Mehr lieben Monatsrückblick

Februar 2018 (und was ihn zeitlos gemacht hat)

Wie die letzten Wochen waren:

Durch den Februar bin ich irgendwie hindurch gefallen. Ja, schon, Natürlich war ich da, irgendwann zwischen dem Januar und dem März. Aber es war schon Mitte Februar bis ich erst so richtig begriffen habe, dass ich ja bald Geburtstag habe und schwupps war auch alles schon wieder vorbei. Und jetzt sitze ich hier also bereits im März und will aufschreiben, was im Februar so war? Puh.

Ich denke, ich habe den Alltag gespürt. So kann man das wohl am besten beschreiben. Ich habe ihn dieses Mal hartnäckiger und kühler empfunden als sonst. Ich habe gearbeitet, organisiert, kaum Luft geholt und gleichzeitig versucht, mich ein bisschen vor der Welt zu verstecken. Und achtsam zu sein. Achtsam unter Anleitung. Ein ganz neues Gefühl. Es ist mir nicht gut gelungen. Der Februar war irgendwie nicht dafür gemacht.

Nach meinem Geburtstag wollte ich mir etwas von dem Geburtstagsgefühl aufheben. Sich so ein wenig konfettibunt sehen und innerlich ein wenig narrenfrei sein. Sich Zeit fürs „Sinnlosen“ nehmen. Genau einen Tag lang habe ich es geschafft, dann war das Gefühl schon wieder weg.

Da waren so ein paar Dinge zu erledigen: Wann war noch der Elternabend? Denkst du an den KFO-Termin? Wollten wir die Kisten nicht abholen lassen?

Irgendwie ist gar nicht so viel passiert und trotzdem waren wir schwer beschäftigt, vor allem mit dem Elternsein. Und eigentlich hätten wir mal eine kleine oder auch eine große Pause gebraucht. Einfach mal die Zeit anhalten und sehen, wo jeder von uns gerade so steht. Manchmal hilft es dann, nicht viel zu reden, nicht im selben Zimmer zu sein oder zwar im selben Zimmer zu sein, aber jeder lesend in seiner Sofacke. Manchmal hilft dann auch wieder reden – erst über alles und nichts, damit die Worte nicht so rennen, und ein paar Tage später über das, was uns so beschäftigt.

Es gab auch die Tage, an denen hat nichts geholfen. So winterdunkle, kalte Montage, alleingefühlte, nasse Mittwoche und stille, uninteressante Freitage. An den Tagen habe ich versucht, mich daran zu erinnern, wie die Sonne im Frühling ist, wie es ist, wenn das Leben wieder leichter funktioniert, wie ich bin, wenn ich ganz bei mir bin.

Und ich habe ganz viel nicht getan. Das klingt merkwürdig, aber es war gut. Denn dieses Nichtstun hatte etwas mit Loslassen, Vertrauen und Ruhigwerden zu tun. Im Januar war ich noch so plänevoll. In diesem Monat fehlte irgendwie die Energie. Die brauchte ich für das zu mir zurück kommen und für das Verstehen.

Aber wir haben auch Karten gespielt, ich war mit Maus und Mäuserich im Theater, später auch noch einen Abend mit dem Mäusepapa. Wir haben geburtstagsgefrühstückt, Höhlen gebaut und  Schiffe versenkt, wir haben uns umarmt, uns gegenseitig einen Tee gekocht, Filme geguckt.

 Mein schönster Moment:  

Da war dieser eine Augenblick, in dem ich etwas verstanden habe, dass mir bis dahin so unklar war. Er war nicht leicht und fluffig, dieser Moment, aber er war so richtig wichtig.

Wir zu fünft mit Sonne und Wind an der Elbe. Einfach so, die Minimaus auf meinem Arm, der Mäusepapa mit Maus und Mäuserich ein ganzes Stück am Strand voraus. Am Ufer stand so ein zerzauster Baum, der sich zum Meer hinüberlehnte. Die Sonne scheint uns ins Gesicht, einmal tief durchatmen, dann nach Hause fahren, Kaffee kochen und Nudeln essen.

Geschafft:

Eine Sache habe ich dann zum Glück doch noch ganz gut hinbekommen. Das WENIGER VEREINBAREN, MEHR LEBEN – Experiment ist fertig gestellt. Es kann nun also am 12. März starten. Ich freue mich über alle, die dabei sein werden, und bin schon irre gespannt.

Ansonsten möchte ich mir im März mehr Zeit lassen. Auch mit dem Beiträge schreiben, dem WIR sein und allem, was mir gerade gut tut.

