Bücherstapel Mehr lieben Monatsrückblick

Juni 2019 (und ein kleiner Bücherstapel für den Sommer)

Wie der Juni für mich war:

Nach ein paar Wochen voller Alltagsdinge, ersten knackigen Sonnentagen und dem Gefühl von sommerlicher Gelassenheit mit Weinschorle an der Elbe ist nun etwas Hektik aufgekommen. Oder vielleicht eher Ferientrubel, denn ich habe mich ein wenig eingestresst über all die Organisationsfragen, die es so mit sich bringt,  dass die Kinder schon Ferien haben und man selbst noch arbeitet. Ich habe da jedes Jahr wieder dieses Himmel-wie-soll-ich-das-bloß-mit-den-Ferien-schaffen. Manchmal ist der gewohnte Alltagsrhythmus eben leichter zu bewältigen….mich hat das in den letzten Tagen richtig frustriert.

Was gerade hilft? Der Plan, das jetzt mal so anzunehmen und mir nicht jedes Mal selbst Vorwürfe zu machen, dass ich das nicht entspannter sehe und mir vor allem nicht selbst zu sagen, dass ich eine schlechte Mutter bin, wenn sich die Kinder zwischendurch mal langweilen. (Und das kommt trotz ihrer Fähigkeit, sich auch alleine zu beschäftigen, jetzt durchaus öfter mal vor. Entweder weil ich im Homeoffice am Computer sitze und gerade keine Runde Quixx mitspielen kann oder weil ich auch mal Zeit für mich und die Wäsche brauche.) Gut tut es mir auch, mit den Kindern Mittagessen zu gehen. Einfach mal so. Und mit dem Mäuserich ins Schwimmbad, weil mich Bewegung im warmen Wasser entspannt. Dazu eine Auszeit für mich allein zum Zeichnen (jeden Abend) und vielleicht noch einen Abend zu zweit mit ihm.

Was mir gute Laune macht:

Das Vorhaben mit meiner Freundin ins Theater zu gehen. Die Minimaus und die Worte, die aus ihrem Mund kommen: Tuma (Puma), laschen (schlafen), fusseln (puzzeln), Mama Betthand, Sag: „Na gut!“.  Und dieses Grinsen, das sie aufsetzt, wenn wir uns verschwörerisch etwas zuflüstern. Die Vorfreude auf Dänemark. Und das Meer. Ich war schon so oft dort und jedes Jahr freue ich mich mehr darauf. Und: Vanilleeis mit Schokoladensauce und heiße Waffeln mit einem großen Latte Macchiato dazu. Noch etwas, das mich sehr glücklich macht: die Filmabende mit Maus und Mäuserich. Unser Abend, an dem wir uns zusammen einen Film ansehen und nebenbei etwas rumquatschen und rumkuscheln und rumfuttern.

Nachgedacht über:

Mein Zeitgefühl. Im Juni hatte ich mal wieder das Gefühl, für nichts wirklich Zeit zu haben. Dabei war ganz sicher genügend Zeit, ich habe es nur nicht so empfunden. Die zwei Dinge, die bei all dem immer wieder auftauchten: Wie mache ich mein Ding? Und wie lasse ich mir dafür Zeit ohne herumzuhektiken. Habe ich mal ein Zeitfenster für mich, passiert es mir, dass ich ganz viel auf einmal machen will, mich nicht entscheiden kann und am Ende habe ich das Gefühl, zu wenig für mich gemacht zu haben. Wie blöd ist das denn bitte? Ich weiß, dass ich mich auf nur eine Sache konzentrieren und die dann auch genießen sollte, aber ich tue mich immer wieder schwer damit. Kennt ihr das auch?

Was ich mir angesehen habe:

Eine Krimi-Serie auf Amazon Prime: „Line Of Duty”. Ich würde sagen: irre spannendes „Tee-mit-Keksen-Fernsehen“. Und 5x „Mission Impossible – Fallout“. Nein, darüber will ich nicht reden.

Was wir gerade lesen:

Ich habe mir ganz viele neue Bücher gekauft, weil ich aufs Zeichnen gekommen bin. Genauer gesagt habe ich einige Zeichen- und Maltechniken ausprobiert und bin jetzt beim Journaling hängen geblieben. Wer es nicht kennt: Das ist wie Tagebuchschreiben mit einer Mischung aus Notizen und Zeichnungen. Ich liebe es. Darauf gebracht haben mich der wunderbare Instagramaccount von Samantha Dion Baker (@sdionbakerdesign) und ihr Buch „Draw Your Day“ (Random House US) . Also, bei mir liegen gerade ganz viele Zeichenbücher herum. Aber dieses eine ist mir das Liebste. Ich trage es gerade immer mit mir herum. Und da ich jetzt abends viel lieber „Tagebuch zeichne“, lese ich nicht mehr so viel anderes.  Die Bücher neben meinem Bett warten deshalb gerade nur (Hör auf zu lügen von Philippe Besson, C. Bertelsmann; Der Wald von Nell Leyshon, Eisele Verlag; Worauf wir hoffen von Fatima Farheen Mirza, dtv Verlag). Vermutlich werde ich sie erst im Winter lesen, aber wurscht.

