Monate: September 2014

Blogparade : Elterliches Miteinander

Ich habe eine schöne Idee für ein Thema bei MunichWorkingMum gelesen und möchte das auch gerne aufgreifen. Nachdem ich kürzlich meine zugegebenermaßen nicht besonders schönen Erlebnisse bei einem 80. Geburtstag schilderte, tut es gut, den Blick auf die positiven Seiten des Miteinanders zu lenken. Die kritischsten Anmerkungen zu unserem Familienalltag kamen tatsächlich in erster Linie von Verwandten und Bekannten aus den älteren Generationen. Ich habe zwar auch schon den Spruch gehört „Wozu habe ich Kinder, wenn ich sie gleich wieder abgebe?“, mir die Frage „Mit drei Kindern willst Du doch wohl nicht mehr arbeiten?“ gefallen lassen und mit Blick auf meine beruflichen Pläne gar die Aussage „Bei Dir möchte ich nicht Kind sein!“ anhören müssen. Das waren allerdings nur flüchtige Bekannte und keine Personen, die uns und unseren Alltag besonders gut kannten. In meinem unmittelbaren Umfeld habe ich tatsächlich niemanden, der unser Lebensmodell grundsätzlich anzweifelt. Es sucht einfach jeder für sich den besten Weg, um Beruf, Familie und die übrigen Interessen zu vereinbaren. Dafür gibt es unterschiedliche Lösungen: klassische Rollenverteilung oder gleichberechtigte Aufgabenverteilung, in Teilzeit …

Schwangerschaft Nr. 3 – kleine Grübelei

  Ich war gestern wieder bei meiner Hebamme und allmählich wird mir bewusst, dass der Wusel bald da sein wird. Der Geburtstermin rückt näher und ich habe auch schon alles vorbereitet. Mir fehlt nur noch ein Paket der Windelgröße 1, wie mir heute beim Windelkauf für den Mäuserich plötzlich einfiel. Es ist zwar einiges anders in der dritten Schwangerschaft, aber manches bleibt eben doch aufregend. Ich bin einerseits in vielem tiefenentspannt und habe nicht mehr so viele Sorgen wie noch in der ersten oder auch zweiten Schwangerschaft. So habe ich beispielsweise fast den Anmeldetermin in der Klinik „verschlafen“, wenn mich mein Arzt nicht danach gefragt hätte. Ich konnte auf Nachfragen auch selten sofort die aktuelle Schwangerschaftswoche angeben. In den ersten beiden Schwangerschaften waren solche Termine noch die Eckpfeiler meiner Gedanken und Planungen. In der ersten Schwangerschaft hatte ich zudem noch riesigen Respekt vor der Entbindung und habe ungelogen sehr viele Bücher über die natürliche, schmerzfreie, spirituelle etc. Geburt gelesen; sogar einen Edelstein besorgt, der die Geburt erleichtern soll und gelernt wie man die Wehen als …

Sind wir als Eltern heute so anders?

Nach meinen kürzlichen Erlebnissen auf dem 80. Geburtstag kamen mir einige Gedanken dazu, ob unsere Elternwelt heute wirklich so anders ist als noch in der Generation meiner Großeltern oder Eltern. Wenn ich mir das Verhalten meiner Oma gegenüber Maus und Mäuserich so ansehe, wohl schon. Aber das will nicht viel heißen, denn meine Oma war Kindern – und ich wage zu behaupten allen Menschen gegenüber – schon immer sehr eigen. (Das ist gar nicht so herzlos gemeint wie es klingt. Es ist einfach eine Tatsache.) Aber zurück zum Thema: Die Nido sagt in einem aktuellen Artikel („Familienbild“ in Heft 10/2014, S. 42 ff. ), dass wir eine neue Elterngeneration seien, moderne Eltern mit veränderten Vorstellungen vom Leben mit Kindern. Mütter wollen Unabhängigkeit (auch wenn viele das noch nicht konsequent für sich umsetzen), Väter mehr Zeit für ihre Kinder, Eltern mehr Zeit für eigene Interessen. Dazu gehöre heutzutage für viele Eltern bei bleibender Verantwortung eine gute Kleinkindbetreuung, die Elternzeit der Väter, die Berufstätigkeit der Mütter, ein Wochenende auch mal ohne Kinder und nicht mehr ausnahmsloser Verzicht …

