Familienleben
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Gedanken lesen

 

Meine Omi ist krank, sie sitzt da in ihrem Dorf bei Wind und Wetter alleine und fühlt sich nicht gut. Sie dachte, sie habe etwas wirklich, wirklich Ernstes. Deshalb wurde sie auch ganz traurig und fühlte sich noch weniger gut. Warum sie uns das nicht erzählt hat, weiß ich nicht. Das musste erst ihre Schwester uns „verraten“. Meine Mama ist dann sofort losgefahren und hat Omi abgeholt. Sie ist jetzt bei uns, bei meiner Mama genauer gesagt, und wird betüddelt, zum Arzt gebracht und es wir dafür gesorgt, dass sie ihre Medikamente auch nimmt und nicht eigenmächtig absetzt.

Das ist für uns selbstverständlich. Jemand braucht Hilfe und los geht es, und sei es nur, dass man in dieser Jahreszeit nicht alleine irgendwo herumsitzt, in den Regen hinausschaut und auf trübsinnige Gedanken kommt. Das muss doch gar nicht sein. Meine Mama ist oft bei meiner Omi, sie fährt regelmäßig zu ihr und bleibt dann ein paar Tage. Wir kennen unsere Omi ganz gut, aber was wir noch nicht können, ist Gedanken lesen.

Also, meine liebe, süße Omi. Das nächste Mal erzählst Du uns ehrlich, wie es Dir geht. Tapfer sein ist hier fehl am Platz, denn wir brauchen schon auch mal einen Wink von Dir . Wir haben Dich gerne bei uns und wenn Du auch gerne bei uns bist, dann ist doch alles klar.

PS: Meine Omi hat übrigens nichts Schlimmes, wie wir inzwischen wissen. Trotzdem bleibt sie erst einmal eine Weile und ich wünsche gute Besserung.

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