Das Vereinbaren vereinfachen Mehr sein

Die 4 Phasen des inneren Aufräumens – Teil 2: Refresh

inneres Aufräumen / Teil 2: Refresh

(Dies ist Teil einer 4teiligen Serie zum inneren Aufräumen im Familienalltag.

Alles, was du in die Welt setzt – sei es ein Kind, ein Buch, ein Projekt, eine Idee oder ein gesundes Mittagsessen – braucht deine Aufmerksamkeit, deine Kreativität, deine Energie, deine Leidenschaft und deine Zeit. Aber manchmal finden wir diese Zeit nicht, uns fehlt die Kreativität, wir wissen nicht, woher wir unsere Energie nehmen sollen, wir fühlen uns ausgelaugt und leer und wir denken, wir hätten nichts mehr zu geben.

Finde heraus, in welcher Phase du dich gerade befindest. Ich nenne die 4 Aufräum-Phasen „Reset, Refresh, Recharge, Repeat“. Und meine damit das Innehalten und Zurücktreten (Reset), die Erholung und Selbstwahrnehmung (Refresh), das Auffüllen deines Leben mit Herzensprojekten (Recharge) und die stetige Erinnerung an deine Prioritäten (Repeat).

Konzentriere dich auf das, was in der jeweiligen Phase umsetzbar ist. Schaue nicht auf das, was andere gerade tun oder haben. Bleibe bei dir und dem, was du jetzt brauchst. 

Und dann nutze die 4 Phasen des inneren Aufräumens ganz bewusst, um dich wieder dorthin zu holen, wo du sein willst. In einem erfüllten, stimmigen Familienalltag.

Trage dich als Martamam-Insider ein und verpasse nicht Teil 3 und 4 der Beitragsreihe. Teil 1 findest du hier. ) 


 Teil 2: Refresh

Hast du in den letzten Monaten zunehmend das Gefühl gehabt, etwas zu vermissen, dich irgendwie zu opfern und darüber zu vergessen, was du selbst eigentlich willst?

Dann ist es an der Zeit, dass du mehr Zeit mit dir selbst genießen lernst. Dabei geht es immer noch nicht darum, dass du ganze Wochenenden ohne die Familie verreist oder wie ich dazu neigst, jedes Wochenende ein paar Stunden ohne die Kinder einzuplanen. Auch hier gilt, du musst das nicht tun, aber du darfst das tun, wenn es dir gut tut.

Ich für mein Teil muss das tun, um wieder für meine Kinder da sein zu können. Mit meiner ganzen Aufmerksamkeit und Präsenz. Um die Zeit mit meinen Kindern entspannt genießen zu können, brauche ich die Aussicht auf die nächsten Stunden ohne sie. Schockiert dich das? Mich hat es schockiert als ich begriff, dass ich die Wochenenden mit der Familie um mich herum am meisten genieße, wenn es eben nicht bedeutet, sie wirklich alle Stunden um mich herum zu haben.

Ich liebe es zum Beispiel, den Samstagvormittag für mich zu haben. Ich gehe aus dem Haus, hole mir am Bahnhof einen Kaffee und ein Schokocroissant auf die Hand und schließe mich 4 Stunden lang im Büro meines Mannes ein. Er ist selbständig und hat ein wunderschönes Büro. Hier höre ich Podcasts, schreibe an einem Blogbeitrag oder an meinem eBook, trinke meinen Kaffee und genieße es, alleine zu sein. Wann sind wir als Mütter denn sonst noch allein? Mit etwas Glück regelmäßig im Homeoffice, aber auch dabei geht es nicht ausschließlich um uns. Das zählt für mich allenfalls halb.


Nimm dir, was dir gut tut. Höre in dich hinein.

Wer bist du? Was willst du?

Willst du Zeit ohne deine Kinder? Und das nicht nur abends, sobald sie im Bett liegen?

Sieh hin, sei ehrlich zu dir selbst.

Willst du mehr Zeit mit Deinem Mann. Bravo!

Willst du mehr Schlaf? Noch besser!

Was lädt deinen Akku wieder auf. Was lässt ihn leer werden?

Beobachte dich.


Balance hat nichts mit gleicher Zeitverteilung zu tun

Ich habe so irre viel Zeit damit verbracht, mir zu versagen, was ich will und mir nur das zu erlauben, was ich wollen sollte, dass ich darüber ganz vergessen habe nachzusehen, was ich wirklich brauche.

Mehr Schlaf und mehr Zeit für mich allein zum Beispiel.

