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Beiträge zum Thema ein drittes Kind

Sommer / barfuß / Teddybär

Zum dritten Mal U7, doch dieses Mal bleibt die Liste leer.

Wir haben die dritte -und in meinem Leben wohl letzte- U7 (Vorsorge-Untersuchung um den zweiten Geburtstag herum) beim Kinderarzt absolviert. Das heißt, die Minimaus hat´s gemacht. Ich war nur Statistin zum Halten, Trösten und Tragen. Und weil bei uns mit jedem letzten Mal immer auch ein „Weißt du noch damals beim Mäuserich?“-„Ja, Mhm, seufz.“-„Und weißt Du noch bei der Maus?“-„Oh,ja“ einhergeht, muss ich hier darüber schreiben:

Drei Kinder und eine Beerdigung

Vor der Beerdigung meines Schwiegervaters kam bei mir die Frage auf, ob wir den Kindern einen Trauergottesdienst zumuten können. Mein Schwiegerpapa war immerhin ihr Opa, er wurde geliebt, geschätzt und wird sehr vermisst. Wir beschlossen letztlich, sie mitzunehmen-alle drei. Zum einen hätte sonst jemand von uns  wegen der Kinderbetreuung nicht dabei sein können und zum anderen könnte es für die Mäuse später einmal wichtig sein, dass sie sich vom Opa verabschiedet haben. Wir hatten zwar auch einen Plan B, falls wir die Trauergäste mit den Kindern stören würden, aber die Minimaus hat es ohnehin noch nicht verstanden und verschlief die Trauerfeier im Tragetuch. Der Mäuserich war traurig, fand die Grabrede und die stille Atmosphäre im Gottesdienst jedoch so entspannend, dass auch er auf Papas Arm einschlief und erst zum Ende hin wieder wach wurde. Der Maus war es tatsächlich wichtig, dabei zu sein, vom Opa noch einmal zu hören, über ihn zu reden und ihm Blumen und selbst gemalte Bilder ans Grab zu bringen. Für sie war es ein trauriger, aber auch ein klarer Weg, um sich …

Persönliches und Versöhnliches

Ich bin gerade in so einer Stimmung….deshalb schreibe ich das jetzt mal auf. Nehmt mich aber bitte nicht allzu ernst, denn meine Gereiztheit ist sicher bald wieder verflogen. Für den Moment aber dies: Auf manche Dinge ist man auch beim dritten Kind nicht besser vorbereitet und manches kann man inzwischen nicht mehr hören. Ich selbst kann zB die Frage nicht mehr hören, ob das Kind beim Stillen auch genug bekommt. Oder ob es nicht besser wäre, schon immer mal Eis, Kuchen, Sahne oder wahlweise Kekse zuzufüttern (kein Scherz, wurde alles schon angeboten). Auch erkenne ich beim dritten Kind immer noch keine Fortschritte meines unmittelbaren Umfelds bei der Frage nach dem Tragen. Zum einen wird vermutet, dass das Kind nur deshalb gerade fremdelt, weil es von mir ausschließlich getragen wird (ich finde das einfach praktisch und laut Entwicklungskalender fremdelt in diesem Alter nahezu jedes Kind) und zum anderen isst es immer noch nicht ausreichende Breimengen, weil ich das mental gar nicht wirklich wollen würde. Nunja, bei letzterem bin ich tatsächlich entspannt, aber es wird mehr und immerhin …

Armes Geschwisterkind

Meiner Omi tun meine Kinder leid. Warum? Weil sie keine Einzelkinder sind. Sie selbst hat zwar eine Schwester, der sie sehr nahe steht. Das nehme ich jedenfalls an. Aber ihre Tochter, meine Mama, ist ein Einzelkind. Ich dachte immer, dies sei der Zeit geschuldet, zu der meine Mutter auf die Welt kam. Die Kriegsgeneration hatte einiges erlebt, was wir uns kaum vorstellen können. Viele Kinder zu haben, war damals sicher nicht einfach. Deshalb war es für mich einerseits verständlich, dass ein Kind als Ideal galt. Andererseits ist meine Schwiegermutter in derselben Generation (ja, meine Familie war da etwas früher dran mit der Familiengründung) und hat drei Kinder. Hier spielte wohl eine Rolle wie der finanzielle Hintergrund der Familie damals war. Vielleicht geht es meiner Omi ums Teilenmüssen. Ist es das? Ich habe das schon verstanden, dass der Mäuserich arm dran gewesen sein soll, als die Maus Geburtstag hatte. Allerdings gibt es bei uns seit jeher Geschwistergeschenke und der Tag des Mäuserichs kommt auch noch. Dann ist die Maus arm dran…Wohin soll uns das bloß führen? Ich war jedenfalls …

