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Verlag mit Kind? Fragen an Rena von Rundfux – Interviewreihe #2

Dies ist Teil 2 meiner Interview-Reihe „Das irre Ding mit der Vereinbarkeit“.

Ich sollte gleich am Anfang sagen, dass ich mich ein bisschen verliebt habe. Denn das habe ich mich wirklich. Und zwar in die Dinge, die Rena so macht.

Rena ist Grafikerin, Illustratorin, Autorin und Inhaberin von RUNDFUX. Und sie hat mir einen Herzenswunsch erfüllt als sie mir meine Fragen zum Thema Balance und  Muttersein beantwortet hat. Denn sie ist auch Mutter einer kleinen Tochter.

Ich freue mich immer sehr, wenn ich Dinge entdecke, die mit Liebe und Verstand gemacht sind und unsere Welt damit ein kleines wenig besser machen. Renas Trostbuch und auch all ihre anderen Produkte können das, indem sie Nähe schenken, das Herz ansprechen, uns zum Lachen bringen und einen Platz für Erinnerungen schaffen. Freundebücher, Babytagebücher, Schwangerschaftsbegleiter, Poster, Illustrationen und noch viele andere ganz wunderbare Dinge illustriert, gestaltet, entwickelt und zaubert Rena in ihrer MedienAgentur Rundfux.


Hier sind nun also Renas Antworten auf meine Fragen zum „irren Ding mit der Vereinbarkeit„.

Komme gut ins Wochenende!

 

 

 


1) Wie bekommst du das Muttersein, deinen Beruf und andere Projekte unter einen Hut? Was hilft dir beim Ausbalancieren? 

Ich trage gar keinen Hut und deswegen passt auch nix drunter! Ich glaube die Antwort ist das Leben selbst. Manchmal halte ich im größten Stress inne und denke daran, wie gut es mir und meiner Familie eigentlich geht und dass ich diesen Stress überhaupt erleben darf. Das sind ganz tolle Momente, die mich sofort zurück holen.

Ausbalancieren kann ich am Besten beim Illustrieren. Ich setze mich an unseren Tisch, beantworte die typischen „Mama kannst Du mal… „ Fragen und tauche in meine Rena-Welt ein. Ansonsten liebe ich es mit einem guten Buch ins Bett zu gehen und abzuschalten.

 

2) Wie hat das Muttersein deine Prioritäten verändert? Hat es etwas verändert?

Ja! Ganz vorne und Immer und zu jeder Zeit steht meine Tochter. Da ist plötzlich die wichtigste Priorität aufgetaucht und es ist einfach toll. Großartig daran gewöhnen musste ich mich jedoch gar nicht. Irgendwie verlief alles Hand in Hand. Ohne meine Tochter würde es ja auch den Verlag gar nicht geben. Denn alle Bücher sind eigentlich für sie entstanden. Dieser Leit-Gedanke und dieses Gefühl was ich mit Rundfux verbinde, fließt irgendwie immer in meine Arbeit mit ein. Von daher ist mit unserer Tochter eigentlich auch Rundfux Media geboren.

 

3) Welche Grenzen setzt du Dir ganz bewusst seitdem du Kinder hast?

Hmmm Grenzen setze ich glaub ich gar nicht. Auf jeden Fall nicht bewusst, denn sonst wüsste ich ja jetzt eine Antwort 🙂

 

4) Wie gestaltest du deine Woche aus organisatorischer Sicht, damit genügend Zeit für deine Kinder, dich und alles andere bleibt?

Gar nicht. Ich bin eine total miese Planerin. Deswegen habe ich ja auch das Blogbuch entwickelt, damit ich wenigstens meinen Job im Blick habe und natürlich noch alles auf einem Fleck.

Ich plane  ungern meine Woche vorher durch, denn dann entsteht bei mir ein latentes Druckgefühl, was mich irgendwie in meinen Gedanken hemmt.

