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Juli und August 2018 (und was sie ganz schön gemacht hat)

Monatsrückblick Juli August 2018 / Martamam-Blog

So waren der Juli und der August:

Erst ein großes Luftanhalten. Und dann ein langsames bewusstes Ausatmen. Es hat sich so viel bewegt in mir in den letzten Wochen. Ich weiß noch nicht genau wohin und ob das jetzt so gut ist. Aber ich spüre, das ist ein Prozess und der führt mich gerade ganz, ganz nah an mich und meine Gefühle heran. Aus reiner Ratlosigkeit habe ich im Urlaub begonnen zu meditieren. Weil sich in mir so viel aufgestaut hatte, das irgendwohin wollte, und weil das nicht immer nur gegenwärtige sondern auch ganz schöne alte Themen in mir waren. Wie kann es eigentlich sein, dass einen 35 Jahre alte Geschichten mit solch einer Wucht einholen können, dass es in einem auf einmal ganz wackelig zugeht?

Wir haben uns ein wenig Dänemark und Schweden angesehen. Vor allem das Meer, und den Dom in Roskilde, zweimal Kopenhagen, dreimal Göteborg, die Schären und Häfen, und immer wieder das Meer. Letzteres von verschiedenen Seiten also. Wir waren bummeln, spazieren und sind über Felsen geklettert. Wir haben Muscheln, Krabben und Garnelen gefangen, auch ein paar Seesterne bestaunt und alle wieder frei gelassen. Einmal waren wir im Universeum in Göteborg und sind dort durch den Regenwald gelaufen. Doch die meiste Zeit haben wir am Strand oder im Ferienhaus gesessen, gelesen, ein bisschen geredet, ganz viel geschwiegen, gemalt, geschaukelt, die Füße ins Meer oder in den weißen Sand gesteckt. Zwischendrin waren wir auch im Akvarellmuseet in Skärhamn mit einem Wahnsinnsblick aufs Meer und auf die Felsen drumherum. Und diesen wunderschönen Ausblick vor Augen durften wir auch selbst etwas malen. Wir haben uns also hingesetzt, Farben in Paletten angemischt und ausprobiert, wohin die Aquarellfarben so fließen, wenn man sie lässt. Und wir haben herausgefunden, dass wir mit drei Grundfarben nahezu alle Farbtöne mischen können. Wir waren sogar ein paar Tage später noch einmal dort, einfach nur um Kaffee zu trinken und um zu malen.

Genau das habe ich gebraucht. Bilder gucken, Wasser gucken und ein bisschen kreativ sein. Und wenn ich ganz und gar alleine sein wollte, dann bin ich zum Yachthafen hinunter gelaufen, habe mich dort auf eine Bank gesetzt, den Booten beim Schaukeln und dem Wasser beim Kräuseln zugesehen, das Gesicht in die Sonne gehalten und mir den Wind durch die Haare wehen lassen, während die Schiffsmasten dieses vertraute Kling, Kling machten.

Irgendwie waren wir in diesem Urlaub total planlos, was okay war. Eine verdammt schöne Aussicht auf der kleinen Felsenterasse hinter unserem Ferienhaus, heißer Kaffee, eine Schüssel mit salzigen Chips, Zimtschnecken, eine nachmittägliche Auszeit am Meer, Aufbackbrötchen und Pfirsichmarmelade, ein Rasen zum Fußballspielen und ganz viele Bücher. Mehr wollte zwischenzeitlich keiner von uns.

Was mir gute Laune gemacht hat:

An diesem so unglaublich schönen Meer zu sitzen. Immer wieder. Bei jedem Wetter und mit diesen ganzen verschiedenen Blautönen im Wasser und am Himmel. Sonnenuntergänge ganz alleine oder mit der Familie und unseren Freunden bestaunen. Mit der Maus im Meer schwimmen und die Minimaus gefühlte 100 Mal auf dem Arm gerade so weit ins Meer tragen, dass ihre Füße das Wasser berühren, und dann gaaaaaanz schnell wieder hinaus. Mit dem Mäuserich nach Krabben Ausschau halten und Steine über das Wasser hüpfen lassen. Gemeinsam mit unseren Freunden am Tisch sitzen und von meiner Freundin selbst gekochte, typisch chinesische Gerichte kennen lernen. Den Strand entlang laufen, gehen, suchen, einen Stein aufheben, dann auch eine handvoll Schneckenhäuser und Muscheln, weiter gucken, etwas aufheben, wieder ein Stück gehen. In der Sonne sitzen, den Kindern beim Spielen zusehen. Ein Buch lesen. Am Strand sitzen und meditieren. Abends in der Dämmerung dann im Garten durchatmen.

