Monate: Dezember 2017

November 2017 (und was ihn entspannt gemacht hat)

Ich und wir Der November ist etwas kaffeelastig, jedenfalls für mich. Die Termine im Kalender stauen sich. Trotzdem geht es uns gut. Es macht Spaß sich durch die Vorvorweihnachtszeit zu singen, zu klatschen, zu essen und zu drehen und wir warten sehnsüchtig auf den Weihnachtsmarkt. Am ersten Tag kaufe ich 10 Fahrchips für das Kinderkarussel auf einmal. Ich erhebe es zu meinem Ritual, einmal in der Woche abends alleine durch die beleuchteten Straßen zu stromern und erst nach dem Abendessen zurück zu sein. Der Mäusepapa ist derweil mit den Mäusen zu Hause und ich sitze mit einem Buch und einem Rosé zum Aufwärmen in meinem Lieblingsrestaurant. Zusammen genießen wir Konzerte, Wein, Besuche bei Freunden, das graue Wetter zum Nichtsmüssen. Und ich genieße auch noch eine Nacht auf dem Süllberg mit einem grandiosen Menü und einem Blick auf die Elbe, der atemberaubend schön ist. Gerade wegen des Nebels und der Sonne, die zaghaft hindurchscheint, und auch wegen der Vorfreude auf ganz viel Zeit für mich mit meiner kleinen Schwester. Wie toll ist das! Und wie toll sind die Misosuppe am Berliner …

Selbstfürsorge ist eine Notwendigkeit oder Meine „Big Five“ des Mutterseins

Als ich mit der Maus (mein erstes Kind) schwanger war, las ich beinahe jeden Schwangerschafts-, Erziehungs-, Kinderernährungs- und Elternratgeber, den die Buchhandlung und die Bibliothek so hergaben. Ich versprach mir davon, die aufsteigende Panik vor dem Mutterwerden einzudämmen. Keine Frage. Ich wollte sehr gerne Mutter werden. Die Maus war ein Wunschkind. Genauso wie der Mäuserich und die Minimaus später auch. Geplant, geliebt und herbeigesehnt. Trotzdem fühlte ich mich alles andere als qualifiziert für das, was auf mich zukommen würde. Ich war überzeugt davon, dass ich ganz bestimmt alles, aber auch wirklich alles mit diesem Miniwesen falsch machen würde. Man kann ja so viel falsch machen! ist seit der Zeit damals ein geflügeltes Wort zwischen mir und dem Mäusepapa. Um mich zu beruhigen, schrieb ich Listen mit Dingen, die ich für die Schwangerschaft, für die Geburt und für die Zeit danach brauchen würde. Ich räumte die Wohnung um und dekorierte das Kinderzimmer. Ich las Blogs, Foren und Zeitschriften. Ich stellte meinem Arzt, meiner Hebamme, anderen Müttern und auch meiner Mutter viele Fragen. Ich hoffte auf beruhigende …

Dankbarkeit schließt das Wünschen nicht aus!

In der Vorweihnachtszeit werde ich regelmäßig nachdenklich. Vor dem Fenster ist es schwarzblau und neblig. Ich scrolle mich durch die Fotos des zurückliegenden Jahres und wähle die besten für das Jahrbuch aus. Es ist keine leichte Aufgabe, denn ich finde sie alle ziemlich schön. Nicht etwa, weil ich so ausnahmslos gut fotografieren könnte, sondern weil jedes davon ein Moment, eine Stimmung, ein Erlebnis, ein Ausschnitt unseres Alltags ist. Sie alle gehören zu uns. Egal ob verwackelt, verweint, vermüllt, verwischt, versandet, verlacht, verzaubert oder verstaunt. Ich mag sie und ich freue mich, dass es sie gibt. Diese Bilder von meinen Kindern, meinem Mann, der Oma, von Freunden, Katzen, Kaffee, Meer, von unserer Wohnung, unserem Lachen, Spielen, Umarmen, Streiten, Verkleiden, Laufen, Fahren, Tanzen, Schwimmen…von unserem gemeinsamen Leben. Es gibt natürlich auch die Bilder vom Schmollen, Weinen und Kranksein. Es sind sogar Bilder von kleinen Abschieden dabei. In der KiTa, vor dem Kleiderschrank, am Bahnhof. In den Vorjahren gab es auch schon mal Bilder von großen Abschieden. Solche Abschiede, die für immer waren, und an die wir sehr oft denken …