Sonst so:

Und dann waren da noch ein paar Dinge, die den Februar schön gemacht haben, und für die ich dankbar bin:

  • Meine Geburtstagsgeschenke: Das Ellipslux von Sabrina Dehoff,  das ich mir gewünscht hatte; das Buch „Still“ von Susan Cain, das ich mir selbst geschenkt habe; ein selbstmodelliertes Tonherz von der Maus; einen Brieföffner (vom Mäuserich aus Holz geschnitzt) und ein großes, buntes Herz aus Papier (auch vom Mäuserich); von meiner Mama ein paar schlichte weiße Teller, weil davon immer zu wenig im Küchenschrank sind; von meiner Schwester eine kleine Keramikfliese mit dem Spruch: „I like you more than I like ice creams„, wirklich schön; und solche schwarzen Aufkleber, auf die man mit Kreide schreiben kann, die hat sie mir auch noch geschickt und von der Minimaus gab es ganz viele Umarmungen „Mama schusche„.
  • Das Konfetti, über das ich vor dem Eingang zu meinem Büro manchmal hinwegsteigen muss, weil gerade jemand eine Prüfung bestanden hat, und das manchmal golden, bunt oder lila ist. Manchmal liegen da auch silberne Papierstreifen und rote Herzen.
  • Meine Schachtel Oreo-Kekse, die ich versteckt habe, damit ich sie auch wirklich alleine essen kann.
  • Frisch aufgebackene Brötchen mit ganz dick Nutella drauf und einem heißen Kaffee.
  • Eine Stunde im Buchladen, Bücher Probe lesen und dabei auf die Alster gucken.
  • Die Serie Mozart in the Jungle“, die ich nochmal gesehen habe (und immer noch klasse finde) und dann gleich die neue Staffel hinterher. Hier ist der Trailer zur 4. Staffel.

 

  • Diese beiden Kinderbücher

Julian Wolf / Lila Winkelbaum KinderbuchLila Winkelbaum und das Geheimnis der Zeituhr“ von Julian Wolf (ePubli, € 4,99). Julian hat mir sein Kinderbuch als Druckexemplar übersandt und ich habe es jetzt mit Maus und Mäuserich (vor-)gelesen. Ich mochte als Kind ganz besonders die Abenteuer- und Detektivgeschichten und dieses Buch hat es mir angetan. Es ist eine Mischung aus Detektiv- und Fantasygeschichte, denn Lila erhält Besuch aus der 5. Dimension. Kleine Wesen, die ihr bei der Aufklärung eines Diebstahls helfen. Gestohlen wurde ein wertvolles Ausstellungsstück aus dem Museum: eine ägyptische Sonnenuhr, mit deren Hilfe man durch die Zeit reisen kann. Lila stürzt sich ins Abenteuer und will mit ihrer Freundin Jane den Fall lösen. Zum Mitfiebern, lachen und (leider) so gar nicht zum Einschlafen. Lach. Dafür aber zauberhaft und lesenswert.

Steve Parker Kinderbuch / Martamam-Blog
Und „Tagebuch einer Ameise“ von Steve Parker (Verlag, €) … Das Buch stammt aus dem Bestand der Oma und seitdem  der Mäuserich weiß, wie stark eine Ameise ist – sie kann das 10fache ihres Körpergewichts tragen, müssen wir es immer wieder lesen. Der Mäuserich will jetzt eine Arbeiterin werden, weil die so viel erleben und schaffen: Sie umsorgen die Ameisenkinder, halten Ordnung, wehren Angreifer ab und lassen sich auch von Katastropen wie Regen und Sturzbächen nicht entmutigen. Sie bauen nach einem Einsturz sogar das Ameisennest wieder auf und retten der Königin das Leben. Das ist doch unglaublich, oder?

 

  • Weil meine Haut jetzt im Winter besonders trocken und gereizt ist, habe ich mir in der Apotheke das Intensivserum ROSALIAC AR INTENSE von La Roche-Posay gekauft. Das war eine gute Idee, die ist nämlich fantatsisch, mein Haut hat sich sofort entspannt.
  • Dieser Pullover, der so unglaublich kuschelig ist und der mich mit seiner Farbe aus dem Wintertief holen kann.
  • Diese kleine Storie über Sätze, die eine Mutter ihren Kindern mit ins Leben gegeben hat. Das hat mich berührt.

 

Wie war dein Februar? Bist du gut in den März gekommen?

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