Mehr lieben Monatsrückblick

Dezember 2018 (und was ihn ganz still gemacht hat)

Monatsrückblick / Martamam-Blog

Frohes neues Jahr!

Wie geht´s Dir? Bist Du gut ins Neue Jahr gekommen? Hast Du ein paar Pläne geschmiedet oder lässt Du das Jahr auf Dich zukommen? Ich wünsche Dir auf jeden Fall ein gesundes, friedliches und erfülltes 2019! Hier ist noch ein kleiner Rückblick auf mein Jahresende 2018.

Wie die letzten Wochen waren:

Kurz vor Weihnachten war es stürmisch, zwischendurch auch mal entspannt und dann nochmal hektisch. Weihnachten war es total ruhig. Wie das dann eben so ist (zumindest bei mir): Vor den Feiertagen bin ich sehr unruhig mit einer langen To Do – Liste, die ich schon beim Schreiben nicht leiden kann. Dann beginnen die Ferien und ich frage mich, ob das wirklich alles so sein muss, beschließe NEIN und atme erst einmal tief ein und ganz laaaaange wieder aus. Ich habe die letzten beiden Arbeitstage des Jahres im Homeoffice verbracht und in den Pausen schon immer mal ein Geschenk verpackt. Dabei Kerzen angezündet, Kringel genascht und die Ruhe genossen. Weihnachten haben wir Filme geschaut (zum ersten Mal „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“ und wie immer „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“), Pfannkuchen mit Zimtäpfeln gebacken (das macht bei uns die Maus), den Tannenbaum geschmückt, am Heiligabend das Krippenspiel besucht und auf dem Heimweg am nachtdunklen Himmel nach dem Weihnachtsmann Ausschau gehalten, viele Bilder mit den neuen Stiften gemalt und immer mal wieder kleine Runden um den Esstisch gedreht, auf dem wir Kartoffelsalat und Bockwurst bereit gestellt hatten. Nichts weiter. Herrlich!

Der schönste Tag:

Tatsächlich Heiligabend. Der Vormittag bummelte sich so dahin mit den letzten kleinen Vorbereitungen und war angefüllt mit Vorfreude. Dieses Jahr haben wir uns neue Rituale erfunden und ganz viel an die Oma gedacht, die wir nun an den Feiertagen nicht mehr besuchen können. Nachmittags haben wir uns auf den Weg in die Kirche zum Krippenspiel gemacht und als wir nach einem langen Spaziergang durch die „blaue Stunde“ wieder nach Hause kamen war tatsächlich Weihnachten.

Noch ein Ritual:

Meine kleinen vorweihnachtlichen Meditationen, Kaffeestunden und Tagebuchminuten, die mich ein wenig mehr zu mir selbst bringen, bei denen ich über das Vergangene nachdenken und mir überlegen kann, was ich mir für das Kommende wünsche.

Nachgedacht:

Über all das, was in meinem Leben ist, und all das, was ich mich noch frage und die Freude darüber, dass ich so langsam auch Antworten habe. Und über das Wir, für das ich so dankbar bin.

Gerne angesehen:

Am Liebsten nur Bücher, vor allem aber immer wieder „Hundert“. Und dann hat mich Charlotte Link mit „Die Betrogene“ gekriegt und ich habe das Buch ruckzuck bis zur letzten Seite durchgelesen.

Das ist also noch etwas, das ich an den Weihnachtsferien mag: Endlich Zeit zum Lesen. Ich habe angefangen, meinen Jahreswechselbücherstapel kleiner zu lesen. Den hatte ich dir ja schon vorgestellt. Aber dazu gekommen ist noch „Ein einfaches Leben“ von Min Jin Lee. Ein Familienepos über koreanische Auswanderer in Japan. Es geht dabei um Loyalität und die Suche nach der eigenen Identität. Das Buch hat mir Florian Valerius (sein Instagramaccount: @literarischernerd) geschickt, mit dem ich ein #bookblinddate verabredet habe und der mir damit nun schon das erste Buch ausgesucht hat. Ich freue mich so.

