Aus unserem Familienleben, Monatsrückblick
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Mai 2017 (und was ihn bunt gemacht hat)

Familienleben Mai 2017

Was so los war
Wir haben im Mai zwei Geburtstage gefeiert. Den 9. Geburtstag der Maus und den 3. Geburtstag meines Blogs. Weil ich so ungern backe – im Gegensatz zu der Maus – wurde ihre Geburtstagstorte eine Eigenkreation aus Kerzen und Coppenrath & Wiese. Die Maus hat die Torte trotzdem geliebt. Dann sind wir ein Wochenende nach Berlin gefahren. Zu meiner kleinen Schwester. Zuerst dachte ich, das wird anstrengend und ich bin noch nicht wieder ganz gesund und deshalb war es irgendwie auch keine gute Idee. Am Ende war es das Beste, was wir fünf im Mai zusammen gemacht haben. Das Schlimmste in diesem Monat war die Krebsdiagnose meiner Freundin. Nach der ich sie am liebsten nicht mehr aus dem Arm gelassen hätte und mir klar wurde, wie wenig ich ihr zu helfen weiß. Wirst Du mir sagen, wenn ich was für Dich tun kann?, habe ich sie deshalb nur gefragt. Und dann haben wir darüber gesprochen, wann ihr wohl die ersten Haare ausfallen werden und ob sie sich vor Beginn der Therapie eine Kurzhaarfrisur schneiden lässt. Nur darüber haben wir geredet und über die kommenden Geburtstagsfeiern unserer Töchter und über den neuen Spielplatz und über die Elster auf der Wiese vor dem Balkon. Über alles, was ganz nah liegt.

Was ich sein und haben möchte
Ach so vieles… Ich möchte mehr ich sein. In meiner Komfortzone sein. Lesen, Tee trinken, schreiben. Überhaupt eine eigene Schreibecke haben. Mit einem Fenster zu dem ganzen Grün vor unserem Haus und zu den Lichtern, die spät abends so hübsch blau und rot und golden an den gegenüberliegenden Balkonen leuchten. Und an der Wand hinter dem Schreibtisch will ich Drucke und Postkarten aufhängen. Und vielleicht stelle ich mir auch einen Sessel daneben und dann möchte ich genau dort in meiner eigenen Ecke sitzen und schreiben und lesen. Das macht mich ruhig und friedlich. Ich möchte viel öfter ruhig und friedlich sein.

Schönster Moment
Als ich mit der Maus nach der Schule Waffeln essen war. Einfach so, nur wir beide. Wir haben Vanilleeis und heiße Kirschen gegessen und uns die selbst gemalten Einladungskarten für ihre Geburtstagsparty angesehen (wir feiern jetzt im Juni nach). Sie hatte für jeden Gast einen Geschenkewunsch dazu geschrieben. Von der Hälfte der Kinder wünscht sie sich ein Kuscheltier. Von der anderen Hälfte Seile, Karabinerhaken, Stickeralben und Harry Potter Teil 3. Von der Minimaus und dem Mäuserich wünscht sie sich: Dein Lachen.

Als ich ein paar Tage später dann bei einem Eröffnungskonzert die Maus auf der Bühne singen hörte. Das war am Tag der offenen Tür der Musikschule. Sie stand mit nur sechs Kindern da oben und sah so verlegen aus. Und doch so stolz. Sie war ganz genau da, wo sie ein wollte. Ich saß in der vorletzten Reihe zwischen all den Eltern und fühlte mich ein klitzekleines bisschen verloren. Und mamagefühlig. Beides gleichzeitig. Danach mussten wir erst einmal ganz viel Erdbeertorte futtern.

Als wir uns in der Einzimmer-Wohnung meiner Schwester in Berlin aus Matratzen und Isomatten ein Bettenlager gebaut haben und wir alle sechs wie in einer kuscheligen Höhle dort übernachteten. Meine Schwester las abends Gute-Nacht-Geschichten und morgens gab es ein Picknick auf dem Fußboden aus Blaubeeren und Himbeeren, frischem Kaffee und warmen Brötchen. Die Kinder fanden es wundervoll. Und ja, es war wundervoll. Richtig gute Tage.

