Familienleben, Monatsrückblick
Kommentare 2

Juni 2017 (und was ihn für mich stimmig gemacht hat)

Familienleben
Für einen Juni war der Juni richtig gut. Besser als erwartet. Es war ein paar Tage schon Sommer und ein paar Abende waren beinahe schon Sommerabende mit auf dem Balkon sitzen; ein Glas Wein im Abendrosa genießen; die Mäuse erst um 21.00 Uhr daran erinnern, dass sie mal langsam ins Bett müssten; die Frage beantworten, warum sie schon ins Bett müssen, obwohl es doch noch hell ist; sich an anderen Tagen wiederum die Frage stellen, warum alle so früh müde sind. Und das, obwohl es draußen noch so hell ist. Lach. Ich habe sogar einiges geschafft: Eine Unterwasser-Party vorbereiten zum Beispiel (irre wie viel Arbeit so ein Kindergeburtstag macht). Und am Ende war ich stolz auf mich und habe trotzdem gedacht, das nächste Mal feiern wir wieder im Museum. Das letzte HaSy-Konzert mit dem Mäuserich besucht. Ab Herbst folgt ihm die Minimaus und der Mäuserich wechselt dann mit der Maus in die Kinderkonzerte für die (Vor)Schulkinder. Daran merke ich, wie schnell sie groß werden. Den Freizeitpark in Tolk-Schau für uns entdeckt und mit Freunden und unseren und deren Kindern einen unglaublich schönen Tag dort verbracht. Das müssen wir öfter machen. Wir sollten auch öfter ausgehen. Der Mäusepapa und ich. Das Konzert in der Elbphilharmonie tat nicht nur unseren Ohren gut. Ich war schon lange nicht mehr so entspannt.

Fragen
Warum mache ich so einen Schreib-Workshop nicht viel öfter? Ist es eine gute Idee, so etwas öfter zu machen? Warum zieht die Minimaus auch bei 27 Grad noch eine Jacke an? Und warum mit Halstuch und Mütze? Haben wir Eis im Gefrierschrank? Wie kann man nur so schön zeichnen? Wieso kann man sich dieses Gefühl von #allesstimmtgerade eigentlich nicht aufheben? Wollt ihr nicht endlich schlafen?

Momente
Die Antwort, die die Maus ihrer Freundin gegeben hat als diese von ihr wissen wollte, wen ihrer beiden Geschwister sie lieber mag. Das ist die dümmste Frage, die ich je gehört habe., hat die Maus dazu gesagt: Das sind doch beides meine Geschwister! Ich muss öfter noch daran denken.
Der Workshop, der mir eine sehr schlaflose Nacht beschert hat, weil ich davor so nervös war. Danach war mein Kopf unglaublich satt und zufrieden. Jetzt weiß ich, dass das auch ich bin. Das mir das richtig, richtig gut tut.
Wenn die Maus nach ihren Schulprojekten so viel redet, dass ich kaum folgen kann. Dann weiß ich, sie ist glücklich und wir sitzen in der Küche und kuscheln und sie redet. Zu siebt mit Oma und Opa eine große Familie sein. Gemeinsam staunen, dass die Maus so gut Einrad fahren kann, dass sie schon bei einer Aufführung mitmacht. Und dass sie eine Woche später sogar Teil einer echten Zirkusvorstellung ist. So richtig mit Pferden und Ziegen, Zauberern, Akrobaten, 30 Clowns, Feuerschluckern und mit allem drum und dran. Und der Mäuserich lacht und grübelt über einen Zaubertrick, aber am besten findet er die Clowns.
Wenn die Minimaus  mit ihrer Schwester auf die Bühne will und nicht versteht, dass sie mit uns im Publikum bleiben muss.
Ach überhaupt: Dabei sein dürfen.
Abends beim Gute-Nacht-Sagen kurz bevor die Minimaus sich an den Papa kuschelt und ich aus dem Zimmer gehe, da gibt sie mir neuerdings einen Kuss. Ich muss dann dem Mäuserich auch einen geben, weil der gerade noch einmal ins Zimmer gekommen ist. Die Minimaus zeigt dann mit dem ausgestreckten Finger auf ihn: Da. Und danach ist der Papa dran. Papa da, sagt sie dann und zeigt auch auf ihn und nickt zu mir und ist erst zufrieden, wenn er einen Gute-Nacht-Kuss von mir bekommen hat. Und das gleiche macht sie morgens beim Abschied. Da wird jetzt neuerdings auch ganz viel geküsst.
Abends beim Vorlesen und der Mäuserich stellt ganz viele Fragen: Warum bricht ein Vulkan nicht auch bei uns mal aus? Können wir mal in einen echten Vulkan steigen? Was machen wir, wenn es ein Erdbeben gibt? Was heißt das, die Ameisen machen einen Hochzeitsflug? Warum sind wir drei Kinder? Der Papa und Du, habt ihr dreimal gesext? Kann ich eine Ameisensoldatin werden?
Wie sich die Minimaus freut, wenn ich nach Hause komme und die Minimaus zeigt auf mich und sagt Mama. Und noch einmal Mama, Mama. Solange bis jemand ihr antwortet: Ja, die Mama ist jetzt da. Und dann betont sie noch einmal Mama, Mama. Papa? Mama!. Und nickt dabei als müsse sie sich vergewissern, dass ich jetzt wirklich da bin. Die Freude ist so groß als sei ich nicht nur ein paar Stunden weg gewesen.
Auf dem Weg zum Flohmarkt durch den Regen laufen und mit der Maus über die Frage sinnieren, was wäre wenn der Regenschirm plötzlich ein Hase oder ein Hund an der Leine wäre. Oh, was machen wir dann?, fragen und die Maus antworten hören: Dann muss ich mit unter Deinen Schirm, Mama.
Nach dem Flohmarkt mit einem neuen Polizeiauto, einem Kleid, einer weiteren Babypuppe und einer alten Schreibmaschine nach Hause gehen. Zu Hause dann aus dem Kinderzimmer eine Weile nur tack, tack, tack – bing hören. Über die Frage lachen: Wo ist denn hier die Löschtaste?. (Aber da war es ja eigentlich schon Juli!)
Freitagvormittag mit dem Mäuserich im Schwimmbad und er rutscht und rutscht und rutscht und rutscht. Ihm dabei zusehen, zurückwinken und sein Lachen hören.
Sonntagnachmittag bei meiner Mama – mit Rhababerkuchen und Schlagsahne und  die Minimaus schläft auf meinem Bauch und wir gucken zusammen drei Folgen unserer Lieblingsserie.
Das laute, fröhliche Hi, mit dem die Minimaus jeden begrüßt, der uns auf der Straße oder im Treppenhaus begegnet.
Wie liebevoll und aufmerksam und nachgiebig der Mäuserich mit seiner kleinen Schwester ist. Wenn sie beim Baden oder Wickeln weint, sagt er: Lass mich mal versuchen Papa, Du machst das nicht richtig. Manchmal darf sie seine Lieblingspuppe tragen. Und immer darf sie mit ihm in die Wanne.
Der Spaziergang durch den Nieselregen. Hand in Hand mit dem Mäusepapa nach dem Konzert in der Elbphilharmonie. Und am Ende gab es Schokoladenkuchen mit Vanilleeis. Die Schokolade floss aus dem Kuchen und war noch ganz warm. Und wenn man noch einen Augenblick wartet, dann ergibt das Schoko-Vanille-Shake.