Mit den Kindern habe ich auch ganz viel gelesen: das Bilderbuch „Die Schnecke und der Buckelwal“ , das von der abenteuerlichen Reise einer neugierigen Schnecke und eines Wals erzählt, der ihr die Wunder dieser Welt zeigt. Das wirklich hinreißende Bilderbuch „Der kleine Igel und die große Kuscheldecke“. Über den kleinen Igel gibt es schon mehrere Geschichten von M. Christina Butler, immer mit Seiten zum Fühlen und Anfassen (schau dir das mal an, falls du gerade 2-4-Jährige zu beschenken hast). Und ein ganz tolles, lustiges Buch ist „Der Weihnachtosaurus“ von Tom Fletcher. Zum Kichern komisch, gleichzeitig rührend, natürlich nicht ohne Magie und mit einer großen Portion Kitsch, die aber genau richtig ist und uns beim Lesen ganz viel Spaß gemacht hat.

Geschenkt bekommen:

Meine Mutter hat für mich den Schal des Lebens gestrickt, mein Mann hat mir eine kleine Geldbörse für meine Abendhandtasche geschenkt. Über beides habe ich mich riesig gefreut. Einen Wunsch konnte mir mein Herzensmann beinahe nicht erfüllen, aber er hat es versucht und mich damit sehr gerührt. Das war irgendwie das schönste Geschenk! Und letztlich kam es dann doch noch bei uns an.

Was gerade noch so passiert:

In den Weihnachtsferien habe ich begonnen, mir meine Meditationsecke einzurichten. Es ist noch nicht viel daraus geworden, aber das Regal und die Leinwand für mein Visionboard stehen schon bereit. Erst dachte ich, so ein Visionboard ist doch irgendwie Quark. Aber jetzt mache ich das einfach mal, weil ich mir ja doch vorstellen kann, dass es Spaß macht, und weil ich daran glaube, dass mehr Klarheit beim Wünscheerfüllen hilft. Einfach weil sich der Fokus verändert.

Zum Ende des alten Jahres gab es noch einen Zusammenbruch: In der Silvesternacht hat es unseren Esstisch „dahingerafft“. Ich glaube fast, er hat dem Gewicht all dessen nachgegeben, was wir im letzten Jahr so auf ihm abgeladen hatten. Neben Kaffee, Pfannkuchen und Spaghetti Bolognese auch Köpfe, die auf ihm lagen und da auch mal geweint haben, die Arme, die für eine tröstende Umarmung dazu kamen, die Gedanken und Gefühle, die mit ein paar Gläsern Wein auf ihm abgestellt wurden, viele, viele Hände, die herumwirbelten, strichen, kniffen, sich ballten, nahmen, gaben und sich festhielten, auch mal ein paar müde Füße, etwas seltener ein Hintern, der sich darauf ausgeruht hat, die vielen schweren und leichten Worte, die an ihm geschrieben und gesprochen wurden, und der ein oder andere Kuss, der halb liegend auf ihm endete, ganz zum Schluss der Lautsprecher mit den Songs, die unvorbereitet heftig an vergangene Zeiten erinnerten… und nun wollte er wohl nicht mehr.

Was für ein irres Jahr. Leicht, schwer, noch schwerer, wieder leicht. So viel Blödsinn, Ärger, Enttäuschungen, Anstrengungen und Trauer, aber auch Schönes, Glückliches, Freudiges und Friedliches. Irre, aber auch irre schön. Unser Esstisch hat jetzt einen Strich unter all das gezogen. Ein wenig darf er noch bleiben, mit einem kleinen Notbehelf um noch eine Weile stehen zu können. Aber bald wird er weg sein und dann fangen wir von vorne an und laden unser 2019 auf einen neuen Tisch. Mal sehen, was da alles so darauf kommt.  


Wie waren denn die letzten Wochen für dich?

Genieße den Tag / Martamam-Blog

P.S.: Die im Beitrag vorgestellten Bücher und Produkte habe ich selbst erworben. Auch hier gilt, wenn ich Produkte, Marken, Menschen oder Orte auf meinem Martamam-Blog nenne, empfehle oder gar beschwärme, mache ich das aus eigener Überzeugung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl auf dem Martamam-Blog.

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