Familienleben
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Kuschel-Muschel-Schuckel-Modus oder wunderbare Weihnachtsferien

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So, ich bin jetzt angekommen. Im Kuschel-Muschel-Schuckel-Modus, sprich in der Langsamkeit des Mamaseins. Es tut mir gut und die Weihnachtsferien haben dazu ihren Beitrag geleistet. Ja, die Tage bei den Großeltern, d.h. den Eltern meines Mannes, waren nicht ganz so entspannt. Meine Schwiegermama ist sehr lieb, fürsorglich und bemutternd. Das genieße ich von Zeit zu Zeit und schätze auch ihre Erfahrungen als dreifache Mutter sehr. Leider neigt sie dazu, uns einen 4-Sterne-Hotel-Standard anbieten zu wollen -mindestens- und dass stresst sie und damit auch alle anderen mehr als dass es gut tut. Aber gut, wir haben uns darauf eingelassen und nach 6 Tagen waren wir wieder zu Hause und haben das neue Jahr vom Küchenfenster aus begrüßt.
Das wäre doch der passende Zeitpunkt für einen Jahresrückblick 2014? Ach, dazu lieber mehr in einem anderen Beitrag.
Jetzt zurück zum Thema: Mein Mann macht endlich einmal Ferien von seinem Büro und wir teilen alles, wirklich alles. Na gut, bis auf das Stillen eben. Ich stille, er schuckelt Minimaus in den Schlaf, ich trage sie die eine Hälfte des Tages herum, er die andere, ich wickele, er kocht mir einen Kaffee, ich lasse die Minimaus in meinen Armen schlafen, er schmiert mir das Frühstücksbrötchen…Und nebenbei regeln wir abwechselnd Haushalt und große Probleme („Mama, der Mäuserich hat mich mit dem Schwert gehauen.“) sowie kleine Ärgernisse („Mama, die Maus will nicht mit mir spielen.“). Und auf einmal entdecken wir die wohltuende Langsamkeit. Wir fallen gerade gemeinsam aus der Zeit und das entspannt mich ungemein. Wir lesen, sehen DVDs, ziehen uns und die Mäuse erst zum Nachmittagsspaziergang wetterfest an, holen gemeinsam die Maus von Verabredungen ab und versacken gemütlich am Küchentisch der „Gasteltern“, wir gehen zum Spielen nicht weiter als bis in den Park hinterm Haus, gucken in den Regen und freuen uns über unser terminloses Zusammensein. Selbst Maus und Mäuserich sind auf einmal ungewohnt entspannt, spielen stundenlang zusammen und streiten nur ganz wenig, ganz, ganz wenig – Indianerehrenwort. Ich genieße das und fühle mich gerade gar nicht mehr so allein mit Minimaus und Babywattevakuum. Die Tage sind im „Flow“ und machen Spaß. Ich hoffe sehr, ich kann dieses Gefühl in den kommenden Alltag hinüberretten.

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