Monate: Januar 2016

Persönliches zur Vereinbarkeit

  Ich komme gerne dem Angebot von Juristin nach und schreibe etwas zu ihrer Kategorie „Eltern im Job – Persönliches zur Vereinbarkeit“. Das passt gerade ganz ausgezeichnet zu meiner Situation in diesen ersten Wochen des Jahres: Ich gehöre generell eher zu den berufstätigen Müttern, die der Meinung sind, Vereinbarkeit geht. Jedenfalls für mich, denn ich selbst finde ideale Rahmenbedingungen dafür vor und muss mich auch nicht jedes Mal rechtfertigen, wenn eines meiner Kinder krank ist. Ich arbeite 34 Wochenstunden im öffentlichen Dienst mit individuellem Arbeitsbeginn um 9.30 Uhr (spätestens), habe einen Homeoffice-Tag, verständnisvolle Kollegen, einen netten Chef und kaum kranke Kinder. Es läuft alles sehr gut und ich habe das Gefühl, alles im Griff zu haben oder jedenfalls mit Überraschungen organisatorisch im erträglichen Maße umgehen zu müssen. Bis jetzt. Seit meinem Wiedereinstieg nach der Elternzeit mit meinem dritten Kind stoße ich trotz des familienfreundlichen Arbeitsumfeldes an meine Grenzen. Ich arbeite seit Ende Oktober wieder und Minimaus ist zum wiederholten Male krank. Sie bedarf aktuell nach einer Woche in der KiTa nun wieder häuslicher Pflege. Ich war gerade erst 6 Tage mit …

Kind krank (schon wieder)

  Da ist es also wieder – das Vereinbarkeitsproblem. Gerade läuft es einigermaßen – denke ich – und dann ist eins der Kinder krank. So geht es mir wohl zukünftig öfter mal als dreifache Mama. Da bin ich –schwupps- schon wieder mal eine Woche nicht im Büro, muss einer Kollegin meinen Lieblingstermin überlassen und glänze auch ansonsten mit Abwesenheit. Und wenn ich mir meinen Kalender so ansehe, dann ist meine „Verfügbarkeit“ im Büro seit meinem Wiedereinstieg Ende Oktober erheblich gesunken. Da musste ich dann doch schlucken, bevor ich gerade mal 5 Tage nach dem Ende meines Weihnachtsurlaubs die Krankmeldung einreichte und mich zur Pflege meiner kranken Minimaus schon wieder ins häusliche Umfeld abmeldete. Zum Glück ist mein Chef ein sehr seltenes, gutmütiges Exemplar und ohnehin der Ansicht, man könne mit drei Kindern eigentlich nicht mehr arbeiten. Im Moment entlastet mich diese Einstellung eher als dass ich um meine wohlverdiente Professionalität trauere. Führt das doch dazu, dass er es entspannt sieht und mir keine Dinge aufbürdet, die eine gewisse Dringlichkeit haben. Andererseits geht das zu Lasten der …

Unser 5. Januar oder „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

Frau Brüllen hatte da eine nette Idee und nachdem sich einige von Euch interessanterweise auch daran beteiligen (z.B. hier und hier) , will ich auch. Unser 5. Januar war zwar weniger typisch, denn der Morgen verläuft so nicht jeden Tag und unser Tagesrhythmus ist von den Weihnachtsferien noch total verhunzt. Aber irgendwie war der Tag dann doch wieder beispielhaft für die Herausforderungen des Alltags mit drei Kindern. Deshalb hier nun auch meine Antwort auf die Frage: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?” . Nachts: Minimaus will ihren Mitternachtsnack (ja, ich stille nachts noch) und dies nun schon zum dritten Mal in dieser Nacht. Ich bin gerädert, was wohl auch daran liegt, dass ich den Abend noch bis halb eins bei meiner derzeitigen Lieblingsserie vertrödelt habe. Gefühlt 3.00 Uhr:  Ich wundere mich, dass Minimaus so munter ist und nicht mehr einschlafen will. Nach ein paar Kuschelumdrehungen beschließe ich dann doch, mal auf die Uhr zu sehen und stelle fest, es ist schon… 7.47 Uhr: Eigentlich müssten wir seit 2 Stunden wach sein, das Frühstück gemacht, uns angezogen, die Minimaus gewickelt …

Slow und Flow

Ich bin im Jahr 2016 angekommen. Das schrieb ich ja gestern schon. Zum Jahreswechsel setzen bei mir automatisch Tendenzen zu Rückblicken, Vorblicken und Einblicken ein. Genauso wie übrigens an Geburtstagen, Hochzeitstagen und besinnlichen Schlechtwettertagen. Da kommen mir regelmäßig die übergeordneten Fragen in den Sinn. Was will ich, kann ich, soll ich in diesem Monat, in diesem Jahr, in diesem Leben noch so erreichen? Wer mich ein wenig besser kennt weiß, dass ich irgendwie immer ein Projekt benötige; ein Vorhaben, das mich ausfüllt; ein Plan, der mich mit Sinn erfüllt. Irgendetwas muss es doch neben den routiniert abzuarbeitenden und viel zu oft auch fremdbestimmten Alltagsaufgaben geben, sonst fühle ich mich schnell leer oder unterfordert und werde launisch, mache dann meine Arbeit schlechter und bin auch ansonsten keine leichte Kost mehr. Dumm nur, dass mir für die ganz großen Pläne gerade die Zeit, die Energie und auch der Kopf fehlen. Ich langweile mich zwar streckenweise beim Türmchen bauen oder Windeln wechseln und auch mit meinem aktuellen Job habe ich mir nicht die wirklichen Herausforderungen geschaffen. Aber irgendwie habe ich …

(K)meine Vorsätze für das Jahr 2016

Unsere Weihnachtsferien sind zu Ende. Wir sind heute wieder im Büro, in der KiTa oder in der Schule. Das Jahr 2016 hat begonnen und wird uns mit all seinen Verheißungen, Hoffnungen und Aussichten sicherlich auch vor so manche Herausforderung stellen. Erst einmal jedoch wünsche ich Euch allen einen schönen, möglichst ruhigen und entspannten Start in das neue Jahr 2016. Auch wir werden die ersten Wochen des Jahres möglichst unangestrengt absolvieren. Ich nehme es mir vor, ich werde insgesamt viel gelassener werden, ich schwöre, ich werde eine „Slow“-Mama…(dazu gibt es einen interessanten Artikel in der aktuellen NIDO 01/2016). Im Grunde mag ich Vorsätze nicht, jedenfalls nicht zum Jahresbeginn. Mir hat es noch nie eingeleuchtet, weshalb es mir zum Jahreswechsel leichter fallen sollte, etwas zu ändern als zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr. Veränderungen brauchen ihre Zeit, bisherige Gewohnheiten sind manchmal zäh und sollte ich etwas ändern wollen, kann ich damit auch genauso gut im März, Juli oder November beginnen. Ich möchte im Moment auch gar nicht viel ändern. Ich werde mir weiterhin nicht vornehmen, mehr Sport oder …