Als uns klar wurde, dass es in unserem Vogelhäuschen auf dem Balkon nicht etwa  deshalb still wurde, weil die Vogeljungen gestorben sind, sondern weil sie schon flügge wurden.

Als der Mäuserich von seinem Taschengeld ein Skateboard gekauft hat, weil die Maus eins zum Geburtstag bekam. Und als sie dann zusammen das Skaten geübt haben. Erst nur in der Wohnung, später dann auf der Skaterbahn hinter dem Haus. Die Minimaus hat sich auch ein paar mal auf das Board gesetzt und sich vom Mäuserich schieben lassen.

Als die Maus zu ihrem Geburtstag für die gesamte Schulklasse 3c Kekse gebacken hat. Und als sie selbstgebastelte Kärtchen mit einem Smiley und der Aufschrift Liebe/r…. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag in der Nachbarschaft verteilt hat.

Als der Mäuserich mit der Minimaus auf dem Flohmarkt Händchen hielt.

Als die Minimaus plötzlich Appe sagte (Apfelmus und Apfel).

Gefunden und nicht mehr aus der Hand gegeben
Eine Auswahl aus diesen Postkarten und das Notizbuch von odernichtoderdoch.de. Sie sind so schön. Sie machen mich ein klein wenig glücklicher. Genau wie mein neues Breton-Shirt in der Farbe Ananas von Boden. Diese Farbe… Und dieses Kleid wünsche ich mir. Vielleicht für den nächsten Urlaub?

Gerne geguckt, gelesen, gehört, geklickt (oder was ich noch lesen will)
*Immer noch Das Happiness-Projekt von Gretchen Rubin, das so unheimlich gut zu meiner momentanen Lebenssituation passt, denn das Leben hat mich aus der Bahn geworfen und dieses Buch holt mich da ab, wo ich gerade bin. Auf der Suche nach mehr Leichtigkeit und Sinnhaftigkeit.
*Das Buch Stresst ihr noch oder liebt ihr schon von Alexa Hennig von Lange und Marcus Jauer, von dem ich erst dachte, oh nein schon wieder so ein Vereinbarkeitsbuch, in dem jeder weiß, was geht, oder vielmehr, dass es eben nicht geht. Aber dieses hier ist anders und lesenswert und irgendwie sehr beruhigend unperfekt.
*Den Film La La Land, der mich nicht umgehauen hat wie erwartet. Er ist so oft so hoch gelobt worden. Ich fand ihn tatsächlich ganz unterhaltend und zum Glück sehe ich Ryan Gosling auch gern beim Singen und Klavierspielen zu. Ansonsten ist das Singen und Tanzen doch eher Geschmackssache.
*Der Film Harry Potter und der Stein der Weisen. Oh ja, ich bin jetzt mit der Maus bei ihrem ersten Harry Potter Film angekommen und wir haben ihn beide mit dem Mäuserich zusammen mit Spannung und Freudenjubel gesehen. Es ist so toll, ihnen beim Filmschauen zuzusehen.
*Kreise von Johannes Oerding. Das höre ich gerade gern.
*Was noch auf meiner Leseliste steht: Alles inklusive von Mareice Kaiser. Mit etwas Glück höre ich ihr diese Woche sogar beim Vorlesen zu.
*Und dann noch das Buch Eine Nacht und alles von Kathrin Seddig, das mir eher zufällig in die Hände fiel und in dem es um die Überraschungen der Liebe, die Zerbrechlichkeit des Glücks und den Reiz des Neuanfangs gehen soll. Kennt es jemand von euch schon?
*Und es wartet auch noch Und jetzt lass uns tanzen von Karine Lambert auf meinem Bücherstapel.
*Das passende Leben von Remo Largo hätte ich auch noch gern.
*In meiner Handtasche trage ich auch noch Wie man einen verdammt guten Roman schreibt von James N Frey mit mir herum. Dazu sage ich jetzt mal nichts weiter….
*Das Instagram-Profil von Marlene Soerensen, das mich von einem eigenen Modestil,  und das Profil vom Boutique-Hotel Henriette in Paris, das mich von Paris träumen lässt.

Wie war es bei euch im Mai? Ich hoffe, ihr hattet eine gute Zeit.

 

 

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