Das Vereinbaren vereinfachen Mehr sein

Ein paar Gedanken zu „Weniger tun und mehr sein“

Dieser Urlaub am Meer hat mich so richtig, richtig glücklich gemacht. Und ausgeglichen und friedlich. Weil das Meer immer sehr großzügig zu mir ist. Mit seinen Farben, seinem Rauschen, seinem Licht und allem, was ich nicht tun muss oder sollte, hätte, könnte….. Eben weil meine Zeit endlich mal wieder mir gehörte. Sogar wenn wir zu fünft waren, weil wir dann ja auch gemütlich irgendwo im Sand oder auf der Sonnenterrasse oder am Pool herumsaßen. Und weil mir das so gut getan hat, habe ich kurz vor dem Nachhausefahren beschlossen, dieses Meergefühl möglichst lange zu bewahren. Auch wenn mein Mann nicht daran glaubt, dass man so ein Urlaubsgefühl in den Alltag mitnehmen kann. Ich sehe das anders, denn ich kann mich auch jetzt zu Hause noch sehr gut daran erinnern, was mich in der Zeit am Meer so zufrieden gemacht hat.

Da waren diese vielen kleinen Dinge, die ich neu gesehen habe. Zum einen, weil mir außerhalb meiner gewohnten Umgebung vieles natürlich neu war. Zum anderen aber auch, weil ich Zeit hatte, mir einiges genauer anzusehen. Vor allem hatte ich Zeit, mir blöde Gefühle und holprige Gedanken näher anzusehen und mich selbst zu betüddeln, wann immer es nötig war. Oder anders gesagt, ich habe mal nicht so viel getan, sondern mir Zeit genommen zu sein. Was wichtig war und vieles hat klarer werden lassen.

Diese Erkenntnis lässt sich sehr gut in den Alltag mitnehmen. Finde ich.

Während ich es lange Zeit richtig und wichtig fand, so viele Dinge wie möglich zu schaffen, hat mir mein Lebensgefühl in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, dass diese Sichtweise nicht gerade entspannt geschweige denn glücklich macht. Denn es gibt Zeiten im Leben, in denen wir einfach sein müssen. Es gibt Zeiten, in denen es nicht möglich und auch nicht sinnvoll ist, mehr zu tun. Es ist doch wirklich total unsinnig, sich von den Dingen, die man alltäglich so tun muss, ständig (fremd)bestimmen zu lassen (selbst wenn man mag, was man tut und für wen man es tut).

Ohnehin können wir jeden Tag nur unser Bestes geben. An den Tagen, an denen wir müde, erschöpft oder traurig sind, ist dieses Beste eben etwas anderes als an den Tagen, an denen es uns so richtig, richtig gut geht und wir vor Energie nur so strotzen. Und doch ist es immer unser BESTES.

Statt mir also an den Allesdooftagen zu sagen, dass ich viel zu wenig auf die Reihe bekommen habe und eine miese Mutter/Ehefrau/Freundin/Juristin etc. bin, versuche ich mit mir selbst so aufmerksam umzugehen wie mit einer guten Freundin. Dann gönne ich mir einen besonders leckeren Kaffee. Oder ein Eis. Oder einen Strauß frischer Blumen.

Das bedeutet auch, ich nehme mir spontan Zeit für mich (auch dann oder gerade dann, wenn ich eigentlich keine Zeit dafür habe) und setze mich einen Vormittag lang in ein Café, gehe eine riesengroße Runde spazieren oder meditiere, um mich durchzusortieren. Ich versuche also, mit allem zu sein, was da so in mir los ist.

Und ich krame meine 10 Affirmationen wieder heraus, die ich im Laufe der letzten Monate als kleine Alltagsweisheiten für mich entdeckt habe und die mich daran erinnern, dass weniger zu tun und mehr zu sein wertvoll, kraftvoll und notwendig ist, um ein ausgeglichenes Leben zu führen. Vielleicht helfen sie auch dir?!


10 AFFIRMATIONEN, DIE DABEI HELFEN,
WENIGER ZU VEREINBAREN UND MEHR ZU LEBEN.

1. Vereinbarkeit braucht Freiräume und
keinen strafferen Zeitplan.

2. Wenn ich weniger vereinbare, bedeutet
das mehr Freiraum für das, was wirklich zählt.

3. Ich darf die Mutter sein, die ich bin.

4. Kleine Schritte haben große Wirkung.

5. Pausen sind wertvolle Zeit, auch wenn
äußerlich nichts geschieht.

6. Ich darf noch glücklicher sein wollen.

7. Ich muss nicht jeder sein. Ich muss „nur“ ich sein.

8. Der Weg ist nur dann der richtige, wenn ich mich
dabei reich und erfüllt fühle.

9. Vereinbarkeit ist ein Prozess.

10. Weniger vereinbaren wollen
lässt mich mehr ICH sein.


(Ich habe auch eine Printversion erstellt, so dass du sie dir ausdrucken kannst, wenn du magst.)

WENIGER VEREINBAREN MEHR LEBEN Experiment


Was sagst du zu dir selbst, wenn du dich überlastet fühlst? Welche Affirmationen hast du für dich gefunden? Schreibe mir gerne in die Kommentar, ich bin neugierig!

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