Familienleben Mehr lieben

10 DINGE, AUF DIE ICH IN DEN BABYJAHREN NICHT VERZICHTEN WOLLTE

Hier sind ein paar Dinge, die ich in den ersten Jahren mit einem, dann mit zwei und später mit drei Kindern sehr hilfreich fand. Vermutlich ist nichts davon wirklich, wirklich notwendig, aber sie haben mir das Leben erleichtert, es fröhlicher, entspannter oder auch einfach nur bunter gemacht. Vielleicht ist ja die ein oder andere Entdeckung für dich dabei:

 

1) Babydecke zum Pucken

Meine Älteste war am Anfang keine gute Schläferin. Sie war unruhig, wachte öfter mal wieder auf und musste dann jedes Mal zum Einschlafen getragen, geschaukelt oder gestillt werden. Bis wir von meiner Hebamme vom Pucken erfuhren. Was waren wir dankbar für diesen Supertipp. Wir haben die Maus in die Decke eingewickelt und sofort schlief sie entspannter und länger am Stück. Eine schlichte (nicht zu stark dehnbare) Babydecke aus Baumwolle genügte dafür. Davon hatten wir ohnehin genug, denn ich konnte nicht aufhören, diese hübschen Teile zu kaufen.

2) Das Buch „Die Wahrheit übers Kinderkriegen“

Eines  vorweg: Die Autorin Livia Goerner war meine Hebamme (beim zweiten und dritten Kind). Ich würde das Buch aber auch lieben, wenn es nicht so wäre, denn es befasst sich mit allen Fragen und Themen, die ich zum Thema Schwangerschaft, Geburt und Muttersein hatte, (und auch mit den Fragen, die dann später noch kamen). In einem herzlichen, pragmatischen und offenen Ton, der mir gut tat. Mit einem unglaublichen Wissensreichtum und einem großen Erfahrungsschatz (man merkt auf jeder Seite, dass Livia Goerner seit mehr als 20 Jahren Hebamme ist). In meiner ersten Schwangerschaft und auch in den ersten Monaten mit der Maus habe ich nach genau so einem Buch noch vergebens gesucht. Leider war es damals noch nicht geschrieben. Ein Buch, das einen als Schwangere und junge Mutter versteht. Vollkommen unaufgeregt und doch ausführlich. Und das immer wieder beruhigt, wenn es nötig ist. Meine Riesenempfehlung. Hier kannst du mal reinlesen.

3) Tragehilfe oder Tragetuch

Bei der Maus wäre ich ohne sie verloren gewesen (Den Kinderwagen mochten wir beide nicht. Ich, weil er mir bei all unseren Unternehmungen viel zu sperrig war, und die Maus, weil sie darin keinen Körperkontakt hatte.) und auch mit dem Mäuserich und der Minimaus in der Tragehilfe bin ich viele Stunden durch die Wohnung und die Straßen spaziert. Meine drei Mäuse waren alle Tragekinder. Und ich fand es schön, sie so nah bei mir zu haben. Ein bestimmtes Modell spielt dabei gar nicht so die Rolle, da ich aber mit unserer Tragehilfe von ErgoBaby (mit dem Adapter ab dem ersten Tag nutzbar, ich habe aber bis zum 3. Monat lieber ein Tragetuch benutzt) immer sehr zufrieden war und wir sie sogar nach dem Verlorengehen noch einmal nachgekauft haben, empfehle ich sie gerne weiter.

4) Ein Stillkissen

Das Stillkissen hat mich schon in der Schwangerschaft gerettet als ich nicht mehr gut auf dem Bauch liegen konnte. Da habe ich mich an das Kissen geschmiegt und es irgendwie zwischen meinen Knien und unter den Kopf oder um den Bauch herum drappiert. So eingewickelt schlief ich ganz prima. Nach der Geburt habe ich die Mäuse zum Schlafen hineingelegt und später auch selbst immer wieder sehr gerne darauf geschlafen. Lange Zeit lag es noch in meinem Bett als Ankuschelkissen vor allem für unsere nächtlichen Besucher.