Wir sind zum Glück alle ziemlich spontan, es sei denn es gibt feste Termine. Diese können aber ja auch von jetzt auf gleich entstehen.

 

5) Wahr oder falsch? Die perfekte Balance gibt es nicht. Oder anders gefragt, was bedeutet für dich die perfekte Balance zwischen Familie und Beruf.

Da ich nicht die Tür zu machen kann, um von der Arbeit abzuschalten wie so viele andere Menschen, läuft Familie und Beruf für mich zwangsläufig zusammen.

Wir sind halt ein Familienunternehmen! Das bedeutet für uns als Familie, dass auch echt jeder mitmachen muss. Jeder muss helfen wo er kann. Von der Oma angefangen bis hin zu der kleinen Maus, die den größten Spaß hat, wenn sie die Adressaufkleber aufkleben darf (Also wer mal ein schiefes Paket bekommen hat, weiß jetzt Bescheid).

Die perfekte Balance funktioniert aber in jedem Fall am Besten mit einem Lächeln bei der Arbeit. Bei uns zu Hause, im Büro und im Studio entstehen Ideen, dort wird diskutiert, die Post gepackt, auch mal geweint, oft gefeiert, telefoniert und ne Menge gemalt und Unsinn gemacht. Wir machen echt alles zusammen!

Selbstverständlich gibt es auch ein paar echt miese Tage, das kennt bestimmt jeder. Dann ist alles schwer und macht grad zwei Minuten keinen Spaß. Dann ist es mir sehr wichtig, dass ich authentisch bin und das auch meiner Tochter sage. Zum Glück sind wir alle keine Miesepeter und auch echt schnell wieder gut drauf. Darüber bin echt froh und auch dankbar.

 

6) Was hättest du gerne gewusst bevor du Mutter wurdest?

Das Schlafen eine totale Seltenheit wird und man irgendwie keine Filme mehr ganz sehen kann… Ansonsten bin ich aber echt froh, dass ich überhaupt keine Ahnung von nix hatte, denn so konnte ich total unvoreingenommen Mama werden. Das war das Beste, was ich machen konnte. Das soll jetzt nicht heissen, das ich mir das dann überlegt hätte. Nein! Aber ich bin einfach auf viele Meinungszüge nicht aufgesprungen, weil das nicht meine Art ist.

 

7) Deine wichtigste Erkenntnis zum Thema Vereinbarkeit?

Entweder man ist Eins oder eben nicht. 😉

 

8) Ein Song, der deine Laune hebt?

Von Mayer Hawthorne – Your easy loving.

 

9) Was gehört zu einem guten Tag?

In jedem Fall ein lautes Lachen.

 

10) Und zu einem guten Abend?

Ein liebes Wort, ein Kuss und ein dicker Drücker.

 

11) Welchen großen Traum würdest du niemals aufgeben? Und welcher Traum ist klitzeklein, würdest du aber ebenso wenig aufgeben wollen?

Oh ich habe viele Träume. Mein großer Traum ist es: (Neben dem, „Gesund“ zu bleiben) Fußabdrücke von meinem Leben auf dieser Erde zu hinterlassen, an die sich vielleicht irgendwann einmal jemand mit einem warmen Gefühl im Bauch und vielleicht auch im Herzen erinnern wird.

Mein kleiner Traum ist es: Meine Flugangst zu besiegen und endlich mal wieder in Urlaub zu fliegen. Möglichst dieses Jahr!

 

Tausend Dank für deine Antworten, liebe Rena!


Hier gehts zum Shop von Rundfux.

Fotos: Die Porträtbilder und auch die Fotos aus dem Shop hat mir Rena zur Verfügung stellt.

Und das Porträt von mir hat Rena illustriert.

 

P.S. Den ersten Teil der Interviewreihe mit Prof. Dr. Thomas Hoeren zum Thema Promotion mit Kind? findest du hier.

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