Monate: Januar 2015

Stilllesung

Ich kann das Thema nicht sein lassen und lese gerade zwei sehr interessante Bücher über die gesellschaftlichen und staatlichen Zusammenhänge zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie über das traditionelle deutsche Familienbild und woher es kommt. Wer solche Fragen gerne in Zahlen und Studien wissenschaftlich belegt haben möchte, findet das in beiden Büchern. In diese Reihe passt auch das Buch von Barbara Vinken „Die deutsche Mutter“, das ich auch in meiner Literaturliste habe. Letzteres liest sich hier und da nur etwas schwierig. Da sind die Bücher von Karen Pfundt „Die Kunst in Deutschland Kinder zu haben“  und Lisa Ortgies „Heimspiel“ gefälliger. Neben vielen Zahlen gibt es jede Menge interessante Informationen dazu, wie das Thema Familie, Mütter und Beruf u.a. in Frankreich und in den skandinavischen Ländern wahrgenommen wird. Besonders aussagekräftig für die verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Einstellungen fand ich die Sichtweisen, die französische, dänische und deutsche Mütter zum Thema KiTa-Start haben. In Dänemark sei es üblich, die Kinder mit einem halben Jahr in die „familienergänzende“ Betreuung zu geben. Das hänge ganz stark auch mit der …

Wer hat Angst vor dem zweiten Kind…?

Nachdem ich diesen ehrlichen Beitrag von Wiebke gelesen habe, muss ich doch auch mal etwas dazu schreiben. Das zweite Kind ist noch einmal ein Sprung. Ich fand den Aufprall bei meinem Sprung zu einem Kind zwar am härtesten, aber ich kann sehr gut nachvollziehen wie Wiebke sich gerade fühlt. Jetzt hat man die allererste Zeit mit Kind gut überstanden, alles hat sich eingespielt, man ist gut organisiert, findet sich als Eltern halbwegs zurecht, hat die erste Zeit mit Beruf und Kind geschafft, alles hat sich irgendwie neu hingeschuckelt und man traut sich allmählich auch ein weiteres Kind zu. Doch dann kommen unweigerlich all diese Fragen. Wie verändert sich der Alltag mit einem weiteren Kind? Ist das zu schaffen oder mache ich die gerade gewonnene Harmonie wieder kaputt? Wird mein Erstgeborenes den Fall vom Thron unbeschadet überstehen? Kann ich zwei Kinder genauso lieben wie ein Kind? Die schlechte Nachricht ist, jedes Kind ist ein Sprung ins Ungewisse. Sei es das erste, zweite oder wie bei mir jetzt das dritte Kind. Es wird nicht ganz ohne Eifersucht, nicht …

Stilllesung

So, ich habe jetzt gaaaaaanz viele Bücher von Müttern über ihre erste Zeit mit Baby oder Kleinkind gelesen und möchte Euch gerne daran teilhaben lassen. Ich fand nicht alle gleich gut. Zwei davon haben mich allerdings sehr berührt und das waren „Völlig fertig und irre glücklich„ von Okka Rohd -nach meinem Geschmack bisher das beste Buch in dieser Kategorie- und „Unter dem Herzen„ von Ildiko von Kürthy. Letzteres fand ich nach dem Buch von Okka Rohd zunächst nicht ganz so anrührend und witzig, aber ich habe mich nach einer Weile auch da hineingelesen und fand es dann doch noch sehr gut. Meinen beiden Favoriten folgt „Auf High Heels in den Kreißsaal“ von Lucie Marshall. Den Hintergrund bildet hier zwar die Medienwelt, aber die Probleme, die eine Mutter auf einmal mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, mit der Suche nach einem Kitaplatz, der neuen Mutterrolle, dem Stillen in der Öffentlichkeit und allem drum herum hat, sind bei Lucie Marshall die gleichen. Der Schreibstil ist bodenständig, urkomisch und ich habe viel gelacht beim Lesen. „Ich bin …

Ich möchte gerne etwas an die Wand werfen…

…oder ganz furchtbar gerne jemanden verprügeln. Natürlich nur bildlich gesprochen, aber ich bin gerade ein wandelnder Wutzwerg. Wer hat hier behauptet, beim dritten Kind würde einem die Babyzeit leichter fallen? Das war wohl ich selbst oder ich habe es mir zumindest eingeredet und der Mäusepapa hat das heute morgen auch nochmal gesagt. Und darüber bin ich jetzt furchtbar wütend auf ihn, auf mich, auf die ganze Welt. Mir fällt gerade gar nichts leicht. Der Alltag hat uns nach den schönen Weihnachtsferien knallhart wieder eingeholt. Ich bin müde, die meiste Zeit allein (mein Rückbildungsyoga hilft da auch nur temporär) und gefühlt für den ganzen Kinderkram zuständig. Weil der Mäusepapa ja arbeitet und selbst total gestresst ist. Da fällt es ihm auch schwer, Maus und Mäuserich jeden Morgen alleine zu bringen und nachmittags dann auch noch den Mäuserich wieder abzuholen. Und so teilen wir das jetzt irgendwie. Ich bringe Maus und hole Maus und weil ich dann schon mal unterwegs bin mit der Minimaus, begleite ich den Mäuserich und Mäusepapa morgens auch gleich noch zur KiTa und …

