Monate: Mai 2015

Stilllesung

Dieses Buch ist schon etwas länger auf meiner Leseliste. Bislang bin ich drumherum geschlichen und habe das Lesen immer aufgeschoben. „Lean in“ von Sheryl Sandberg ist sehr umstritten. Vielleicht habe ich es deshalb so gemieden. Ich wollte nicht lesen, dass ich meine Familienplanung als Grund nehme, keine Karriere zu machen. Man kann mich sehr treffen mit solch einem Vorwurf, denn ich möchte Karriere machen, aber nicht um jeden Preis und ich habe nur begrenzte Energieressourcen. Die kann ich nicht nur im Büro verbrauchen. Ich wollte nicht, dass mir diese schöne, kluge und so wahnsinnig erfolgreiche Frau den Spiegel vorhält. Dem Klappentext nach zu urteilen, würde sie jedoch genau das tun. Also stand das Buch lange ungelesen hier herum und das war unbegründet, wie ich jetzt weiß. Nachdem ich einen Teil mit der Minimaus auf der Krabbeldecke und den anderen Teil beim Spaziergang auf der Parkbank gelesen habe, weiß ich noch nicht einmal, warum das Buch so heiß diskutiert wurde. Es ist wie so viele andere in dieser Kategorie gut geschrieben, durch die autobiographischen Teile auch recht spannend und …

7. Mausgeburtstag

Wir haben gefeiert und zwar den 7. Mausgeburtstag und den 7. Monatsgeburtstag der Minimaus. Es gab viele Geschenke, viele Gäste, jede Menge Kuchen, Schokoküsse und Spaß. Die Maus war sehr zufrieden mit ihrem Ehrentag und auch unser Ausflug in die städtische Kunstgalerie zum „Kindergeburtstags-Special“ war ein voller Erfolg. Alle kleinen und großen Gäste waren neugierig auf Kunst und Kuchen und haben am Ende des Tages viel gelobt. Die Maus war nach den Festlichkeiten erschöpft aber glücklich und unsere Minimaus hat pünktlich zum Monatsgeburtstag begonnen, sich auf den Rücken zurück zu drehen. Was will ich mehr? Wenn mir vor 7 Jahren jemand prophezeit hätte, dass ich einmal drei Kinder haben würde, hätte ich nur laut gelacht. Drei war eine unvorstellbare Zahl für mich und ich bin jetzt sehr dankbar dafür, dass der Mäusepapa das gar nicht sooooo unvorstellbar fand. Die Maus ist nun also schon ein Schulkind und groß und vernünftig (meistens) und ich kann noch immer nicht so richtig glauben, dass ich die Mama dieses wahrlich zauberhaften Wesens bin. Mir geht es da wie mit dem Alter. Irgendwie …

Stilllesung

Der Conbook-Verlag war so freundlich anzufragen und mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Zum Glück, denn ich hätte dieses Buch sonst verpasst. Und das wäre schade gewesen, denn es ist ein schönes Buch. Es heißt „Die Nabel der Welt“ und wurde geschrieben von Nadine Luck. Nun gut, es ist weder besonders aufreibend noch besonders kritisch. Es ist eben kein Krimi, aber es ist informativ, lustig und ein bißchen verrückt, denn es beinhaltet eine umfangreiche Sammlung an Bräuchen, Sitten, Aberglauben und Traditionen rund ums Babybekommen und Babyhaben weltweit. Nadine Luck hat sich viel Arbeit gemacht und alles mögliche und unmögliche zusammen getragen. Ich habe mehr als einmal gestaunt oder wusstet ihr, dass in den USA Millionen mit dem sogenannten Family Balancing (Wunschgeschlecht bei künstlicher Befruchtung) gemacht werden; dass Frauen im alten Ägypten mittels Getreidekörnern eine Schwangerschaft feststellen konnten; dass sich philippinische Schwangere gegen Aswangs (vampirähnliche Wesen) schützen oder dass spanische Schwangere auf saure Gurken verzichten? Gewundert habe ich mich auch über den Feiertag für Hebammen in Bulgarien; über die Statistik, die besagt, dass in der Schweiz geborene …

