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Februar und März 2019 (und was sie schön gemacht hat)

Martamam-Blog / Monatsrückblick

Wie waren der Februar und März für mich:

Irgendwie ganz schön. Die meiste Zeit. Weil ich mich wieder mehr bei mir gefühlt habe, weil ich diesen Illustrationskurs begonnen habe, weil ich wieder ein paar kleine Pläne geschmiedet habe und weil ich auch ansonsten das Gefühl hatte, dass alles gut ist. Dazu beigetragen hat wohl auch, dass wir die Schulferien am Meer verbracht haben. Der Alltag hatte also kaum eine Chance zu nerven und war auch nach dem Urlaub einfach nur unser Alltag. Und ich mittendrin mit meinem neuen Spleen, Collagen zu basteln und Illustrieren zu lernen.

Ich habe auch ein paar Kleinigkeiten geändert, wie zum Beispiel wieder regelmäßiger zu meditieren, abends den Podcast von Laura Malina Seiler oder Curse zu hören, mich immer mal wieder bewusst mit dem Thema Selbstfürsorge und Selbstliebe zu beschäftigen. Wie schnell ich doch in den alten Modus rutsche, wenn ich nicht aufpasse. Aber es wird. Die letzten Wochen lief alles ein bisschen runder. Das Meer und die Sonne haben natürlich dabei geholfen. Und dass wir so am Strand herumgestromert sind, Schätze eingesammelt, Füße gebadet und Seeigel bewundert haben. Alles ohne Jacke.


Was mir gute Laune gemacht hat:

Das Licht am Meer. Meine ersten Collagen und Zeichnungen. Alles noch nicht so, wie ich es gerne hätte, aber das ist auch total egal. Es macht Spaß. Morgens ist es endlich wieder hell. Und wir waren schwimmen. Erst wollte ich die Minimaus mit dem Papa plantschen lassen, dann hatte der aber keine Badehose und auch keine Lust und letztlich war ich dann mit drei Kindern im Pool. Der mir meistens viel zu kalt war, aber was macht man nicht alles….Der Mäusepapa hat vom Rand aus ein Auge auf uns gehabt. Die Maus hat lange Tauchstrecken geübt und ich habe die Minimaus quietschend durchs Wasser gezogen. Wie toll sie das fand. Das ging richtig gut. Und der Mäuserich hat erst zwei Schwimmnudeln, dann eine und zum Schluss gar keine mehr gebraucht. Am Ende der Ferien konnte er schwimmen und ich war irre stolz. Auf ihn. Und auch auf mich.

Hachz. Das Meer. Diese tausend Schattierungen Blau und Grün. Der milde Wind. Die Wärme. Die veralberten Gespräche, der Weißwein am Abend. Zum Frühstück Schokoladendonuts und zum Mittagessen Fleischbällchen. Manchmal zum Abendessen beides nochmal. Dieses endlos zusammen sein können (aber nicht müssen). Und das irgendwann die Zeit loslassen.

Dann noch: Die Entdeckung der Minimaus, dass die Sonne jeden Tag auf und wieder unter geht.  Wie sie jeden Morgen und Abend an der Terrassentür steht und feststellt: „Jetzt ist sie wieder unten“, „Jetzt ist sie wieder oben“. Überhaupt meine drei Kinder, die gerade jedes auf seine Art älter und größer werden. Der Mäuserich mit den Hosen und Shirts, die plötzlich zu kurz sind, und mit dem Gefühl für sich selbst, mit dem er auch einschätzen konnte, wann er bereit ist, ohne Hilfe alleine zu schwimmen. Mit dem er auch Sätze sagen kann wie: „Ich muss erst noch zu Ende weinen, damit das traurige Gefühl weg kann.“ Und die Maus mit den Dingen, über die sie nachdenkt und reden will. Und die Minimaus, die auf einmal so viel spricht wie noch nie und am Abendbrottisch im wildesten Durcheinanderreden plötzlich ruft: „Ich will auch was sagen“. Und mit ihrer eigenen Ordnung, die sie so vehement einfordert: erst die Hose, dann das Shirt. Oder erst die Jacke, dann die Mütze. Jeder muss beim Essen ein Glas haben und keiner darf beim Spazierengehen zu lange alleine sein. Dass sie neuerdings ab und zu verkündet, „Milan Motsch“ zu sein, und uns als „Milan Motsch“ jedem mit dem Finger in die Augen pickt, ganz laut schreit und sich dann darüber schlapp lacht. Wie sie mit mir flüstert, wenn wir beide ein Geheimnis haben. Nur wir beide. Nicht der Mäuserich, nicht die Maus und nicht der Papa. Nur Mama und Minimaus. Und wie verschwörerisch sie mir dann in die  Augen sieht, dass mein Herz ganz breit grinst.

