Mehr lieben Monatsrückblick

Ein Rückblick und ein paar Fragen an das Jahr 2019

2019 war das Jahr, in dem ich ganz, ganz oft das Gefühl hatte, meinem Leben nicht mehr hinterher zu rennen, sondern es zu leben. 2019 war das Jahr, das mir Matcha-Soya, „The Work“ und Ayurveda gebracht hat. Und ein großes Stück Frieden auf meiner inneren Landkarte, das vorher so noch nicht da war. 2019 war das Jahr, in dem sich die leichten Momente sehr leicht angefühlt haben und die schweren Momente nicht mehr wirklich schwer. Ich bin jedenfalls viel schneller aus meinen Löchern wieder herausgekommen und hatte dabei immer beide Füße fest auf dem Boden.

2019 war das Jahr, in dem mir allmählich die Worte ausgingen, weil ich beschlossen hatte, nicht mehr so viel im Außen sondern mehr in meinem Inneren zu sein. Merkwürdigerweise hat das auch dafür gesorgt, dass mein Mitteilungsbedürfnis nachließ und ich gar nicht mehr so viel reden wollte. Auch nicht mehr schreiben. Und ab und zu war da auch schon der Gedanke, das Bloggen ganz zu beenden. Vielleicht wird 2020 das Jahr, indem ich mich endgültig von meinem Blog verabschiede.

2019 war das Jahr, in dem die Minimaus begann Schachtelsätze zu sprechen und ihre Gedanken ohne Punkt und Komma aneinanderzureihen. Sie hat gelernt auszusprechen, was sie bewegt, und dabei kamen solche Sätze heraus, wie „Mama, ich freue mich, dass Du wieder da bist.“ und „Endlich habe ich es geschafft, jetzt bin ich 5.“. Aber es sind immer noch ein paar lustige Worte geblieben wie „Tuscheln“ (Kuscheln) und „JuckJuck“ (Joghurt). 2019 war das Jahr, in dem wir den Sommer wieder am Meer verbracht haben und nicht genug davon bekamen. Und das Jahr, in dem ich festgestellt habe, dass wir nicht immer voneinander wissen können, was wir gerade so wollen und brauchen, auch wenn wir uns schon so so lange kennen. Und dass wir weniger reden und mehr gemeinsam erleben sollten, und dann doch auch wieder reden. Aber eben nur dann, wenn jeder von sich weiß, was er sagen will.

2019 war das Jahr, in dem ich mir neue Laufschuhe gekauft und wieder mit dem Laufen begonnen habe. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mit dem Laufen so vermisst habe, aber ich mag es. Sehr sogar.

2019 war das Jahr, in dem mir noch klarer geworden ist, dass ich gegen meine inneren Schatten nicht anreden sondern nur anfühlen und anlieben kann. 2019 war das Jahr, in dem ich mich in Parks  verknallt habe. Hals über Kopf und mit Lust auf lange Spaziergänge, schneckenschnelles Laufen, Kaffeetrinken auf Parkbänken. Alleine oder alle zusammen, bei jedem Wetter und mit Wiederholung. So oft es geht. 2019 hat mir das Langsamsein beigebracht. Dass immer wieder im Moment bleiben, den Blättern beim Fallen zusehen, den Füßen beim Laufen und meinen Kindern beim Spielen, Kuscheln, Vorlesen, Kindsein.

Keine Ahnung, warum ich das bisher so nicht konnte oder wollte oder dachte, für das Langsamsein hätte ich keine Zeit. Aber ich habe das erste Mal wirklich verstanden, wie das geht und was es mich kostet, allem immer nur hinterherzurennen. 2019 war das Jahr, in dem ich begonnen habe, immer wieder still zu werden und nicht sofort zu entscheiden, was ich als nächstes tun oder sagen will.

2019 war das Jahr, in dem ich festgestellt habe, dass ich kochen mag. Aber nur ayurvedisch oder das, was ich momentan dafür halte. 2019 war ich deshalb auch zum ersten Mal in meinem Leben bei einem Kochkurs. Anschließend habe ich mir geschworen, auch zu Hause viel öfter zu kochen, woran ich mich bis jetzt sogar gehalten habe. 2019 habe ich weniger gelesen. 2019 war das Jahr der Podcasts und der geführten Meditationen. Und das Jahr, in dem ich wirklich verstanden (und auch erlebt) habe, was damit gemeint ist, dass man in seinem Inneren beginnen muss, wenn sich im Außen etwas ändern soll.

Was für ein irres Jahr. Langsam, schnell, spannend, ein bisschen wild, voller Farbe, Musik, Lachen und Schönheit. Oft immer noch anstrengend. Aber insgesamt unbeschwerter als all die Jahre davor. Verrückt. Und bevor ich in drei Wochen eine Glitzergirlande in die Küche hänge, mit meine Lieben Luftschlangen puste, Tischfeuerwerke entzünde und wir so viele Berliner futtern, wie nur irgendwie in uns reinpassen, sind hier exakt 19 Fragen an 2019. Zum Nachsinnen, Gedanken enttüddeln und sich erinnern.

Komme gut ins neue Jahr. Ich hoffe, es bringt dich deinen Wünschen und Träumen näher und sehr viel Liebevolles. Alles Gute für dich.

19 Fragen an 2019

1) Dein schönster Moment in 2019, den du dir aufheben wirst?

2) Welches Aha –Erlebnis hast du in diesem Jahr gehabt?

3) Welchen Gedanken oder welches Gefühl hattest Du in 2019, den/das du vorher noch nie hattest?

4) Was hast Du umgesetzt oder bist den ersten Schritt dahin gegangen?

5) Worauf warst du stolz?

6) Was möchtest Du im nächsten Jahr unbedingt weiter so machen wie Du es in 2019 getan hast?

7) Was möchtest Du auf keinen Fall ins neue Jahr mitnehmen?

8) Wie geht´s deinem Körper?

9) Und deinem Herzen?

10) Wem hast Du in diesem Jahr vergeben – in Bezug auf dich selbst oder andere?

11) Was hätte dir rückblickend betrachtet weniger Kopfzerbrechen machen müssen und tat es dann doch nicht?

12) Wenn Dir ab dem 1. Januar alles gelingen würde, was Du beginnst und was immer du möchtest, was würdest du tun wollen?

13) Wenn du das Jahr 2019 wie deine Wäsche sortieren könntest – auf der einen Seite all den Ärger, die Enttäuschungen, Anstrengungen und Sorgen und auf der anderen Seite all das Schöne, das Lustige, die Freude und Zufriedenheit – wovon wäre mehr da? Oder wäre es gleich viel?

14) Ein Souvenir, das du aus diesem Jahr mitnimmst?

15) Ein Rezept oder Lieblingsessen, dass zu 2019 gehört?

16) Wofür möchtest Du Deinem Jahr 2019 danken?

17) Welchen hinderlichen Glaubenssatz lässt Du in 2019 zurück?

18) Mit welcher Intention gehst Du ins neue Jahr?

19) Mit welchem Satz begrüßt du das neue Jahr?


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