Familienfeste und andere Grausamkeiten

Familienfeste können superschön oder ganz furchtbar sein. Gerade habe ich letzteres erlebt. Ich möchte meine Mama und ihren Lebenspartner (für Maus und Mäuserich einfach Opa) gar nicht allzu enttäuschen. Sie haben alles ganz liebevoll organisiert und auch die Location und das Essen gut gewählt. Daher einen ganz lieben Dank für die Einladung und den wirklich netten Rahmen dieses 80. Geburtstages. Dennoch bin ich nach den beiden zurückliegenden Festtagen mit dem innigen Wunsch wieder abgefahren, meine geliebte „Wahlheimat“ nie mehr zu verlassen. Die Begegnungen mit den Gästen dieses Geburtstages waren mein persönlicher Albtraum. Ich habe mich selten so viel Intoleranz und Unverständnis gegenüber gesehen. Am liebsten hätte ich Maus und Mäuserich sofort wieder eingepackt und wäre vorzeitig abgereist. Wenn da nicht doch noch zwei/drei liebe Menschen dabei gewesen wären, hätte ich auch genau das mit vollster Zustimmung meines Mannes getan. Glücklicherweise war aus der entfernten Verwandtschaft zudem noch ein Paar mit Kindern da, die den Aufenthalt für Maus und Mäuserich irgendwie „gerettet“ haben. Ich nehme bei solchen Anlässen zumeist auch das für mich mit, was ich …

Babybauch-Bilder

Ich hatte einen Fototermin. Genauer genommen, mein Bauch hatte einen Fototermin. Meine Mama war überrascht: „Ich dachte, in der 3. Schwangerschaft ist das nicht mehr so wichtig. Du kannst doch ein Bauchbild aus den beiden davor nehmen.“. Nein! Natürlich nicht! Wie heißt es so schön? Jede Schwangerschaft ist anders. Und ich werde Wusel doch nicht ein Bild zeigen, auf dem ein anderes Baby in meinem Bauch ist. Zumal Maus und Mäuserich schon sehr genau wissen, wer von ihnen auf welchem der Fotos in meinem Bauch war. Also, deshalb noch einmal: Ich hatte einen wunderschönen Fototermin mit Malin (Malin Mauritsen – www.mauritsen.de). Ich finde Babybauchbilder immer etwas besonderes und freue mich auch jetzt wieder sehr darüber. Sie erinnern mich an die jeweiligen Schwangerschaften und auch wenn alle 3 ziemlich gleich unkompliziert verliefen, so befand ich mich doch jedes Mal in einem anderen Abschnitt meines Lebens mit jeweils ganz eigenen Gedanken, Gefühlen und Sorgen. Vor allem aber erinnern sie mich an Zeiten, in denen mein Mann und ich in freudiger Erwartung und angefüllt mit Zukunftsplänen sind. Ganz …

Wo lebst Du und wie lange schon?

Ein nachdenklicher Blogbeitrag von annaschmidt-berlin.com hat mich dazu inspiriert, auch etwas zum Thema Wohnort zu schreiben. Da ich jetzt seit über 20 Jahren nicht mehr in meinem Geburtsort lebe und mein Mann ebenfalls woanders aufgewachsen ist, ist es auch bei uns immer mal wieder ein Thema, was für uns als „Zugereiste“ anders ist. Manchmal beneide ich diejenigen, die ihr Leben an einem einzigen Ort verbringen, ihr soziales Netz quasi in die Wiege gelegt bekamen und sich hier verwurzelt und zu Hause fühlen. Es erwies sich laut ihrer Äußerungen oft als unschätzbar, dass auch deren Familien in der Nähe leben, Freunde schon aus Schultagen bekannt sind und berufliche Wege über unzählige „alte“ Kontakte geebnet scheinen. Ganz zu schweigen von der Sicherheit, die der Geburtsort einem auch in Krisenzeiten vermittelt. Ich kann daher gar nicht ausnahmslos sagen, dass es mich besser anmutet, schon an mehreren Orten gelebt und unser Lebensumfeld schon einige Male verändert zu haben. Meine Oma lebte ihr ganzes, inzwischen immerhin 83 Jahre währendes Leben an einem Ort im selben Haus. Hier ist sie geboren, …

