Monate: Juni 2015

Stilllesungen

Eltern kennen keine Work-Life-Balance. Dies ist eine der Kernaussagen des Buches von Felicitas Richter, das ich kürzlich gelesen habe. Eltern hilft es nicht, sich mit Zeitmanagement und Prioritätenlisten zu befassen, denn Eltern sind die bestorganisiertesten Arbeitnehmer überhaupt. Eltern meistern viele verschiedene Aufgaben tagtäglich in genau festgelegten Zeitfenstern, halten sich an Vorgaben und erledigen auch noch jede Menge unvorhergesehene Zusatzaufgaben. Sie brauchen all das nicht noch effektiver, disziplinierter oder kleinteiliger zu gestalten. Eltern haben all das schon versucht. Sie haben ausgefeilte Pläne für das operative Geschäft (Alltagskram) und viele Methoden zur Effizienzsteigerung geradezu erfunden. Trotzdem fehlt es Ihnen an Zeit, an Freiheit und an Unterstützung. Sie fühlen sich gehetzt und ausgelaugt. Felicitas Richter legt das alles zutreffend offen, erklärt, warum die herkömmlichen Managementmethoden zu Hause nicht helfen und zeigt, wie man sich die nötigen Auszeiten und Atempausen im Familienalltag verschaffen kann. Sie ist Eltern-Coach und Mutter von 4 Kindern. Ihre Methode heißt „Simple Present“ und meint nichts anderes als sich seiner jeweiligen Situation bewusst zu sein und möglichst nicht mehrere Dinge gleichzeitig (halbherzig) zu tun. Mehr Gelassenheit, mehr Selbstbestimmung …

Beste Freundin gesucht

Meine beste Freundin ist mir verloren gegangen. Es ist so schleichend passiert. Wir haben uns weder gestritten noch sind wir uns irgendwie böse. Wir sehen uns einfach nur noch sehr selten und finden gerade keine gemeinsamen Themen. Sie ist seit längerem auch die Patentante des Mäuserichs, aber das weiß er gar nicht. Die Minimaus hat sie noch nie gesehen. Zu ihrer Tauffeier kann sie nicht kommen. Sie hatte immer viel Verständnis für meine Elternthemen, dennoch schlich sich diese Distanz ein. Irgendwo zwischen dem zweiten und dritten Kind haben wir uns verloren und kaum noch Zeit miteinander verbracht. Wir trafen uns manchmal ohne Kinder und gleichzeitig habe ich versucht, sie in mein Familienleben einzubeziehen. Kaffee auf dem Spielplatz, Pizza bei mir auf dem Sofa oder auch Spaziergänge mit Coffee to go und Buggy. Das war jedoch alles nicht so das Wahre für uns, denn Spielplätze sind für Nichteltern irgendwie befremdlich, der Beginn des gemeinsamen Pizzaabends ließ sich nicht auf die Minute planen (erst mussten die Mäuse einschlafen) und lange Spaziergänge auf Büropumps tun weh. Unsere Treffen …

„Z“ nochmal

Ich habe es wieder getan, weil ich es das letzte Mal einfach klasse fand. Ich habe mir über das Projekt „Z“, das jetzt „Zalon“ heißt, von Zalando noch einmal ein paar Outfits schicken lassen. Die Taufe unserer Minimaus rückt näher und ich wollte dafür etwas anderes als mein Kleiderschrank hergibt. Deshalb nochmal eine freundliche Beratung. Dieses Mal von Ariel und unter den Prämissen feierlich, sommerlich, büro- und stilltauglich. Nach 3 Tagen kamen dann 4 wunderbare Outfits von Zalando bei mir an. Das Paket war wieder liebevoll zusammen gestellt. Es macht schon Freude, wenn es im Flur nur so da steht. Hätte Minimaus nicht „gemeckert“, hätte ich mir den Karton und die sorgsam mit Schleifen versehenen Kleiderbündel vorerst nur angesehen. Nun musste ich das etwas schneller genießen. Leider passte mir nicht alles und einiges davon traf nicht ganz meinen Geschmack. Ich habe dieses Mal also vieles wieder zurück geschickt. Dennoch sind ein Lieblingsoutfit sowie jede Menge Inspiration zum Aus- und Anprobieren dabei herausgekommen. Meine Nachbestellung ist schon auf dem Weg und ich freue mich darauf. Wer …

Bücherkiste zum Blog-Geburtstag

Ich habe habe es nicht vergessen. Heute ist es nun soweit. Die Bücherkiste zu meinem ersten Bloggeburtstag wurde verlost. Ich danke euch für die lieben Glückwünsche und freundlichen Kommentare. Das hat mich alles sehr gefreut. Und nun einen Trommelwirbel bitte…Diese Bücher… gehen auf die Reise zu… …Fr.Null.Zwo.   Tatatata…. Ich wünsche Dir viel Lesespaß damit. Lieben Gruß Martamam

Armes Geschwisterkind

Meiner Omi tun meine Kinder leid. Warum? Weil sie keine Einzelkinder sind. Sie selbst hat zwar eine Schwester, der sie sehr nahe steht. Das nehme ich jedenfalls an. Aber ihre Tochter, meine Mama, ist ein Einzelkind. Ich dachte immer, dies sei der Zeit geschuldet, zu der meine Mutter auf die Welt kam. Die Kriegsgeneration hatte einiges erlebt, was wir uns kaum vorstellen können. Viele Kinder zu haben, war damals sicher nicht einfach. Deshalb war es für mich einerseits verständlich, dass ein Kind als Ideal galt. Andererseits ist meine Schwiegermutter in derselben Generation (ja, meine Familie war da etwas früher dran mit der Familiengründung) und hat drei Kinder. Hier spielte wohl eine Rolle wie der finanzielle Hintergrund der Familie damals war. Vielleicht geht es meiner Omi ums Teilenmüssen. Ist es das? Ich habe das schon verstanden, dass der Mäuserich arm dran gewesen sein soll, als die Maus Geburtstag hatte. Allerdings gibt es bei uns seit jeher Geschwistergeschenke und der Tag des Mäuserichs kommt auch noch. Dann ist die Maus arm dran…Wohin soll uns das bloß führen? Ich war jedenfalls …