Aus unserem Familienleben Monatsrückblick

März und April 2018 (und was sie ruhig gemacht hat)

Wir so in den letzten beiden Monaten:

Es war eine gute Zeit. Mit wilden Regentagen, prallen Lesestunden, einem sommerlichen Rummelbesuch und jeder Menge Eisgenuss. Erst fühlte sich alles ein wenig wuselig und kopfverknotet an. Aber auf eine freundliche Art. Weil sich dadurch ein paar Veränderungen angekündigt haben, auch wenn ich noch nicht wusste, welche. Vor allem musste ich ganz oft auch ganz geduldig mit mir sein. Ich habe irre viel gelesen, viele Fragen in mir bewegt, ein ganzes Wochenende meditiert und mich nach innen ausgerichtet. Das hinderte mich und meine Lieben zwar daran, jede freie Minute gemeinsam zu verbringen, aber es tat uns allen gut. Den Mäusen, weil sie in der übrigen Zeit eine gelassene Mama um sich hatten, und mir, weil mich die letzten Wochen immer mal wieder viel zu müde gemacht haben. Dieses erneute Ausmisten, Weglassen und Alleinesein war also wichtig. Natürlich hat die Zeit trotzdem irgendwie nie gereicht und ich hatte manchmal schon das Gefühl, eigentlich niemandem gerecht werden zu können. Aber jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt (die Art von Ruhe, die ich  empfinde, wenn ich die Dinge mit mehr Abstand und Klarheit betrachten kann). Ich genieße wieder mehr: Uns und alles drum herum, was so richtig schön ist: blühende Bäume, witzige Postkarten, neue Worte, spannende Bücher, gemütliche Cafés, ein Lachen, und noch eines, Spaghetti-Eis, Barfußsein, Neugierde, Vorfreude, ein paar Erinnerungen, weiße Wolken, den blauen Himmel… Wir haben auch diese warmen Nachmittage auf dem Spielplatz verbracht und ein paar auch auf dem Balkon. Schon im April. Herrlich!

 

Was ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte:

Das Buch von Ina Rudolph „Ich will ja loslassen, aber woran halte ich mich dann fest“, das mir tatsächlich geholfen hat, viele, viele Gedanken aufzuarbeiten, die mich irgendwie noch festhielten. Ina Rudolph schildert aus eigener Erfahrungen, wie sie die Methode „The Work“ von Byron Katie in ihrem Alltag umgesetzt hat und welche wunderbaren, leichten und fröhlichen Lebensmomente sie dadurch hatte und hat. Das Buch hat mich in einem Moment erwischt, in dem ich offen für all diese Gedanken war. Manche Bücher finden einen eben genau zur richtigen Zeit.

 

Gerne angesehen:

Die Geschichte über die Anfänge der „Charité“ in Berlin. Die Medizin war damals noch mit viel Aberglauben verbunden, aber auch schon mit den ersten bahnbrechenden Schritten in Richtung Impfstoff (gegen Diphterie) und fundamentalen Erkenntnissen zur Bakteriologie. Sie war damals noch eine reine Männerdomäne, mal abgesehen davon, dass das Pflegepersonal ausschließlich weiblich war. Aber ansonsten durften Frauen damals allenfalls in Zürich ein Medizinstudium absolvieren, nach dessen Abschluss sie dann auch nur ohne ein Gehalt in der Charité arbeiten konnten. Ich fand es irre spannend zu sehen, wieviel Unwissenheit (und manches Mal auch Grausamkeit) es damals in der Medizin noch gab und wie weit wir glücklicherweise doch gekommen sind.

 

Und aufgetragen:

Das Parfüm „Sunflowers“ von Elizabeth Arden, das ich mir vor drei Wochen bei Douglas gekauft habe und seither wirklich ständig benutze. Der Duft passt zu meiner momentanen vorsommerlichen Stimmung und macht Urlaubslaune. Ein wenig Nostalgie ist auch dabei. Es wirkt auf mich jedenfalls wie ein Tag am Meer: seeeeehr entspannend. Einfach weil es so duftet wie es duftet.

 

Was ich schon länger lesen möchte:

„Wunder” von Raquel J. Palacio. Hast du zufällig schon einmal reingelesen?

 

Aus dem Schrank geholt:

Meine blaue Chino (die ist sooo gemütlich!). Und ein dunkelblaues Kleid mit weißen Paspeln, das schon länger dort hing, und auf einen besonderen Anlass wartete. Ich habe einfach beschlossen, der besondere Anlass ist JETZT!

 

Hier und da entdeckt: 

* Die neue Leseecke in meinem Lieblingsbuchladen. Eine Etage darunter beim Italiener gibt es diese leckeren, goldgelben Crêpes (Manchmal kriege ich die gar nicht mehr aus meinem Kopf!).

* Ein geflochtenes Silberarmband. Mein Spontankauf in einer kleinen Boutique im Hamburger Westen, den ich nicht bereue, auch wenn er so unmittelbar vor unserer Urlaubsreise eigentlich gar nicht in mein Budget passte.

*Den Aha-Gedanken: “Mitteilen ist nicht erleben!”

*Das Album „1970“ von Avishai Cohen, weil ich ihn neulich in einem Konzert live gehört habe und mir seine Stücke einfach gut tun. Auch die passende Musik findet einen manchmal zum richtigen Zeitpunkt.

*Die Eissorte Honey Walnut & Cream von Hägen Dasz. Ich liebe ohnehin Walnüsse in allen Varianten und in dieses Eis könnte ich mich gerade hineinlegen.

 


Und was haben dir die letzten Monate gebracht?

Genieße den Tag / Martamam-Blog

You Might Also Like

No Comments

    Kommentar verfassen

    %d Bloggern gefällt das:

    Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

    Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

    Schließen