Blog-Geburtstag

Mein Blog feiert Geburtstag. Na klar, es ist noch klein. Ich mache auch nicht viele Anstalten, um das zu ändern. Ich mag das so. Das Martamam-Blog gibt es jetzt also genau ein Jahr. Ein Jahr, in dem ich über meine Schwangerschaft mit der Minimaus, über Fragen rund ums Familienleben mit drei Kindern, über Vereinbarkeit, über Bücher und vieles mehr geschrieben habe. Es hat gut getan, es hat Spaß gemacht. Und ich freue mich, dass ich inzwischen eine kleine Leserschaft habe, die all dies verfolgt und mir ab und zu auch nette Kommentare hinterlässt. Dankeschön. Und weil es sich an einem Geburtstag so gehört, gebe ich heute auch einen aus. Ich verlose eine kleine Bücherkiste mit einigen Büchern aus meinen Stilllesungen. Darunter sind aktuelle Bücher und auch ältere Klassiker zum Thema Elternsein, Erziehungsfragen, Vereinbarkeit oder auch einfach nur das erste Jahr mit Baby. Also, wer Lust hat, hinterlässt einfach einen Kommentar und am 29.5. lose ich dann aus. Liebe Grüße und genießt den Tag Martamam

Muttertagsschreibe

Ob der Muttertag daran schuld war -auf den ich offen gestanden allergisch reagiere- oder ob ich das nur nicht so richtig verstanden habe? Ich weiß es nicht. Als ich den Artikel in der FAZ am Sonntag vom 10.5.2015 las, wurde jedenfalls mein Morgenkaffee kalt. Gerade hatte ich abends noch das Kapitel zum „Guten Gewissen“ im Buch „Vive la famille“ von Annika Joeres gelesen, indem es darum ging, auch als Mutter unbekümmerter für sich zu sorgen, Betreuungsangebote für die Kinder leichten Herzens anzunehmen und sein bisheriges Leben auch mit Kindern ohne schlechtes Gewissen zumindest teilweise fortsetzen zu können und dann das: Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung lobt nur Mütter, die bei Kind und Haushalt zu Hause bleiben. Oder wie soll ich das verstehen? Der Beitrag von Redakteurin Anke Schipp schildert das Beispiel einer Akademikerin und Vierfachmutter, die zu Gunsten der Kinder letztlich aus ihrem Beruf ausgestiegen ist. Die Autorin geht ein wenig darauf ein, was es bedeutet, neben dem Beruf auch noch Kinder groß zu ziehen und dass manche Mütter das gut schaffen würden. Was irgendwie schon wieder lustig …

Stilllesung

Gerade habe ich ein Buch im „Nachtmodus“ nahezu verschlungen. Und das eigentlich nur, weil wir hier im Urlaub kein WLAN im Appartement haben, weil Maus und Mäuserich nach den Tagen am Meer binnen Sekunden erschöpft in die Kissen sinken, weil die Minimaus von der frischen Meeresluft genauso gut einschläft, weil ich also früh im Bett liege und nichts anderes zu tun ist. Und weil ich diesen Artikel über das Buch in der Eltern-Zeitschrift gelesen habe. Darum war es überhaupt in meinem Reisegepäck und nun habe ich es schon zu Ende gelesen. Schade eigentlich, denn ich finde das Buch „Vive la famille“ von Annika Joeres ganz wunderbar. Deshalb werde ich es allen Müttern schenken, die das Pech oder doch eher das Glück haben, bald Geburtstag zu feiern. „Vive la famille“ war stellenweise so interessant, dass ich auch dem Mäusepapa auszugsweise daraus vorgelesen habe und das mache ich sonst nie. Er liest keine Erziehungs-, Vereinbarkeits-, Elternliteratur. Niemals. Dieses Buch fand er „okay“ und das will schon etwas heißen. Das Buch von Annika Joeres ist deshalb gleichermaßen kurzweilig, …

Einer motzt immer….

Der Mäuserich auf dem Roller oder die Maus auf dem Fahrrad sind Situationen, die ich -wie so vieles andere- damals als frischgebackene Mama nicht habe kommen sehen und bei denen ich oft genug die Nerven verliere. Irgendwie ist mit dem täglichen Weg zwischen Schule, KiTa und Wohnung regelmäßig die Entscheidung verbunden, ob ich mich von meinen Kindern oder von Erwachsenen anmeckern lasse. Die einen finden mich blöd, weil ich Ihnen angeblich zu wenig zutraue, die anderen, weil ich meine Kinder überhaupt „auf die Straße“ lasse. Einer motzt eben immer… Oft denke ich selbst auch, warum können die Mäuse nicht bis zum Abitur im Buggy sitzen bleiben? Aber nein, sie lieben es statt dessen, sich rennend, krabbelnd (ja, auch das) oder auch schleichend fortzubewegen. Das tun sie leider, leider nicht immer strikt geradeaus, sondern schlängelnd, oft auch quer zum Gehweg oder von Pfütze zu Pfütze hüpfend. Damit irritieren sie gehörig die zielstrebig gehenden oder fahrenden Erwachsenen. Oder sie bevorzugen das Fahrrad und den Roller, um die Wege zur Schule und zur KiTa schneller zurückzulegen. Sie sind eben Kinder und deshalb manchmal …