5) Walkoverall von hessnatur

Der Overall war das erste wirklich teure Kleidungsstück, dass ich meinen Kindern gekauft habe. Er ist nicht gerade ein Schnäppchen. Die Maus hatte einen in Himmelblau und der Mäuserich in Rot. Die Minimaus hat beide geerbt. Heute trägt die Minimaus zur Übergangszeit mit Vorliebe eine gewalkte Wolljacke. Die ist auch ganz toll. Als die Maus geboren wurde, war ich lange Zeit auf der Suche nach so etwas Praktischem. Zu viel Stoff zwischen uns war beim Tragen lästig und zu warm wurde es uns meistens auch. Die Wollanzüge waren zur Übergangszeit (und auch im Winter) ideal. Sie sind gemütlich, schnell an- und ausgezogen und halten kuschelig warm. Ich würde sie am liebsten meinen Kindern heute noch anziehen.

6) Hausschuhe von Living Kitzbühel

Eine Entdeckung im Kinderschuhladen bei uns in der Nähe. Und da meine Kinder ungern Hausschuhe tragen und das allenfalls in der KiTa tun, die Hausschuhe von Living Kitzbühel aber immer gern getragen wurden, muss ich sie hier erwähnen: Sie sind leicht an- und wieder ausgezogen, auch von ungeübten Händen. Sie sind zu 100 % aus Wolle und schön warm. Sie rutschen nicht, stören nicht beim Krabbeln oder Gehenlernen und es gibt sie in angenehm neutralen Farbtönen. Ich glaube, ich muss bald mal wieder welche für die Minimaus nachkaufen.

7) Mützen von Zoolaboo

Das Designteam von Zoolaboo macht kunterbunte Kindermode mitten in Berlin. Wir lieben vor allem die Mützen und Tücher. Aber auch das ein oder andere T-Shirt liegt schon bei uns im Kleiderschrank. Weiche Baumwollstoffe, hochwertige Verarbeitung und perfekt sitzende Schnitte. Und die bunten Streifen machen einfach gute Laune. Die Mützen werden bei uns von Kind zu Kind weiter gereicht oder sie passen wie bei der Maus eine gefühlte Ewigkeit. Ab und zu kaufen wir eine nach. Wir haben schon beinahe alle Farben durch, denn gemütlicher und hübscher geht es für mich kaum.

8) Eine Wickeltasche

Ich brauchte nie wirklich eine Wickeltasche, aber trotzdem wollte ich eine. Denn ich liebe diese unbezahlbaren 1000 Fächer, die Wickeltaschen so haben. Vor allem für auslaufgefährdete Dinge. Und es findet sich so irre viel Platz für alles, was ich sonst noch übersichtlich verstauen will (ein wasserabweisendes Fach für nasse oder schmutzige Kleidung, Gummizugfächer für Flaschen, kleine und große Fächer für Windeln und Spielzeug, Fächer innen und außen, sogar Geheimfächer  zum Beispiel fürs Handy etc.). Und weil Wickeltaschen heutzutage gar nicht mehr wie Wickeltaschen aussehen müssen, fühlte ich damit auch ganz passabel gekleidet. Ich habe meine Wickeltaschen nach der Wickelzeit immer noch als Unterwegs-mit-Kindern-Tasche getragen. Leider gibt es das eine Modell nicht mehr, dass ich am längsten hatte. Aber heute würde ich mich wohl für eine Wickeltasche von Mara Mea entscheiden. Die sind schlicht, unkaputtbar, lassen sich an den Buggy oder Kinderwagen hängen, haben die für mich so wichtigen 1000 Fächer und sehen einfach superschön aus. Ich liebäugele sogar damit, mir jetzt noch eine davon zu gönnen. Die Minimaus braucht sicher noch ein halbes Jahr Windeln.

9) Stillshirts von bellybutton

Manche kommen auch ohne sie zurecht und ich habe zwischendurch auch andere Stillshirts getragen, aber die Shirts von bellybutton waren mir die liebsten. Der Stoff ist angenehm weich, die Shirts beim Stillen unkompliziert zu handhaben und die Schnitte und Farben sind modisch, aber schlicht. Zwei von ihnen habe ich auch nach der Stillzeit noch eine Weile getragen (das Schwarze und das blau-weiß Gestreift).