Blogparade: Haushalt, Job und Familie

Ich mag Blogparaden und beteilige mich daher gerne auch an dieser hier zum Thema Mama/Papa-Alltag, zu der „Mamas Mäuse“ aufgerufen hat. Wie sieht ein ganz normaler Alltag einer berufstätigen Mutter aus. Dazu kann ich natürlich etwas sagen. Zwar bin ich seit kurzem mit dem Wusel (noch im Bauch) im Mutterschutz und seitdem ist gerade alles seeeeeeeehr entspannt bei uns, aber bis dahin habe ich mit zwei Kindern (6 und fast 3 Jahre) gearbeitet (zuletzt 34 Wochenstunden). Also, wie sah ein normaler Tag ohne Krankheiten, ohne die Arbeit an meiner Promotion und ohne besondere Termine bei uns so aus: 6.00 Uhr: Aufstehen, Maus und Mäuserich wecken, Frühstück machen. Nebenbei bereite ich die Schulbrote für die Maus und das Frühstück für die Waldwoche des Mäuserichs vor. 6.30 Uhr: Mein Mann wird wach (er ist eine Eule und morgens eher muffelig) und trinkt erst einmal mit uns seinen Kaffee. Maus und Mäuserich frühstücken mal mehr und mal weniger und spielen nebenbei. 6.45 Uhr: Mein Mann geht sich duschen und anziehen. Ich versuche das nebenbei auch und verschwinde ins …

„Chill out“ und der Schulweg

Die Maus wird ein richtiges, selbständiges Schulkind. Ich habe es kommen sehen und war heute trotzdem gerührt als sie das erste Mal nur bis zum Eingang des Schulgebäudes gebracht werden wollte. Ich habe mich sogar noch eine Weile am Eingang herumgedrückt falls sie doch zurück kommt und bis zum Klassenraum gebracht werden will. Sie kam aber nicht zurück und will das morgen wieder so machen. Auf einmal geht das ganz schnell. Sie hatte auch ihren ersten Nachmittagskurs im Rahmen der Hortbetreuung. Ich konnte sie gar nicht darauf vorbereiten, dass sie einen Platz im  gewählten Kurs bekommem hat, weil die Mitteilung erst am Tag kam, an dem der Kurs auch schon startete. Sie hat mir zu Hause quasi nebenbei berichtet, dass sie den ersten Termin zum „Chill out“ – Kurs schon hatte und es toll fand. Wie? So ohne mich und ohne Vorgespräch und ohne, dass ich das weiß? Ich freue mich, dass sie es so toll findet und so selbstverständlich in diese Freiheiten eines Schulkindes hineinwächst. Ich bin vor allem überaus dankbar dafür, dass es …

Oma zieht um, Teil 2

Es ist jetzt tatsächlich so weit. Nachdem ich beinahe das Gefühl hatte, meine Mama überlegt sich das ganze Ding mit dem Umzug noch einmal, wird es jetzt ernst. Sie hat eine Wohnung in unserer Nähe gefunden und wenn es zeitlich gut „hinkommt“ wird sie noch vor der Geburt des „Wusels“ bei uns in der Stadt sein. Ich gebe zu, zwischendurch dachte ich, sie würde einen Rückzieher machen. Sie war so erstaunt über die Mietpreise bei uns in der Großstadt und über die Schwierigkeiten, etwas heimeliges zu finden. Vor allem aber machten ihr wohl die anstehenden Veränderungen generell Angst. Es ist auch eine besondere Zeit im Leben, wenn das Berufsleben zu Ende ist und man gleichzeitig seinen gewohnten Platz verlässt, um noch einmal in einer neuen Stadt zu leben und dabei auch noch nicht weiß, wie sich die neue Nähe zu den Enkeln auswirkt. Ich finde das sehr mutig von ihr und freue mich auf unseren neuen „Lebensabschnitt“.

Mäuserichgeburtstag und ein Umzug

Ich habe es schon länger geahnt. Der Mäuserich ist ein Genießer. Er ist vor allem ein „Geburtstagsgenießer“ wie ich jetzt weiß. Der Mäuserich ist drei geworden und nach einer Woche Eingewöhnung am selben Tag auch in die große Gruppe der Kita „umgezogen“. Er hat das alles gut gemacht und ist stolz, nun ein großes Kitakind zu sein. Vor allem aber bin ich gerade so richtig stolz auf ihn und freue mich sehr über unseren „Zwerg“. An seinem Geburtstag sind wir morgens um sechs Uhr aufgestanden, um ausreichend Zeit für das Geburtstagsfrühstück zu haben und dennoch wurde es knapp. Nach unserem Ständchen zum „Happy Birthday“ hat er ungläubig gefragt:“ Ist heute wirklich mein Geburtstag?“ und stand dann erst einmal andächtig vor seinem Geschenketisch. Nachdem er sich vergewissert hatte, dass das auch wirklich alles seine Geschenke sind, hat er sie erst einmal in Ruhe vom Geburtstagstisch auf den Esstisch gestapelt und mit den Geschenken zu spielen begonnen, die als kleine Beigabe gar nicht eingepackt waren. Dann hat er sich der Größe nach vorgearbeitet (das kleinste Geschenk zuerst). …