Mehr lieben Monatsrückblick

Januar 2019 (und was ihn samtgrau gemacht hat)

Wie war der Januar für mich:

So dunkel, dass ich gar nicht richtig darüber schreiben will. Kann man das Jahr einfach noch einmal beginnen? Vor zwei Jahren gab es einen tieferen Einschnitt rund um den April. Da hatte ich eine Krise hinter mir. Nicht dass dann sofort alles gut gewesen wäre, aber damals begann sich etwas zu verändern. Das war auch ein Anfang. Also, was soll´s? Ich fange diess Jahr später im April nochmal an und lasse mir bis dahin Zeit damit, herauszukommen aus dem Grau (vielleicht wird es bald auch ein Samtgrau, dann ist es wenigstens kuschelig), der Nebelblässe, dem Nieselregen, dem Vorwurf, in dem ich manchmal feststecke, irgendwie auch dem Selbstmitleid. Weil der Mäusepapa wegen einer heftigen Grippe 6 Tage in die Klinik musste, weil er sowieso gefühlt immer mal wieder länger von uns getrennt ist und ich mich dann ganz schön verlassen fühle. Und auch wenn er so gar nichts dafür kann und ich auch nicht mit ihm tauschen wollte, fühlt sich das dann schwer an. Und dieses Gefühl geht gerade nicht weg.

Etwas Richtiges hatte der verkorkste Monat aber doch: Ich übe in einer Gruppe die Metta-Meditation. Ich atme bewusst ein und aus, spreche die dazugehörigen Sätze und fühle nach, was ich für mich selbst tun kann. Nach ein paar Terminen fand ich es immer noch nicht überraschend, dass mir die Metta-Sätze für Andere so schwer fallen. Mein Akku ist mal wieder so leer, dass es gerade nur für mich reicht. Dabei sehne ich mich danach, mal wieder richtig satt zu sein, innerlich aufgetankt, so dass ich etwas aus dem Überfluss heraus zu geben habe.

Und deshalb will ich es dieses Jahr mal wieder bewusst anders handhaben: Einfach viele kleine Dinge im Alltag für mich tun. Ohne große Ziele oder Projekte. Mich ganz oft ausruhen und mir das Leben leicht machen. Dazu gehört nicht, dass ich nichts Neues mehr ausprobiere. Aber, dass ich aufhöre zu erwarten, dass alles sofort einen Sinn ergibt oder dass ich mir immer gleich klar darüber bin, was ich so will oder was zu tun ist. Eher so nach dem Motto: Einen kleinen Schritt nach dem nächsten. Manchmal eben auch nur so dahingestolpert. Hauptsache bewusst atmen. In mich hineinlauschen. Pausen machen. Langsam sein. Was schreiben.  Was zeichnen. Noch mehr lesen. Mich treiben lassen. Öfter Nein sagen zu anderen. Zu mir selbst Ja sagen. Einmal am Tag warm essen. Ab und zu etwas Süßes für die Seele. Und an den Wochenenden neue Rezepte ausprobieren. Immer mal wieder. Zu zweit wegfahren. Alleine wegfahren. Meine Metta-Sätze sprechen. Bis ich mich wieder erfüllt und ganz fühle. Vielleicht das erste Mal überhaupt in meinem Leben.

 

Schönster Moment:

Als die Minimaus mir abends bei unserem Zubettgehritual sagt: „Mama, ich liebe dich.“ Einfach so. Hachz.

 

Was mir gute Laune gemacht hat:

Unsere Collagenbastelei zu viert. Wobei die Minimaus nur daran interessiert war, Bilder zu zerschneiden, und ich meine Collage öfter mal gegen kleine, klebrige Finger verteidigen musste. Aber der Mäuserich und die Maus haben ganz konzentriert ausgesucht, überlegt, aufgeklebt und ganz viel erzählt dabei. Warum machen wir so etwas nicht öfter zusammen?

Und die Minimaus, die immer mal wieder schimpft: „Meine Haare sind verrutscht!“ und damit meint, dass die Haare sie im Gesicht stören. Dann setze ich ihr eine Mütze auf und sie ist zufrieden.

 

Was wir gerade lesen:

Die „Necke und der Buppelwal“, wohl zum gefühlt tausendsten Mal. Jedenfalls so oft, dass der Mäuserich es neuerdings rezitiert und ich nur noch die Seiten dazu umblättere, während die Minimaus ihre Lieblingsstellen laut mitspricht: „Ich will fort, ich will weg, sagt die kleine Schneck“ und „Auf geht´s und los, die Welt ist groß…“.

Ich selbst bin immer noch bei Charlotte Link. Etwas Anspruchsvolleres geht gerade nicht. Und dann bin ich durch eine Leseempfehlung über Michael (Curse) Kurth Stell dir vor, du wachst auf gestolpert. Weil das Cover nicht so meins ist, hatte ich es bisher immer links liegen lassen. Aber es gefällt mir jetzt doch richtig gut. Jedenfalls der Anfang. Ich bin noch nicht ganz durch damit. (Rapper) Curse, der unter anderem auch mal Psychologie studiert hat, berichtet von seinen Erfahrungen mit Meditation, Achtsamkeit & Co und erzählt darüber, was ihm im Alltag dabei geholfen hat, ausgeglichener und gelassener zu sein. Auch  sein Podcast „Meditation, Coaching & Life” gefällt mir gut.

 

Was ich mir gegönnt habe:

Einen Minidruck von Stephanie DeAngelis; ich mag die Art, wie sie uns Frauen zeichnet. Entdeckt habe ich es auf Instagram (@steph_angelis).


 

Und wie ging es Dir so im Januar? Ist Dein Jahr bisher gut zu Dir?

Genieße den Tag / Martamam-Blog

You Might Also Like

No Comments

    Kommentar verfassen

    Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

    %d Bloggern gefällt das:

    Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

    Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

    Schließen