Bücherstapel, Highlights, Sachbuch
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Bücherstapel zum Herbstbeginn oder Hygg Hygg Hurra

 

Meine Buchlieblinge, die den September schöner, erkenntnisreicher und gemütlicher gemacht haben (von oben nach unten):

 

*Hygg Hygg Hurra von Helen Russel, 400 Seiten, Fischer Taschenbuch Verlag, € 9,99.

Mein Kuscheltipp zum Herbstbeginn. Es ist nicht mein erstes Buch zur Gemütlichkeit der Dänen, aber ich hygge so unglaublich gern und schon beim Lesen wird mir ganz warm ums Herz. In diesem Buch schreibt eine überzeugte Londoner Großstädterin über ihren Umzug nach Dänemark, weil ihr Mann eine Stelle bei Lego angenommen hat und nun zu ihrem Lego Man wird. Sie ist äußerst skeptisch, ob die dänische Einöde, in die sie ziehen wollen, sie glücklich machen wird. Wohl kaum so glücklich wie es die Dänen laut Statistik seit 40 Jahren sind. In London geht es ihr prächtig, abgesehen von Kopfschmerzen, Phasen der Schlaflosigkeit, einer immer wiederkehrenden Mandelentzündung, die trotz Antibiotika nicht abklingen will, und den ergebnislosen Hormonbehandlungen, die den Kinderwunsch endlich erfüllen sollen. Sie ist erschöpft, aber geht das nicht jedem so? Immerhin lebt und arbeitet sie in einer der aufregendsten Städte der Welt. Was will sie mehr? Und vor allem, was  soll sie außerhalb des Bannkreises von London? Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, sie hat natürlich ihr Glück gefunden und dankenswerter Weise verrät sie uns in ihrem Buch die Geheimnisse des dänischen Lebensgefühls und wie es sein kann, dass den Dänen nichts einfällt, was sie noch glücklicher machen könnte. Ob ihr Kinderwunsch dann doch noch in Erfüllung gegangen ist, musst du allerdings selbst nachlesen. Große Dänemarkliebe, sage ich nur.

*Secrets of Six-Figure Women von Barbara Stanny, 304 Seiten (Englisch) , Harper Business Verlag, € 16,10.

Okay, ich gebe es zu, ich würde gern mehr Geld verdienen. Wer will das nicht? Und wenn auch nur eine winzige Chance besteht, dass ich aus diesem Buch lerne, wie das geht, dann war es den Kauf wert. Das war es allerdings auch jetzt schon, denn vom Geldverdienen mal abgesehen ist es das beste Motivationsbuch, das ich in letzter Zeit gelesen habe. (Fast, unten kommt noch eins).  Barbara Stanny erklärt die Strategien und Einstellungen gut verdienender Frauen und hat mit ihnen über Erfolg, Freiheit und Glück gesprochen. Die Geheimnisse dieser Frauen lassen sich auf jedes Vorhaben und jeden Traum anwenden, den man verfolgen will. Wenn Du also einen Tritt in den Hintern und mehr positive Energie für dein eigenes Vorhaben brauchst, solltest du dich mit diesem Buch ganz schnell in eine ruhige Ecke verziehen. Und nach der letzten Seite nicht lange fackeln sondern die ersten konkreten Schritte wagen. Auf geht´s.

*No Plot? No Problem! von Chris Baty, 200 Seiten (Englisch), Chronicle Books, € 11,99.

Mich hat der Gedanke gereizt, ein Buch in 30 Tagen zu schreiben. Wenn du so gerne schreibst wie ich, wirst du selbst schon ein Manuskript in der Schublade haben. Vielleicht ja sogar zwei? Und wenn du die da liegen hast, weißt du auch, dass keines davon in 30 Tage entstanden ist. Meine sind es jedenfalls nicht. Trotzdem habe ich dieses Büchlein von Chris Baty super gern gelesen, denn es gibt mir das Gefühl, dass ich es schaffen kann. Und manchmal braucht es diese positive Haltung einfach, um den ersten Schritt zu tun. Baty gibt viele alltagstaugliche Tipps, wie sich das Schreiben in das Berufs- und Familienleben integrieren lässt (hier darf man nicht jeden seiner Ratschläge allzu ernst nehmen, aber Denkanstöße geben sie allemal), wie du es gegen all die anderen To Do´s auf deiner Liste verteidigst, wie du dich selbst ernst genug nimmst, um deiner Leidenschaft zu frönen und den Traum vom Schreiben voranzubringen. Denn eines tut Baty ganz gewiss, er glaubt an diese ganze Sache mit dem Schreiben. Noch so ein Motivationsbuch also, das ich gerne weiter empfehle, und das ich noch einmal aufschlagen werde, wenn mich wieder das Gefühl überkommen sollte, zu wenig für mich selbst zu tun.

