Familienleben
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Mit Mama allein zu Hause

Martamam mit Minimaus

 

Ich war mit der Minimaus für drei Tage alleine zu Hause. Das heißt, sie war in der Kita und ich im Büro, aber vorher und nachher waren wir zu zweit. Bei uns sind gerade Frühjahrsferien und  der Mäusepapa ist mit Maus und Mäuserich für ein paar Tage zur Uroma aufs Land gefahren. Schneeglöckchen und Krokusse im Garten bewundern, viel zu viele Süßigkeiten essen und Spaziergänge auf Feld und Wiesen unternehmen.

Ich glaube, die Minimaus fand es okay, Mama für sich zu haben, auch wenn sie das allabendliche Spaßprogramm von Maus und Mäuserich und das  in der ganzen Wohnung verteilte Spielzeug vermisst haben wird (gesagt hat sie nichts -kleiner Scherz). Ich habe das ganz gewiss nicht vermisst, jedenfalls noch nicht. Im Gegenteil, ich bin so erholt wie schon lange nicht mehr. Minimaus und ich sind ganz prima zurecht gekommen und die Wohnung blieb tagelang überraschend aufgeräumt. Ich kann gar nicht mehr verstehen, warum ich mit einem Kind damals so gestresst war. (Oh, wie gemein von mir. Ich meine das auch nicht wirklich ernst. Natürlich weiß ich noch ganz genau, wie sich die Zeit nach der Geburt der Maus für mich anfühlte und warum mir das damals alles neu und viel zu viel war.)

Aber jetzt kam es mir mit einem Kind ganz ruhig und entspannt vor. Der Satz „Man wächst mit seinen Aufgaben.“ scheint jedenfalls zu stimmen. Entscheidend dafür war natürlich, dass Minimaus nachts gut schlief, dass ich nur 6-Stunden-Tage gearbeitet habe und dass ich nach der Arbeit keine weiteren Verpflichtungen hatte, außer ein wenig Milch oder eine Packung Windeln zu kaufen. Und weil das so war, haben Minimaus und ich ein paar geruhsame Tage verbracht. Sie schlief jeden Abend pünktlich um halb acht ein, die Abende gehörten mir alleine und ich hatte nicht viel aufzuräumen. Nur morgens wurde es ab und zu etwas hektisch, wenn ich mich anziehen und Minimaus unbedingt an meiner Hand durch die Wohnung laufen wollte. Da hatten wir kurzzeitige Interessenskonflikte, die ich zu meinen Gunsten entschieden habe. Irgendwann musste ich mich fertig anziehen. Meistens half aber eine Kiste spannender Drogerieartikel und Minimaus hat mir 10 Minuten zum Zähneputzen und Anziehen gegönnt. Ich musste sie danach zwar frisch einkleiden, aber es hat seinen Zweck erfüllt. Alles andere habe ich dann lieber abends erledigt, wenn sie schlief.

Ich gebe zu, das hätte jetzt noch in paar Tage so weiter gehen können. Allerdings kam es mir vorgestern nach der Arbeit in der Wohnung schon verdammt still vor. Da war ich dann sehr dankbar dafür, dass unser Nachbarskind eine Stippvisite bei uns gemacht und mir beim Baden der Minimaus assistiert hatte. Wir tranken noch gemeinsam einen Tee und dann war es auch schon Zeit zum Schlafen – für Minimaus.

Seit gestern sind nun alle wieder da und ich freue mich, dass es wieder trubeliger ist. Vor allem  kann ich jetzt wieder duschen, wann ich will; höre jede Menge Neuigkeiten; bekomme ganz viele Umarmungen und der Mäusepapa ist zum Reden aufgelegt. Da ist mir meine aufgeräumte Wohnung dann doch herzlich egal.

So habe ich es mir jedenfalls vorgestellt, bevor meine liebe (Rest)Familie wieder da war.
In Wirklichkeit wurden meine und Minimaus´Ankunft nur mit einem knappen Hallo und Kopfnicken bedacht; fand ich 4 Kinder in der Wohnung vor, von denen zwei nicht meine waren; hatte sich die Wohnung binnen zwei Stunden in eine einzige Eisenbahn-, Auto-und Spielzeugstrecke verwandelt und war die Küche mit benutzten Tellern und Tassen voll gestellt. Der Mäusepapa war gleich wieder verabredet (wie konnte ich das nur erlauben) und ich also ganz schnell mit 5 Kindern allein. Zum Duschen bin ich deshalb nicht mehr gekommen und das alles habe ich keineswegs gelassen aufgenommen. Im Gegenteil, mich hat dieser „Überfall“ total gestresst und ich habe mich erst einmal im Bad eingeschlossen, um tief durchzuatmen und die Schmutzwäsche zu sortieren, die mir aus dem Kurzurlaub mitgebracht wurde.

Seufz, man kann nicht alles haben….

toys in kids room background

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  1. Ja, „Ein Kind ist kein Kind“, das merkt man aber erst, wenn man mehrere Kinder hat, lach! Wir hatten mal die Kleine aushäusig, Mann, war das Still zu Hause mit den Großen, da war ich auch ganz froh, als sie wieder da war.

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