt. GLG Anita

    • Reply
      Manuela
      7. März 2018 at 14:21

      Hallo Anita,

      ich danke dir für deine Zeilen und ich freue mich, dass du mich verlinkst. Reisen mir minimalistischem Gepäck ist auch ein Thema für mich. Ich hasse es, viel mitnehmen zu müssen. Gerade mit Kindern ist das ja nicht immer so leicht, aber sie werden ja auch größer und wenn es für mich schon sehr viel weniger Kram ist, dann hilft ja auch das schon. 🙂 Ich werde in meinem letzten Beitrag zur Blogparade auch noch einmal versuchen, auf die Teilnehmerbeiträge zu verlinken. 🙂
      Herzliche Grüße
      Manuela

  • Reply
    In 5 Schritten zum aufgeräumten Zuhause (Teil 2) - FRAU NIRA
    16. März 2018 at 9:54

    […] Manuela von Martamam: Die 4 Phasen des inneren Aufräumens – Teil 1: Reset […]

  • Reply
    Wie ich meine Fotos organisiere - Typisch Französisch!
    16. März 2018 at 11:17

    […] Manuela von Martamam: Die 4 Phasen des inneren Aufräumens – Teil 1: Reset […]

  • Reply
    Mehr Freiraum im Familienalltag - Teil 1 Besonnenheit - Martamam
    24. April 2018 at 9:11

    […] Die 4 Phasen des inneren Aufräumens – Teil 1: Reset […]

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