Falls ihr noch Tipps für Kinderbücher sucht:

Die Minimaus liest momentan jeden Abend mit mir Pizza für Elfrida(von Aylin Keller aus dem Talisa-Kinderbuch-Verlag, empfohlen ab 3 Jahren). Die Köchin Elfrida geht in den Ruhestand. Zum Abschied backt sie gemeinsam mit den Kindern Pizza und diese sind am Ende so unterschiedlich und vielfältig wie es die Kinder auch sind. Da entstehen Monstergesichter, Sonnen und bunte Mischungen. Die Pizza wird vegetarisch oder nur mit runden Zutaten belegt und auch eine Teigtasche lässt sich daraus zaubern. Am Ende des Buches gibt es ein paar Rätselaufgaben zu lösen. Und Pizzahunger haben wir nach der letzten Seite auch. Im Buch entscheidet sich die Miminaus jedes Mal für eine andere Pizza, aber wenn wir selbst Pizza backen wird es Salamipizza… Und was ist eure Lieblingspizza?

Und noch ein paar:

Besonders schön sind auch die neuen Bücher von Britta Teckentrup: Katze und Maus und Fische, Fische überall. Ich bin ohnehin ein Fan von ihren Illustrationen (auf Instagram @britta_teckentrup). Die sind ihr auch hier wieder sehr gelungen. Die Geschichte von „Katze und Maus“ (Prestel) ist schnell erzählt: Die Maus lebt in einem gemütlichen, warmen Haus. Es könnte ein perfektes Zuhause sein, wäre da nicht die Katze. Sobald sie die Maus sieht, beginnt die  Verfolgungsjagd, die mit Ausstanzungen und Gucklöchern im Buch besonders spannend wird. Und das Buch versprüht mit seinen  einfache Formen und der schlichten Gestaltung jede Menge Retro-Charme. Großer Spaß für mich und die Minimaus!

Fische, Fische überall (Prestel) widmet sich den Wasserbewohnern unseres Planeten. Die Illustrationen sind abstrahierte Tier- und Naturdarstellungen, die collagenartig zusammengefügt sind. Ein künstlerisches Sach-Bilderbuch also, in dem man nach einer einführenden Übersicht über die Vielfältigkeit der Meerestiere und einer kleinen Suchaufgabe schnell in die wissenschaftliche Betrachtung eintauchen kann. Ganz wie im Biologiebuch geht es hier um Themen wie die Funktionsweise einer Schwimmblase, die evolutionäre Entwicklung der Fische, die Kategorisierung in Süßwasser- und Salzwasserarten, die Anpassung an ihre besonderen Lebensräume, ihre Nahrungssuche, Fortpflanzung, Überlebensstrategien. Immer mal wieder witzig und durchweg spannend. Ein gelungener Rundumschlag zum Thema Fische (das ich ab dem Vorschulalter empfehlen würde).

Und dann haben wir noch Die Gäng vom Dach von Andreas Hüging (Hörbuch gelesen von Oliver Kalkofe, cbj Audio) entdeckt. Ein tollkühner Waschbär, eine schlaue Eule, ein frecher Marder und ein vornehmes Kaninchen bilden zusammen die „Gäng vom Dach“. Wenn die Menschen schlafen gehen, werden die Tiere der Stadt aktiv und treiben ihr Unwesen. So auch der Waschbär Wolle und die Eule Lulu, die auf einem alten Dachboden leben. Auf ihrer abenteuerlichen Reise zum nahegelegenen Supermarkt lernen die beiden den kleinen Marder Ecki kennen (Ecki hat so einige Streiche auf Lager)  und  so entsteht eine besondere Freundschaft zwischen den drei Tieren. Die Songs im Hörbuch sind große Klasse und machen es zu etwas Besonderem. Dem Mäuserich hat es sehr gefallen.


Ich wünsche euch zauberhafte Sommerferien. Hier geht´s weiter, wenn wir aus Dänemark zurück sind…Habt es schön bis dahin!

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P.S.:  4 der hier vorgestellten Bücher habe ich als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen (Die Gäng vom Dach, Katze und Maus, Fische, Fische überall und Pizza für Elfrida). Aber ich habe mir selbst ausgesucht, welche Bücher ich in diesem Zusammenhang gerne lesen und rezensieren möchte. Trotzdem bedanke ich mich natürlich ganz herzlich für die Bücher vor allem beim Talisa-Kinderbuch-Verlag und dass meinen Wünschen bei der Auswahl entsprochen wurde. Alle übrigen Bücher habe ich mir selbst gekauft. Dennoch gilt auch hier, wenn ich Produkte, Marken, Menschen oder Orte auf meinem Martamam-Blog nenne, empfehle oder gar beschwärme, mache ich das aus eigener Überzeugung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl auf dem Martamam-Blog.

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