Was man beim dritten Kind nicht mehr oder erst recht macht…

Seit dieser Woche besuche ich wieder einen PeKiP-Kurs. Und so sehr ich ihn zwischenzeitlich vollkommen überflüssig fand, so sehr freue ich mich jetzt, ihn doch noch gebucht zu haben. Schon in der Schwangerschaft mit der Minimaus trieb mich die Frage um, welche Kurse oder Dinge finde ich beim dritten Mal noch wichtig, was macht mir Spaß, was ist überflüssig. Irgendwie spielt auch eine Rolle, dass Minimaus als drittes Kind nicht nur so mitlaufen soll sondern ich mit ihr natürlich auch einiges ganz bewusst mache, quasi schon aus Tradition. So blöd das vielleicht klingen mag, aber ich möchte nicht, dass sie mir später mal vorwirft, ich hätte sie in der Hinsicht vernachlässigt. Der Mäusepapa erzählt mir immer wieder, dass er als drittes Kind nur noch eine Sammelbox mit seinen Babyfotos bekam, während der Erstgeborene noch 2 Fotoalben und der Mittlere immerhin noch ein halbes Fotoalbum hatte. Da will ich mir später natürlich nichts nachsagen lassen und so bekommt die Minimaus wie die anderen beiden auch ein Babytagebuch, ein Fotobuch zum ersten Jahr, einen „Die-ersten-12-Monate-Bilderrahmen“, eine Schnullerkette mit ihrem Namen, eine …

Mamasein ist eine Lebensweise…

Ich gebe es zu, ich wollte nicht so früh Mutter und schon gar nicht mehrfache Mutter sein. Oh ja, 33 fand ich vor 7 Jahren noch früh und 3 Kinder wahnsinnig viel. Ich wollte warten und sehen, ob ich irgendwann meine biologische Uhr ticken höre und dieser unbändige, absolute Kinderwunsch noch kommt. Er kam nicht. Aber der Mäusepapa sah seine Zeit ablaufen, denn er ist 8 Jahre älter als ich und wollte kein später Vater sein. Ich musste ihn tatsächlich erst darauf hinweisen, dass er das mit 41 schon damals längst war. Heute bin ich doch ganz froh über die daraufhin getroffene Entscheidung, nicht länger zu warten. Ich bin nämlich – für mich selbst sehr überraschend – gerne Mama. Okay, nicht von Anfang an, nicht immer und nicht ausnahmslos. Aber dazu weiter unten, denn erst einmal zu den positiven Seiten, die ich daran mag: 1. Ich mag dieses kuschelige Halten, Tragen und Wiegen. Ich mag diese kleinen patschigen Kinderhände und die Nähe, die gerade ganz kleine Kinder noch einfordern. Ich halte gerne Händchen beim Einschlafen. 2. …

Mit drei Kindern ist man kinderreich…

…na gut, das stimmt nicht ganz. Erst ab vier Kindern wird der Begriff kinderreich (nicht einheitlich definiert laut Wikipedia) verwendet. Mit drei Kindern sind wir eine sogenannte Mehrkindfamilie im Unterschied zu einer Kleinfamilie…Nach dem Verband kinderreicher Familien e.V. in Deutschland gelten wir aber auch mit drei Kindern schon als kinderreich. Ich habe in unserer Entscheidungsphase für oder gegen ein drittes Kind viel, sehr viel zum Thema gelesen. Mich hat dabei auch besonders interessiert, wie diese Entscheidung in anderen Familien getroffen wurde. Besonders in einer Studie des Österreichischen Instituts für Familienforschung fand ich heraus, dass die Gründe für ein drittes Kind oft rein emotional seien, wohingegen die Gründe dagegen eher rationaler Art seien. Die Entscheidungen für erste und zweite Kinder werde wiederum eher planvoll, ganz bewusst getroffen, wobei beim ersten Kind natürlich die Weichenstellung erfolge, ob man überhaupt Kinder wolle. Bei der Entscheidung für dritte Kinder spielten hingegen viel mehr der Zufall (keine bewusste Planung durch die Paare) sowie die persönlichen und materiallen Lebensumstände eine wesentliche Rolle und wie die Geschwisterkonstellationen in den Herkunftsfamilien sind. Zudem …

