Bücherstapel, Highlights, Kinderbuch, Sachbuch
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Bücherstapel im November oder Herdwärme und glückliche Kinder

Der Oktober war der Monat der angegessenen Bücher. Das heißt, ich haben großen Leseappetit gehabt, in ganz viele hineingelesen, dann aber kaum eines zu Ende gebracht. Das lag allerdings nicht an den Büchern, die waren wärmend, aufschlussreich, motivierend, kuschelig und sogar schon richtig weihnachtlich. Nein, es lag eher an mir und daran, dass ich jeden Abend viel zu früh eingeschlafen bin, um ein paar Seiten mehr zu schaffen. Deshalb gab es im Oktober also keinen eigenen Bücherstapel und deshalb kommen im November jetzt alle wieder drauf.

Diesmal beginne ich von unten, denn Herdwärme von Okka Rohd hätte sowieso einen ganz eigenen Beitrag verdient. Schlichtweg aus Zeitgründen muss es sich den Platz hier nun mit den anderen teilen…

 

*Herdwärme von Okka Rohd, Kailash Verlag, gebundene Ausgabe, € 20,00

Dieses Buch ist nicht nur ein Kochbuch. Und eigentlich, eigentlich lese ich auch gar keine Kochbücher. Ich koche zum einen nicht gerne und zum anderen sehe ich mir Kochbücher auch nicht gerne an. (Es soll ja Leute geben, die nicht kochen aber gerne gucken). Ich esse einfach nur gerne gut. Oh ja, das kann ich.

Aber bei diesem Buch ist es etwas ganz anderes. (Ich nicke gerade kräfig.) Denn Okka Rohd hat eine zauberhaftes Buch mit Geschichten verfasst. Dabei geht es nicht nur um die Rezepte und ums Kochen sondern auch um die Menschen. Jeder Koch, den Okka Rohd besucht, um sich zeigen zu lassen wie  sie einen tollen Salat, wärmende Suppen, schlemmerige Desserts, ein ganzes Mittagessen oder das perfekte Schnitzel zu Stande bringen kann, hat eine Geschichte zu seinem Rezept zu erzählen. Beim Kochen offenbaren sich seine Eigenarten und auch seine Philosophie zum Kochen und zum Leben. Und dann ist da Okka Rohd, die auf diesem Wege besser kochen gelernt hat und die uns mit ihrer achtsamen und warmherzigen Art die Geschichten und Geheimnisse weitererzählt.

Das Buch macht schon beim Lesen glücklich und vielleicht koche ich doch mal etwas nach. Die Hasen-Pancakes für Kinder oder die Kartoffelsuppe müsste selbst ich schaffen.

 

*Warum dänische Kinder glücklicher und ausgeglichener sind von Jessica Joelle Alexander und Iben Dissing Sandahl, Mosaik Verlag, gebundene Ausgabe, € 18,00

Ich gebe zu, ich bin schon von einem Buch überzeugt, wenn es nur irgendetwas mit Dänemark und Glück im Buchtitel hat. Deshalb ist auch dieses Exemplar bei mir zu Hause gelandet. Die Journalistin Jessica Joelle Alexander und die dänische Psychotherapeutin Iben Dissing Sandahl erklären uns darin die 6 Grundsätze der dänischen Erziehung. Die Grundsätze sind so simpel wie wirksam zugleich, auch wenn die Umsetzung im Alltag ganz sicher nicht die einfachste Sache der Welt ist. Aber das Buch ist  sorgfältig über Jahre recherchiert und beinhaltet viele Beispiele und Tipps.

Zusammengefasst lautet die Kernaussage: Gebt den Kindern mehr Freiheit und kuschelt so oft es geht. Das ist natürlich zu kurz gegriffen und weil es dazu noch viel, viel mehr zu sagen gibt, empfehle ich: Lest das Buch!

 

*Erfinde dich neu von Gretchen Rubin, cb Verlag, gebundene Ausgabe, € 19,95

Gretchen Rubin wird mich wohl noch etwas länger begleiten. Ich habe ihr Buch noch nicht vollständig gelesen. Aber ich habe schon mal verstanden, welchem Grundverhaltensmuster ich folge. Gretchen Rubin unterscheidet 4 Typen: Der Macher, der Mitmacher, der Hinterfrager und der Rebell. Die Stärke des Buchs liegt darin, dass es zu jedem dieser vier Grundtypen eigene Tipps und Anregungen für Veränderungen gibt, denn je nachdem, wie wir so gestrickt sind,  brauchen wir unterschiedliche Lösungen und Wege.

Die Unterschiede zwischen uns Menschen sind sicherlich nicht so plakativ wie es hier dargestellt wird, aber die Grundmuster enthalten ein Fünkchen Wahrheit und wenn wir uns dadurch selbst besser kennen lernen und ein Stück auf unserem Weg vorwärts kommen, ist es das Lesen schon wert. Allerdings finde ich auch einiges aus ihrem „Happiness Projekt“ wieder. Trotzdem, wie immer schreibt Gretchen Rubin sehr anschaulich und schildert ihre eigenen Erfahrungen, was ich sehr unterhaltsam finde, so dass mir dieses Buch Spaß macht.

 

*Die Weihnachtshäsin von Adriana Dorseit und Henning Löhlein, Hoffmann udn Campe Verlag, gebundene Ausgabe, € 9,95 (ab 4 Jahre)

Jetzt weihnachtet es schon einmal kräftig, denn dieses Buch hat mir eine liebe Kollegin vor ein paar Tagen spontan mitgebracht. Ich weiß jetzt auch, warum sie es mit ihren Kindern so gerne gelesen hat. Es ist ein ungewöhnliches Weihnachtsmärchen:  Der Weihnachtsmann ist krank und sucht unter den Fabeltieren eine würdige Vertretung für das nahende Weihnachtsfest. Es beginnt ein Wettrennen zwischen dem Bösen Wolf, dem Froschkönig, dem Glücksschwein, den Zwergen (alle sieben) und der Osterhäsin. Jeder Teilnehmer will den Auftrag aus ganz einen Motiven gewinnen. Der Böse Wolf zum Beispiel will kleine Kinder erschrecken und Süßigkeiten naschen, der Froschkönig erhofft sich Liebe und einen Kuss, die Zwerge wollen vor allem beweisen, dass sie nicht zu klein für große Aufgabe sind, und dem Glücksschwein geht es um Ruhm und Ehre.

Die Osterhäsin indes möchte das Weihnachtsfest aus Liebe zu ihren Kindern retten. Und außerdem möchte sie mal aus ihrem Alltagstrott als beruftstätige Mutter heraus.

Das Rennen beginnt also und der Weihnachtsmann muss sich letztlich für einen Sieger entscheiden. Wer wird wohl gewinnen? Der Mäuserich und die Minimaus hatten da ihre eigene Theorie. Sie meinten: Wenn das Fest gerettet wird, gewinnen am Ende doch alle. 

Ist auch wieder wahr.

 

Was waren denn deine Lieblingsbücher im Oktober? Ich freue mich über Empfehlungen. Komm gut ins Wochenende.

 

 

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