Monate: November 2017

Strategien für einen entspannten Advent – über das Loslassen, Zulassen und Weglassen

Was wünschen sich die Kinder zu Weihnachten? Was soll meine Mutter schenken? Wann war noch gleich die Adventsfeier in der Schule? Wie, die Maus hat auch noch ein Weihnachtsfamiliensingen? Weißt du, ob wir am 2. Advent schon etwas geplant haben? Wann werden die Päckchen für den Adventskalender in der Schule gebraucht? Hast du die Zugtickets für den 22. gebucht? Wolltest du nicht vor den Ferien mit der Maus für das Schwimmabzeichen üben? Wusste ich etwas von der Adventsfeier bei deiner Mutter? Wie, es gibt auch noch eine Klassen-Weihnachtsfeier? Hast du den Termin für das Kindertheater im Kopf? Schaffst du das mit dem Fotojahrbuch bis Weihnachten? Denkst du an den Termin in der KiTa? Denkst du an die Konzertprobe der Maus? Denkst du an… Ich habe das unbestimmte Gefühl, diese vorweihnachtlichen Fragen habe ich alle im letzten Jahr schon gehört. Und das Jahr davor auch. Und das Jahr davor…Und es ist  noch nicht einmal Advent! Und schon ist sie unter meiner ToDo-Liste begraben. Meine Weihnachtsvorfreude. Auf einmal verstehe ich auch, dass die Brigitte-MOM sarkastisch verlautbart, wir Mütter könnten heutzutage alles haben: Job, Kinder, …

Oktober 2017 (und was ihn gut gemacht hat)

Familienleben Stürmisch, kuschelig und mit ganz viel Musik. Wir haben Halloween gefeiert. So richtig mit Kostümen, Schminken, Gruselbüffet und Dekoration. Mit allem drum und dran eben. Und dann wurden alle Nachbarn abgeklappert, gesungen, gelacht und genascht. Die Minimaus wusste erst gar nicht, was da überhaupt los ist, bis sie verstanden hat, dass es hinter jeder Tür Süßigkeiten gibt. Ihre Beute hat sie dann zwischen den Stockwerken aufgegessen und sich an der nächsten Wohnungstür Nachschub erlächelt. Ich finde ja, sie ist unheimlich schlau. Einmal zerknautscht gucken und niemand kommt dagegen an. Der Mäuserich war einen Tag mit der Maus in der Schule und er fand diesen Tag so schön. Beim Laternelaufen durfte er als Großer schon eine Fackel tragen und wenn ich ihn mir so ansehe, dann sehe ich schon das baldige Schulkind vor mir. Er ist im Moment wieder so zufrieden und sich selbst. Er fragt viel und er weiß auch schon viel. Hach. Ich möchte ihn gerne noch ein bisschen klein sein lassen, ihm abends Küsschen auf die Wange schmatzen, ihn beim Vorlesen im Arm halten und mit ihm spazieren gehen. Aber er will das schon …

Bücherstapel im November oder Herdwärme und glückliche Kinder

Der Oktober war der Monat der angegessenen Bücher. Das heißt, ich haben großen Leseappetit gehabt, in ganz viele hineingelesen, dann aber kaum eines zu Ende gebracht. Das lag allerdings nicht an den Büchern, die waren wärmend, aufschlussreich, motivierend, kuschelig und sogar schon richtig weihnachtlich. Nein, es lag eher an mir und daran, dass ich jeden Abend viel zu früh eingeschlafen bin, um ein paar Seiten mehr zu schaffen. Deshalb gab es im Oktober also keinen eigenen Bücherstapel und deshalb kommen im November jetzt alle wieder drauf. Diesmal beginne ich von unten, denn Herdwärme von Okka Rohd hätte sowieso einen ganz eigenen Beitrag verdient. Schlichtweg aus Zeitgründen muss es sich den Platz hier nun mit den anderen teilen…   *Herdwärme von Okka Rohd, Kailash Verlag, gebundene Ausgabe, € 20,00 Dieses Buch ist nicht nur ein Kochbuch. Und eigentlich, eigentlich lese ich auch gar keine Kochbücher. Ich koche zum einen nicht gerne und zum anderen sehe ich mir Kochbücher auch nicht gerne an. (Es soll ja Leute geben, die nicht kochen aber gerne gucken). Ich esse einfach …

Konfettitage, Strickjackentage und das Grundrauschen in deinem Leben

Heute ist ein Konfettitag, denn ich sitze am Schreibtisch im Büro meines Mannes. Ganz allein. Ich liebe das. Ich darf jetzt vier Stunden lang das tun, was ich auch noch gerne mache. Ich arbeite an meinem Blog. Das heute ist mein persönliches Konfetti im Alltag. Mein Mann ist mit den Kindern zu Hause, wahrscheinlich stellen sie gerade gemeinsam das Spielzimmer auf den Kopf. Ich habe mir auf dem Weg hierher einen Kaffee geholt, den trinke ich jetzt und sehe dabei aus dem Fenster. Drei Atemzüge lang. Nursodasein. Vor dem Fenster parkt ein Auto aus und drei wollen einparken. Ein Zug ist gerade angekommen. Mehrere Rollkoffer klackern über das Pflaster und irgendwo hinter den Altbauten am Ende der Straße erahne ich den Hafen und die Elbe. Das macht mich total glücklich. „DIE LEBENSZUFRIEDENHEIT LÄSST SICH AM LEICHTESTEN DADURCH STEIGERN, DASS MAN SEINE VERFÜGBARE ZEIT BESSER NUTZT. KÖNNEN SIE MEHR ZEIT FÜR DINGE ERÜBRIGEN, DIE IHNEN SPASS MACHEN?“ – Daniel Kahnemann Bei Daniel Kahnemann habe ich neulich gelesen, warum es mir so gut damit geht. Es hat …