*Das Land, in dem wir leben wollen von Jutta Allmendinger, 272 Seiten, Pantheon Verlag, € 16,99.

Dieses Buch ist das Ergebnis einer einzigartigen und komplexen Studie. Die sogenannte Vermächtnisstudie. Mit ihr ist untersucht worden, wo unser Land heute steht, was wir uns wünschen und was wir für unsere Kinder bewahren wollen. Eine der drei Hauptfragen war Was wünschen wir uns für die Zukunft? Sie hat der Studie ihren Namen gegeben. Betrachtet wurden die Bereiche Familie, Karriere, Gesundheit und Technik. Und am Ende kam heraus, dass wir oft anders denken, wünschen und fühlen, als wir annehmen. (Ich hatte in Bezug auf das Familienleben schon in meinem letzten Blogbeitrag darüber geschrieben.) Was wir Deutschen von unserem Leben und unserer Zukunft erwarten, kannst Du jetzt also bei der Soziologin Jutta Allmendinger nachlesen. Unglaublich schlau, bewegend, Mut machend, auch wenn es an manchen Stellen irgendwie traurig ist.

*Mindfuck von Petra Bock,  250 Seiten, Droemer Knaur Verlag, € 19,99.

Dieses Buch beschäftigt mich immer noch. Warum wir uns selbst manipulieren und was wir dagegen tun können lautet der Untertitel und es geht dabei um innere Regeln, die sich in dir festgesetzt haben und mit denen du dich selbst (unbewusst) sabotierst, dich von deinen Träume, Plänen und auch von der nötigen Selbstfürsorge abhälst. Diese innere, negative Stimme nennt Petra Bock Mindfuck. Ein klassisches Mütterthema behaupte ich mal. Jedenfalls war es ganz lange Zeit mein Thema. Petra Bock hat als Coach allerdings nicht nur Mütter in ihrer Praxis gehabt sondern mit den unterschiedlichsten Menschen gearbeitet (junge und alte, Geschäftsführer und Freiberufler, Menschen auf der Suche nach Arbeit, Liebe, ihrem eigenen Weg). Das Erstaunliche daran ist, dass alle ihr eigene Art von Selbstsabotage (Mindfuck) betrieben haben. Petra Bock erläutert sehr anschaulich, welche Arten von Mindfuck ihr im Laufe der Jahre begegnet sind und wie du dich von deinem eigenen inneren Wächter befreist. Ich finde dieses Buch großartig. Es ist anschaulich, treffend, unglaublich klug und augenöffnend.

Schon für den Oktober auf dem Bücherstapel neben meinem Bett:

*Erfinde Dich neu von Gretchen Rubin (Ich habe es gerade mit der Selbsterkenntnis…)
*Was man von hier aus sehen kann von Mariane Leky (Das Buch liegt schon länger hier, jetzt ist es endlich mal dran. Meine kleine Schwester schwärmt davon.)
*Atemübungen von Anne Tyler
*pure life von Simone Wille

 

Was waren denn deine Lieblingsbücher im September? Ich freue mich über Empfehlungen. In den nächsten Tagen folgt noch eine kleiner Tipp für ein Kinderbuch. Komm gut ins Wochenende.

 

 

8 Kommentare

    • Manuela sagt

      Das ist lieb, dass Du das sagst. Ich gebe mir auch immer Mühe, etwas Neues und auch mal etwas anderes empfehlen. 🙂 LG

  1. Hallo Manuela,
    da ist doch gleich wieder ein Buch auf meinen dunklen Bücherturm gewandert, nämlich „Erfinde dich neu“. Ich lese solche Bücher auch gerne!😊
    Liebe Grüße

  2. LIebe Manuela, vielen Dank für die tollen Tipps! Dein Dänemark Buch ist wirklich informativ und hyggelig – ich hab es als englisches Hörbuch gehört und habe das sehr genossen.
    Liebe Grüße von Petra

  3. Pingback: Vereinbarkeit braucht Freiräume |

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