Eine ganze Welt dazu

Der Beitrag von Mäusemama in Mamas Mäuse hat mich auf die Idee gebracht, auch etwas zum Thema zu schreiben. Und da ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass wir beide im Blog Mäuseeltern sind. Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel… das war unbeabsichtigt. Ehrenwort… Also zum Thema Vorteile von Geschwistern weiß ich etwas. Ich habe schließlich schon Maus und Mäuserich und dadurch die Geschwistersituation inzwischen mehr als drei Jahre lang hautnah miterlebt. Minimaus zählt da noch nicht, sie ist momentan „außer Konkurrenz“ und wird von Maus und Mäuserich noch heiß geliebt. Vielleicht ändert sich das, sobald Minimaus den Legoturm zerlegen kann. Obwohl, die Maus hat das beim Mäuserich meistens ganz tapfer ertragen. Er war ja noch klein und die Maus da sehr fürsorglich und verständnisvoll. Im Gegenzug haben wir Schlösser, Burgen und andere zerbrechliche Dinge außer Reichweite gestellt. Nun bin ich also schon mitten im Thema. Lasst mich mal überlegen….Okay, zunächst dachte ich immer, zwei Kinder = zweimal so viel Arbeit, Energie und Zeitaufwand. Das ist definitiv nicht so. Es gibt ganz fantastische …

Schrei-, Wein-, Knatschstunde mal drei

Minimaus schnullert auf meinem Arm und seufzt im Schlaf zufrieden. Vor einer halben Stunde sah das noch ganz anders aus. Da war sie müde, hat geweint und fand alles blöd. Brust doof, Schnuller doof, Gucken doof, Wickeln doof. Ein Blick auf die Uhr und mir war sofort klar warum. Es war kurz nach sieben, Zeit für die allabendliche Schreistunde. Na gut, letztlich waren es nur Schreiminuten, ganze 22 Minuten sagt mir die Uhr bis sie schlief und schnullerte. Mir kam es allerdings vor wie Stunden und entspannt ist etwas anderes. Aber ich habe schließlich schon viel gelernt und das Beruhigen an zwei Kindern geübt. Also, Minimaus gepuckt, Seitenlage im Arm, Schnuller griffbereit und leicht geschuckelt. Mindestens 5 Minuten durchhalten und der Beruhigungseffekt tritt ein. Wer Karp mit dem glücklichsten Baby der Welt gelesen hat, weiß, was ich meine. Dann noch ein, zwei Wiederholungsdurchgänge weil ein Schluckauf dazwischen kam und dann ist es ruhig. Puh, also doch noch alles im Griff. Minimaus schläft und ich blogge. Er bringt Maus und Mäuserich ins Bett. Die Aufgaben sind ungerecht …

Warum ein drittes Kind?

  „Das muss man sich doch nicht antun.“ Meine Mama hatte Recht. Muss man nicht. Kann man aber, wenn man will. Und wir wollten das. Ein drittes Kind. Mein Mann wollte das als erster. Er ist mit zwei Brüdern aufgewachsen. Ich wollte das in einer Ecke meines Herzens auch. Wir beide wollten es erleben, eine Familie mit mehr Kindern als Erwachsenen im Haus zu sein. Wir wollten noch ein Kindermenschlein mehr um uns haben; dieses KinderstauneneugierliebeLeben mal 3; das Gefühl, eine kleine Horde zu sein. Nicht gleich, nicht von Anfang an. Nachdem Maus auf der Welt war, konnte ich mir nicht einmal ein zweites Kind vorstellen. Das hat mehr als zwei Jahre angedauert. Als Mäuserich dann bei uns war, konnte ich mir eine Weile noch ein weiteres Kind vorstellen, dann wieder eine Zeit lang nicht mehr. Zwei sind gut. Zwei passen in die vier Zimmer, die wir haben. Zwei Kinder passen zu zwei Elternteilen und zwei Kinder sind auch genug, jetzt kommen doch gerade die kleinen Freiheiten zurück. Zwei Kinder neben unserem Beruf und unseren …