Größte Glücksmomente:

Die Minimaus flüstert mir ins Ohr: „Ich mag dich gerne gut!“.  Und der Mäuserich macht seine ersten Schwimmzüge alleine und drückt mich danach ganz fest vor Freude, weil ich mit ihm so lange geübt habe bis es klappte.  Und die Maus schreibt im Mathetest eine 1, für den sie ganz allein gelernt hat.

Was wir gelesen haben:

Ich habe im Urlaub nicht viel gelesen. Nur immer wieder die kleinen und großen Weisheiten von Cheryl Strayed in ihrem Buch Du bist der Weg und das Ziel. Und die Anleitungen von Hollie Chastain für Papiercollagen in ihrem Buch „schneiden, kleben, collagieren“. (Sie hat auch einen wunderschönen Instagram-Account @holliechastain). Abends war ich immer ziemlich platt oder ich habe viel lieber ein Glas Wein getrunken und geschnippelt und meine Collagen geklebt. Für die Mäuse hatte ich den zweiten Band von „Max und die wilde 7“ (Lisa-Marie Dickreiter) dabei – das habe ich vor dem Urlaub noch in der Buchhandlung entdeckt und schon der erste Band hatte uns so gut gefallen. Die Minimaus hatte sich im Museumsshop in Palma das Buch Si dices von Delphine Chedru ausgesucht. Auf Deutsch habe ich noch kein Bilderbuch von ihr gefunden. Aber auf Englisch gibt es z.B. „how many kisses?“  oder „who´s the biggest?“. Beide genauso toll illustriert. Wir haben es dann jeden Abend und auch auf dem Rückflug durchgeblättert. Zwar konnten wir es nicht wirklich lesen (alles auf Spanisch – na klar), aber zum Ansehen und Darüberreden ist es wunderschön.

Für die Minimaus habe ich auch „Die kleine Hexe hat Geburtstag“ von Live Baeten aus unserem  Bücherregal gezogen und mich beim Vorlesen daran erinnert, wie sehr ich die Bücher von Lieve Baeten mit ihrer Hexe Lisbeth mag.

Was wir gesehen haben:

Den Kinofilm „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“ mit dem Mäuserich und der Maus. Auf der Suche nach dem größten Geheimnis unseres Planeten reist Tobi zu einem feuerspeienden Vulkan, taucht hinab in den Pazifik, besucht Forscher in der Arktis und landet am Ende in Indien, wo er das Rätsel schließlich löst. Ich war so was von begeistert. Und hatte danach so richtig, richtig Fernweh. Hast Du ihn auch schon gesehen?

Was ich mir gegönnt habe:

Ein Tuch von Natura. Das ich mir kurz vor dem Rückflug noch am Flughafen gekauft habe. Um das Urlaubs-Frühlingsgefühl noch ein wenig festzuhalten.


Und wie waren die letzten beiden Monate für Dich so?

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P.S.: Die im Beitrag vorgestellten Bücher und Produkte habe ich selbst erworben. Auch hier gilt, wenn ich Produkte, Marken, Menschen oder Orte auf meinem Martamam-Blog nenne, empfehle oder gar beschwärme, mache ich das aus eigener Überzeugung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl auf dem Martamam-Blog.

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2 Comments

  • Reply
    missbetty_ ❤
    1. April 2019 at 9:18

    Ohhh…. „Ich muss erst noch zu Ende weinen, damit das traurige Gefühl weg kann.“ ♥ wie schön ist das denn? Überhaupt der ganze Absatz ist wundervoll und klingt wirklich nach super tollen Glücksmomenten. Aber diese Aussage deines Sohnes ist wirklich herzallerliebst und soooo richtig. ♥

    • Reply
      Manuela
      1. April 2019 at 9:32

      Ich danke Dir. 🙂

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