Entdeckungen
*New shoes, new shirt. Manchmal muss es etwas Neues sein.
*Diese wundervollen Poster und Grafiken. Wenn wir doch nur mehr Platz an den Wänden hätten.
*Die Serie GYPSY auf Netflix, die mir der Mäusepapa empfohlen hat und die ich sofort gemocht habe. Es geht um die Psychologin Jean Holloway, die intime Beziehungen zu den Menschen in ihrem Leben ihrer Patienten aufbaut. Ein wenig abgedreht, ruhig erzählt und unheimlich spannend. Die nächste Folge sehe ich mir ganz bald an. Vielleicht schon heute.
*Die Kurzgeschichten von Doris Anselm in ihrem Buch und in dem Moment holt meine Liebe zum Gegenschlag aus, die noch auf meiner Leseliste sind. Schon der Titel hat mich neugierig gemacht. Ich stelle sie euch bald näher vor.
*Dieser Satz You can choose what you do; you cant´t choose what you like to do., der momentan der wichtigste für mich ist.
*Und der Satz: Jeder hat seinen Mount Everest. Der so wahr ist. Was ist euer persönlicher Mount Everest?
*S-Bahnfahren hilft gegen Regenwetter, Flohmarktbesuche auch (aber nur mit Schirm) und Crêpes sowieso.
*Der Song Rooting For You von London Grammar. Ich kann nicht aufhören, es zu hören.
*Dieses Instagramprofil von Ann Wood and Dean Lucker. Wie schön die Bilder sind!

Wie seid ihr durch den Juni gekommen? Ich hoffe, er war gut zu euch.

MerkenMerken

2 Kommentare

  1. Ich staune jedes Mal, wie die Zeit nur so dahinrast. Es ist wirklich wunderbar zu lesen, wie viele Momente du aufsaugst und in deinem Gedächtnis verewigst. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen. 👍🏻
    Halt, ich habe doch eine Erinnerung: wenn die Sonne das erste Mal in diesem Jahr deine vom Schwimmbad nasse Haut trocknet, dein Kind vor lauter Tauchen blaue Lippen bekommt, sich dann in ein warmes Hsndtuch kuschelt, nur, km im nächsten Moment grinsend ein eiskaltes Eis zu genießen.
    ICH LIEBE DEN SOMMER ❤️

Kommentar verfassen