Familienleben
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Mama promoviert – na, und?

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Als ich vor genau einer Woche meine Urkunde in den Händen hielt war ich doch verdammt stolz auf mich. Nun bin ich also „Dr. jur.“. Beinahe 4 Jahre habe ich nebenberuflich promoviert. Während dessen habe ich mein zweites Kind bekommen, zweimal die Arbeitsstelle gewechselt, einen Umzug mit gemacht und es dennoch die ganze Zeit genossen. Ganz ehrlich, ich habe diese Zeit geliebt und hatte selten mal ein Tief dabei. Es fühlte sich nach etwas ganz eigenem an, nach einem Abenteuer, nach Lernen und nach geistiger Freiheit.

Ich habe zum Glück nie darüber nachgedacht, dass ich es nicht schaffen könnte oder dass dieses Ziel unerreichbar sein würde. Meine Mutter meinte angesichts meines Vorhabens: „Das muss man sich ja nun nicht antun.“. Aber ich hatte einen ganz klaren und lieben Coach, der in der Anfangsphase mit mir daran gearbeitet hat, wie man das Ziel erreicht und nicht der Frage nachhängt, ob man es erreicht. Deshalb konnte ich direkt antworten: „Andere haben auch ein zeitaufwendiges Hobby.“ und mein geliebter Mann hat mich nach Kräften unterstützt.

Also, ich hielt nun diese Urkunde in der Hand, noch ganz erfüllt von diesem „Ich-habe-es-geschafft-Gefühl“ und erzählte meiner Maus: „Die Mama ist jetzt Frau Doktor.“. Die Maus antwortet mir daraufhin zweifelnd: „Mama, warum bist Du jetzt ein Arzt?“. Und der Mäuserich schüttelt nur sorgenvoll den Kopf: „Nein, Du bist kein Doktor.“

Okay, ich war wieder auf unserem von Spielzeug übersäten Teppich angekommen. Aber ich bin mir ganz sicher, eines Tages werden sie es gut finden und ich gebe ihnen damit auch einen offenen Blick darauf, dass man sich Träume erfüllen darf und kann.

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