10) Ein Kuscheltier zum Liebhaben

Es gibt sie bei meinen Kindern, die ganz große Liebe. Die eine ist cremefarben und hat rosa Ohren, die andere ist gestreift und hat vier sanfte Pfoten und die dritte ist hellbraun und hat ein freundliches Lächeln. Sie heißen „Kati“, Tigi“ und Tetti“ (ja, im Ernst) und sie sind immer dabei. Sie waren schon auf Mallorca, in Dänemark, in der Pfalz, auf einem Kreuzfahrtschiff, bei den Omas, in der KiTa (leider auch mal über das Wochenende), beim Arzt, im Tragetuch, in Taschen und Beuteln, zur Übernachtung bei Freunden.

Manchmal wurden sie getragen, wie ich die Minimaus als Baby trug. Sie wurden gegen Kälte geschützt, in Decken gewickelt und haben Mützen und auch Schals angezogen bekommen, einmal sogar eine Windel und dann auch Pflaster, wenn sie sich weh getan haben. Sie haben an einigen Stellen schon Risse oder das Fell ist ganz platt gekuschelt. Offiziell sind sie so alt wie meine Kinder oder sie haben einfach mal so zwischendurch Geburtstag, dann gibt es eine Party und wir müssen singen und ihnen etwas schenken. Manchmal dürfen sie dann auch etwas vom Kuchen naschen.

Der letzte Liebes-Zuwachs ist jetzt 3,5 Jahre her. Die Maus ist in diesen Jahren ein Schulkind geworden, sie kann Fahrrad fahren, kleine Briefe schreiben, die einem das Herz umdrehen, schweinebaumeln und auf dem Einrad herumflitzen. Der Mäuserich hat das kleine 1×1 gelernt, kann Schatzkarten zeichnen, super Verstecke für Ostergeschenke und Geheimnisse finden und Fragen stellen, für die wir die Maus (aus der Sendung mit der Maus) anschreiben. Die Minimaus weiß jetzt wie sie gucken muss, um den Papa zu etwas zu überreden, kann sich alleine das T-Shirt aus- und auch wieder anziehen und alle Familienmitglieder in einem Atemzug aufzählen.

Lauter Dinge, die meine Kinder vor 3,5 Jahren noch nicht konnten. Ihre Liebe zu Kati, Tigi und Tetti ist immer noch so ernst und aufrichtig wie in dem Augenblick, als einander gefunden hatten. Wenn meine Kinder malen oder basteln oder Höhlen bauen oder imaginär auf Reisen gehen, sitzen Kati, Tigi und Tetti  mit auf dem Tisch oder in der Höhle oder im Reisegepäck und schauen ihnen beim Spielen zu. Wenn sie in ihren Betten liegen und ein Buch lesen, wenn sie einschlafen und aufwachen, sind Kati, Tigi und Tetti  dabei, und manchmal, wenn doch vergessen wurde, sie mit ins Bett zu nehmen, erschrickt eines der Kinder. Sie rufen dann Kati oder Tigi oder Tetti, laufen noch einmal los und kommen erst wieder, wenn alle an ihrem Platz sind. Neben ihnen im Bett, zugedeckt mit einem Zipfel von ihrer Decke.

Sie gehören eben zur Familie.

 

Überhaupt nicht benutzt habe ich einen Breikocher (allerdings hat uns der Wasserkühler Cool Twister von NIP beim Temperieren der selbst angerührten Milchbreie sehr geholfen), die Wippe brauchten wir nur selten (aber in den ersten Monaten war sie ab und zu durchaus von Nutzen) und der Badeeimer erfüllte seinen Zweck allenfalls in den ersten Wochen, bis die Mäuse zu kräftig wurden und nur noch darin standen.

 


Was hat euch den Babyalltag erleichtert?

Genieße den Tag / Martamam-Blog

 

 

 

 

 

 

 

 

P.S. Alle Produkte, die ich hier empfehle, habe ich selbst gekauft, genutzt und geliebt. Ich bekomme für die Empfehlungen keine Provision. Die Bilder sind von mir persönlich bis auf das Foto mit der Erdbeermütze, das Bild hat Malin Mauritsen für mich fotografiert (die Mütze hat meine Oma gestrickt).

You Might Also Like

No Comments

    Kommentar verfassen

    This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

    %d Bloggern gefällt das:

    Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

    Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

    Schließen