Und sonst so:

Viel Herzgefühle: Ein Abschied von der Kita (für den Mäuserich), die Einschulung und die ersten Schulwochen, ein Neubeginn in der weiterführenden Schule (Maus), das erste Mal in der Kita ohne den großen Bruder (Minimaus). Lauter neue Gegebenheiten, fremde Menschen, ungewohnte Eindrücke, kleine und größere Ängste. Es war alles nicht so leicht. Da bleibt gerade das Gefühl, große Schritte gegangen zu sein und noch nicht ganz angekommen zu sein. Aber auch das wird sich in den nächsten Wochen ändern und dann kommen wir alle wieder an. Ganz langsam fühlt sich der neue Schulalltag wie unser Alltag an. Und ich atme ein wenig durch und reibe mir die Augen. Wie schnell das plötzlich alles ging…

Angeschaut:

Nichts… Ganz ehrlich. Ich habe seit Wochen nur gelesen, gelesen und gelesen. Welche Bücher mit im Urlaub waren, habe ich dir hier aufgeschrieben.

Eingekauft:

Aus dem Urlaub habe ich mir ein paar Lieblingsdinge mitgebracht. An dem einen Tage ganz für mich alleine in Roskilde habe ich einen kleinen Laden entdeckt, den ich am liebsten leer gekauft hätte. Am Ende wurden es „nur“ ein paar Ohrringe (diese hier sind ein wenig ähnlich) und ein luftiges Hemdblusenkleid mit hellblauen Streifen (das hier trifft es nicht so ganz aber fast), weil der Sommer in diesem Jahr genauso war, dass ich auch mal etwas ganz Leichtes tragen mochte. In Kopenhagen dann habe ich noch ein Kleid bei Saint Tropez gefunden, aber eher für kühlere Tage. Ich habe es erst einmal anprobiert, dann doch nicht mitgenommen und es schon eine halbe Stunde später bereut. Da war der Laden plötzlich zu und wir hatten nicht vor, noch einmal nach Kopenhagen zu fahren. Also habe ich es mir online bestellt, was zwar teurer war, aber jetzt habe ich das Kleid (ich finde es jetzt online nicht mehr, aber das hier ist so ähnlich) zu Hause und freue mich ein Loch in den Bauch. Und an dem Skagen-Store kam ich auch nicht vorbei, da gab es noch einmal Ohrringe, die ich jetzt andauernd trage. Aus Schweden habe ich mir einen Druck aus dem Museumsshop des Akvarellmuseet in Skärhamn mitgebracht. Der erinnert mich an unseren wunderschönen Ausflug.

Gemalt:

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das einmal vermissen würde. Aber Schweden hat mich daran erinnert, dass ich in meiner Jugend so irre viel und gern gemalt habe. Mit Farben, von Aquarell bis Acryl, in breiten, großzügigen Pinselstrichen auf Leinwand oder auf Seide mit diesen feinen, kleinen Pinseln, die so exakte Linien zaubern können. Das will ich demnächst wieder viel mehr tun, zu einem Wochenendworkshop im Atelier bin ich nun schon angemeldet.

Nachgedacht:

Ich habe so viele Fragen aus dem Urlaub mitgebracht: Wie schaffen ich es, meinen Alltag so zu leben, dass ich mich darin selbst noch spüre, dass ich dieses Gefühl von Nähe zu mir selbst und zu den anderen nicht wieder verliere. Ich schleppe diese Fragen ja schon länger mit mir herum, aber dieses Mal war ich im Urlaub auf einmal so ganz bei mir. Aus dieser inneren Ausgeglichenheit heraus habe ich alles andere um mich herum viel intensiver sehen können. Das fühlte sich zwar nicht alles einfach aber doch ganz klar an. Vielleicht schreibe ich in den nächsten Wochen noch mehr darüber – ich würde wirklich gerne wissen, wie das bei dir im Alltag so ist. Das mit dem sich selbst nah sein. Nachgedacht habe ich auch darüber, welche neuen Routinen meinem Leben gut tun würden. Und schon ein paar aus dem Urlaub mit in den Alltag genommen.


Und wie war dein Sommer?

 

Genieße den Tag / Martamam-Blog

P.S.

Disclaimer: Aufgrund der Nennung von Produkten und Marken kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt auch hier, wenn ich Produkte, Marken, Menschen oder Orte auf meinem Martamam-Blog nenne, empfehle oder gar beschwärme, mache ich das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl auf dem Martamam-Blog. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Jede bezahlte Kooperation werde ich immer ganz eindeutig als solche kennzeichnen.

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