Wenn ich an die sagenumwobene Balance zwischen Beruf und Familie dachte, dann dachte ich immer, meine Zeit müsste gleich verteilt sein.

Ich müsste auf alles gleich verteilt sein.

 

Balance heißt nicht, alles gleich verteilen / Martamam-Blog

Ich glaubte, ich würde allen Lebensbereichen gleich viel geben müssen und meinen Kindern natürlich am meisten. Das ist – gelinde gesagt – Bullshit.

So funktioniert das Leben nicht.

Was auch schon wieder gut ist, denn das wäre furchtbar langweilig.

Ich kann nicht in Skalen und Zeitabschnitten denken. An manchen Tagen benötigt mein Mann mehr Aufmerksamkeit als meine Kinder. Oder ich will ein Projekt abschließen und meine Kinder müssen ein paar Stunden mit der Oma und ohne mich auskommen. An anderen Tagen wiederum verzichte ich auf meine Zeit alleine und verbringe sie mit meinen Kindern. An diesen Tagen dusche ich kürzer, esse schneller, verschiebe meine Meditationsübung und das Vorlese-Kuschel-Abendritual dauert länger. An anderen Tagen bringe ich die drei schon um 18.00 Uhr ins Bett. Die Minimaus schläft in Null-Komma-Nix, den anderen beiden schalte ich ein Hörbuch ein (und lege drei weitere CDs dazu) und ich will nichts mehr als alleine sein.

Das alles ist abhängig vom Wetter, von der Jahreszeit, von meiner Gesundheit, der Gesundheit meiner Kinder, von meinem Zyklus, der Laune meines Mannes, dem Fortschritt eines Projektes, der Qualität des neuen Grisham-Romans, dem Vollmond… was weiß ich.

Es gibt nichts dauerhaft Ausgewogenes oder Gleichbleibendes. Ja, das ist verdammt enttäuschend. Und verdammt schön.

Das Leben ist nicht statisch.  Ich bin nicht statisch. Jeder Tag ist anders. Na gut, bis auf meine morgendliche Runde beim „Crobac-Mann“. Der begrüßt mich immer gleich fröhlich und stellt schon den Kaffeebecher für den großen Milchkaffee in die Maschine, bevor ich überhaupt „Hallo“ gesagt habe. Aber auch dieser Kaffee schmeckt mir nicht immer gleich gut.

Vielleicht gibt es einen Tag in der Zukunft, an dem alles in meinem Leben endlich die gleiche Menge an Zeit und Energie bekommt und alles wird ruhig, sanft und ausgewogen verlaufen. Alle und alles werden genau die Aufmerksamkeit von mir brauchen, die ich gerade in der Lage bin zu geben, und wir werden gemeinsam zufrieden sein. Vielleicht, irgendwann.

Aber ganz ehrlich? Ich glaube nicht. 

Ich glaube nur, dass dieses Streben nach einem ausgeglichenen Leben in uns das Gefühl hervorruft, dass wir irgendetwas falsch machen, dass wir versagen. Und das nur, weil uns das Unmögliche daran nicht klar ist.

Also, vergiss die perfekte Balance zwischen Beruf und Familie.

Lass uns diese ganze Sache mit der Balance gemeinsam loslassen.

Lass dein Leben fließen.

Sieh hin und gib dir, was du jetzt brauchst!

Und vor allem, geh früher schlafen!


Was tust du, wenn du dich leer und ausgelaugt fühlst? Wie erholst du dich und wie tust du dir selbst etwas Gutes? Erzähle es mir, ich bin neugierig.

Genieße den Tag / Martamam-Blog

 

P.S. Dieser Artikel und die 3 weiteren Teile der Beitragsreihe erscheinen im Rahmen der Blogparade von der lieben Sabine von Ordnungsliebe, Sunday von the organizedcardigan und Anita von rosanisiert unter dem Thema “Alles neu macht der Frühling: Mein Tipp für ein ordentliches 2018″.

P.P.S. Ich laden dich ein zu meinem 14tägigen WENIGER VEREINBAREN. MEHR LEBEN – Experiment. Wir beginnen am 12. März und enden damit am 25. März. Unser 14-Tage Abenteuer wird den Fokus im Alltag verändern und wir werden mehr von dem in unser Leben holen, was uns wirklich wichtig ist und was uns gut tut. Lies mehr zum „WENIGER VEREINBAREN. MEHR LEBEN – Experiment.“ oder melde dich direkt dafür an.

 

 

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