Eine ganze Welt dazu

Der Beitrag von Mäusemama in Mamas Mäuse hat mich auf die Idee gebracht, auch etwas zum Thema zu schreiben. Und da ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass wir beide im Blog Mäuseeltern sind. Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel… das war unbeabsichtigt.Ehrenwort… Also zum Thema Vorteile von Geschwistern weiß ich etwas. Ich habe schließlich schon Maus und Mäuserich und dadurch die Geschwistersituation inzwischen mehr als drei Jahre lang hautnah miterlebt. Minimaus zählt da noch nicht, sie ist momentan „außer Konkurrenz“ und wird von Maus und Mäuserich noch heiß geliebt. Vielleicht ändert sich das, sobald Minimaus den Legoturm zerlegen kann. Obwohl, die Maus hat das beim Mäuserich meistens ganz tapfer ertragen. Er war ja noch klein und die Maus da sehr fürsorglich und verständnisvoll. Im Gegenzug haben wir Schlösser, Burgen und andere zerbrechliche Dinge außer Reichweite gestellt. Nun bin ich also schon mitten im Thema. Lasst mich mal überlegen….Okay, zunächst dachte ich immer, zwei Kinder = zweimal so viel Arbeit, Energie und Zeitaufwand. Das ist definitiv nicht so. Es gibt ganz fantastische Synergieeffekte. …

Ein „Sat Nam“ fürs Baby

Ich war heute bei meinem ersten Termin für das Rückbildungsyoga mit Baby. Nachdem ich den Kurs auch schon mit der Maus damals besucht hatte und ein anderer Kurs mit dem Mäuserich zwar näher dran aber bei weitem nicht so schön  war, bin ich nun mit Minimaus zu meiner Yogalehrerin zurück gekehrt und habe mich gleich wieder sehr wohl gefühlt. Sie macht drei Rückbildungskurse je nach Alter des Babys. Man kann sie auch hintereinander buchen und sich so das Babyjahr mit anderen Müttern und Babys beim Yoga versüßen. Yoga macht mir ohnehin viel Spaß und so ist das für mich genau die richtige Mischung aus Nutzen und Freude. Meine Yogalehrerin ist zudem ausgebildete Kinderkrankenschwester und so wird der Kurs regelmäßig auch mit einer kleinen Fragerunde zum Stillen, Schlafen etc. ergänzt. Sehr praktisch, wenn man seine Fragen nicht erst beim Kinderarzt los werden muss….und gleichzeitig auch noch jede Menge aufbauende und liebevolle Worte mit auf den Weg bekommt… Ich hatte zwar Zweifel, ob Minimaus mich „turnen“ lässt, denn sie schläft noch viel und das nur im Tragetuch oder auf dem Arm. …

Kleiner Jahresrückblick 2014

Meine liebe Familie und Freunde, unser Jahr 2014 verging für uns gefühlt mal wieder rasend schnell. Dieses Jahr war auch ganz besonders, denn es gab so einige „Meilensteine“, die es ziemlich aufregend gemacht haben. Nicht nur, dass „wir“ beinahe das ganze Kalenderjahr schwanger waren. Maus und Mäuserich sind in diesem Jahr auch schon wieder „drößer“ geworden. Es gab die erste längere Gruppenreise (Maus) und Besuch von der Schnullerfee (Mäuserich). Wir haben jetzt ein fröhliches Schulkind zu Hause und ein munteres KiTa-Kind in der großen Gruppe. Wir haben entdeckt, dass die Schule „so Spaß macht“ (Maus) und KiTa in der großen Gruppe „toll“ ist (Mäuserich). Zwischendurch waren wir mit dem Wohnmobil in Dänemark; haben Euch alle besucht; die Ankunft der kleinen Allegra und weitere 3 Familienfeste gefeiert; gearbeitet; gelebt; gelacht und vieles dazu gelernt. Mäusepapa hat neben all dem Trubel sein Büro „am Laufen“ gehalten, sich für seine Familie „ein Bein ausgerissen“, die Wohnung für die Ankunft des weiteren Nachwuchses umgestaltet und seinen nicht gerade kleinen Anteil daran erbracht, dass er jetzt eine Frau Dr. jur. …