Familienleben
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Sind alle Eltern früher oder später Spießer?

© sorcerer11 - Fotolia.
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Inspiriert durch einen Blogeintrag von munichs-working-mom.com auch hier einmal die Frage:

Sind Eltern spießig?
Ist man spießig sobald man eine Familienkutsche fährt, mit Kind und Hund in einem Häuschen mit Garten am Stadtrand wohnt, einen Fahrradanhänger nutzt und die Schränke voll Brotdosen in verschiedenen Farben und Größen hat?

Ich kann diese Befürchtung gut nachvollziehen. Aber ganz ehrlich, die Frage ist doch was man denkt und wie man handelt und nicht, welches Auto man fährt. Wir haben zwei Kinder und leben ganz sicher wie viele andere Eltern auch. Wir haben eine Risikolebensversicherung abgeschlossen, einen Bausparvertrag eröffnet und ein Testament geschrieben als unser erstes Kind auf die Welt kam. Wir haben uns solide Jobs gesucht (immerhin einer von uns ist im ÖD) und fahren eine Familienkutsche. Okay, wir wohnen nicht im Vorort sondern mittendrin in der Großstadt, haben einen kleinen Park hinter dem Haus statt des Gartens, kaum Brotdosen im Schrank und fahren ungern Rad, aber trotzdem dürften wir von außen betrachtet als spießig gelten.

Und trotzdem fühle ich mich nicht so und habe das auch noch nie an diesen äußerlichen Dingen fest gemacht. Ich finde manche von unseren Bekannten, die „frei und ungebunden“ sind, viel festgefahrener, weitaus angepasster und engstirniger (also spießig) als die ganzen trubeligen, humorvollen, pragmatischen und manchmal auch chaotischen Eltern um uns herum.

0 Kommentare

  1. Meine Meinung, nachdem ich mich schon mal wunderte, wer alles mit dieser Klassifizierung ankommt: Nur Spießer (oder Menschen mit einem sehr starken Bedürfnis nach Schubladen für andere Menschen) nennen andere Menschen Spießer. Denn was soll das überhaupt sein, so genau? Und wie Du schon anmerkst und wie es, je älter die Kinder, desto deutlicher wird: Kinder halten einen geistig fit und in Kontakt mit der Welt. Einige Kinderlose erzählen einem Horrorgeschichten aus der Bildungswüste Deutschland (weil es ja so in den Zeitungen steht) und man fragt sich, wieso man so viele wohlgelungene und gebildete junge Menschen kennt, die dieses Bildungssystem hervorgebracht hat – und das ist nur EIN Beispiel.

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